Sabine von Bassewitz - ...Ein Gefühl von Nirvana
Shownotes
Sabine von Bassewitz hat mit KI ein Gefühl reproduziert, das eine ganze Generation verbindet. Mit Bildern, die ihr jeder geglaubt hat, obwohl sie rein technisch gar nicht existieren dürften.
Damit ist Sabine eine Arbeit gelungen, die aus dem belanglosen KI-Rauschen der vergangenen Jahre vollkommen heraussticht.
Die Erschaffung einer imaginären Dorfchronik zwischen Freibad und Schützenfest ist ihr zweiter Geniestreich...
Womit es weiter geht verrät sie in Folge #21
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00:00:01: Mein elfjähriger Sohn kam auf mich zu und war völlig begeistert.
00:00:06: Ich muss dir was zeigen, das ist großartig!
00:00:08: Da hat ein Fotograf mit einem echten Foto den Prank geprankt.
00:00:14: Damit meinte mein Sohn einen K.I.-Wettbewerb bei dem der Fotograf Miles Estreille das Foto eines Flamingos eingereicht hat.
00:00:25: Der Kopflos wirkt zufällig weil er sich gerade putzt So, aber der Flamingo wird kopflos.
00:00:31: Das Bild heißt Flamingon und damit ist er berühmt geworden, was wir sozusagen der umgekehrte Eldaxen
00:00:38: lieben.
00:00:38: Moin!
00:00:38: Mein Name ist Nils-Hendrik Müller und ihr hört den Pickdrop Podcast Wohin mit den Händen?
00:00:43: Ich habe mir am Laufe meiner Profi Jahre als Fotograf eine Menge Fragen gestellt Und weil das Beantworten von Fragen allein nicht so viel Spaß macht, hab ich mir wieder Unterstützung geholt.
00:00:52: Meine heutige Podcastpartnerin steht schon lange auf meiner Liste ist Fotografin und hat die einzige KI-Arbeit angefertigt, die mir aus den vergangenen Jahren in Erinnerung geblieben ist.
00:01:02: Na ja vielleicht abgesehen von Boris Eldachsen?
00:01:05: Hallo Sabine von Bassewitz!
00:01:07: Hallo Nils, danke für die Einladung.
00:01:10: Ähm... Vorweg eine Frage an welchen Strand fährst du an die Ostsee wenn du abends am Meer sitzen möchtest?
00:01:17: Niendorf
00:01:18: Wo gibt es deine Lieblingsfischbrötchen?
00:01:20: Auch in Niendorf und zwar beim Hauswald.
00:01:24: Eine Weile beim Klüvers, aber Hauswald hat Klübers getoppt.
00:01:27: Gut!
00:01:28: Damit haben wir das jetzt durch weil du wärst die einzige der ich zugetraut hätte dass sie mir ein KI-Bott vorsetzt um es danach als Kunstprojekt zu verkaufen.
00:01:37: Das brauche ich bei Fischbrötchen nicht.
00:01:39: Fischgrötchen sind analog
00:01:41: Nee, das meine ich.
00:01:43: Du hättest ihn ja mit allem füttern können was deine Philosophie ist aber nicht mit Fischbrötchen.
00:01:48: also die Wahrscheinlichkeit halte ich für relativ gering
00:01:51: allerdings eher basierend auf der Faulheit weil ich dass in dem Fall tatsächlich Nicht nötig ist weil Ich wirklich oft wenn es geht dort bin mir den Sonnenuntergang angucken Fisch brötchen Es
00:02:05: recht so.
00:02:07: Ich habe dich jetzt einfach mal als Fotografin angekündigt.
00:02:12: Mir fällt aber gerade auf, dass ich mir gar nicht sicher bin – bist du das überhaupt?
00:02:17: Ja!
00:02:17: Ich bin tatsächlich Fotographin und arbeite auch noch als Fotografin.
00:02:23: Das kommerzielle wird tatsächlich weniger als Fotographen.
00:02:29: Und was dazu steigt, sind die Aufgabenfelder im Bereich generativer KI.
00:02:34: Wobei ich nach wie vor wirklich gern fotografiere.
00:02:39: Das heißt es verschiebt sich bei dir ganz eindeutig?
00:02:42: Es verschiebtsich wobei das eine tun heißt da heißt nicht das andere zu lassen.
00:02:47: aber Dinge mit denen ich photographisch Geld verdient habe werden weniger.
00:02:52: also Was aber nicht ausschließlich ein generativa KI liegt.
00:02:57: dass kam schon vorher durch die Demokratisierung der Tools, also jetzt so als Beispiel.
00:03:04: Ich hoffe ich spreng damit nichts was du dir ausgedacht
00:03:07: hast?
00:03:08: Nee, steht genau hier!
00:03:11: Du hast neulich gesagt dass du auf einer Ausstellung warst und das fand ich ganz spannend weil man damit nämlich den geschichtlichen Bogen spannen kann zur Demokratisierung von Gestaltung.
00:03:22: Du hast gesagt du warst auf einer Leica-Ausstellung Und das fand ich wirklich spannend, weil wenn man die Frage wie KI die Fortführung von der Erfindung der Leica ist.
00:03:36: Da würde ich dir gerne folgen also was auf dieser Ausstellung?
00:03:39: Dann lass uns damit öffnen und das kommerzielle nach hinten verschieben.
00:03:44: Das ist tatsächlich spannender und zwar war ich im Jahr zwanzig vierzehn in Hamburg in den Deichto-Hallen.
00:03:56: Das war dann sozusagen die erste Kleinbildkamera, die dadurch durch dieses andere Handling und durch das kostengünstigere Handling.
00:04:04: Also du kannst statt im Mittelformat zehn oder zwölf Bilder pro Rolle zu haben hast auch einmal dreißig Bilder pro Rolle und damit eine Verdreifachung deiner Möglichkeit Also je nach, ob das sechsmal sieben oder sechs mal sechs genutzt wurde.
00:04:20: Hast du eine Verdreifung deiner finanziellen Möglichkeiten was den Output von Bildern angeht und Du warst auf einmal viel freier weil das Gewicht weniger ein geringerer Störfaktor war.
00:04:33: Das heißt man konnte sich auch anders gegenüber zum fotografierenen Objektverhalten viel mehr ausprobieren Und das hat die Fotografie letztlich demokratisiert.
00:04:41: Es konnten auf einmal viele Leute ausprobieren und haben es auch ausprobiert und gemacht.
00:04:46: Also letztlich, was die Fotografie mit der Malerei gemacht hat.
00:04:49: Hat die Kleinbildfotografie erstens dann halt auch mit professionelleren Fotografen gemacht weil da die Konkurrenz größer wurde und alle rumprobiert haben.
00:04:57: Man muss ja ganz kurz einhaken für alle dies nicht wissen.
00:05:00: Ein paar Jahre vorher war es so dass das nicht nur Mittelformat gab sondern Das waren die klassischen Großformatkameras und da sind die ganzen Reisefotograffen Und Enzel Adams und wie sie alle heißen losgezogen und hatten einen kleinen Planwagen wo sie hinten drin eine Art Lab Boa hatten.
00:05:16: Jetzt gibt es vielleicht noch ein, zwei Kollegen in Deutschland oder einen auf jeden Fall Christian Klant der das jetzt quasi als spaßiges was heißt als spaessiges.
00:05:26: also der wunderschön ist es wunderschön aber der hat ein bully und er hat da drin die chemie dass heißt man muss wenn man die Pyramiden in Giselle fotografieren muss, hat man praktisch den Planwagen dabei.
00:05:39: Hat die Chemie dahinten dabei?
00:05:41: Muss die Glasplatten selber vorbereiten können?
00:05:44: Die dann die Kamera packen hat eine Auslösung und muss sie im Anschluss direkt entwickeln.
00:05:48: und dann eine Negativ-Glasplatte.
00:05:50: das war relativ aufwendig und bei denen Leuten vorbehalten die unfassbar viel Geld und vor allen Dingen unfassbare viel Zeit hatten.
00:05:56: Und Leica war ne Revolution.
00:06:01: Leica hat im Prinzip das gemacht mit der Kleinbildkamera was Was jetzt geschehen ist, dadurch dass Kameras, Objektive alles mögliche an Equipment kostengünstig geworden und für jedermann nutzbar ist.
00:06:15: Und das es YouTube Tutorials gibt die einen erklären wie das geht.
00:06:18: So und früher also diese Liker Ausstellung.
00:06:22: ich kam da rein und dachte erst was ist das denn für ein Scheiß?
00:06:26: Denn ungefähr Um und bei, ich kann es jetzt nicht genau sagen.
00:06:30: Also heute würde ich sagen das war großartig kuratiert und genau richtig denn ein gefühltes Drittel in der Innerung dieser Ausstellung waren Sonnlichtreflexionen auf Schienen wo man, wo wir davor stehen und decken so Aha!
00:06:43: Warum?
00:06:45: Und jetzt sage ich, okay das bildet diese Bilder sind Zeitdokumente.
00:06:48: Die bilden das ab was damals mit der Fotografie passiert ist.
00:06:52: sie wurde demokratisiert die Leute konnten ausprobieren und das erste was die oder einen ein relevanter punkt der die gehuckt hat waren halt nicht die großen reportagen dass konnte in privaten entscheid doch nicht machen sondern was schnell geht und im ersten moment schön aussieht.
00:07:06: es ist ja der sonnenuntergang der bei schwarz-weiß so geht Aber das sind diese Sonnendichtreflexionen auf Schien.
00:07:14: Da haben die Leute ganz viel ausprobiert und ich denke mal, vieles von dem KI-Slop der uns jetzt so durch unsere Fiz rollt und durch unsere fiz hin durch Langwald hat im Prinzip diese Relevanz.
00:07:26: Es ist langweilt es ist hundertfach gesehen aber es zeigt den Status wo wir jetzt sind was jetzt passiert.
00:07:34: Auf einmal kann es jeder nutzen.
00:07:35: auf einmal kann jeder technisch beeindruckende beindruckend wirkende Bilder generieren und die Leute haben Spaß daran.
00:07:43: Das heißt, dass es für Kreative oder Fotografen in dem Bereich unterwegs sind wo sie auch im Gestaltung oder Konzepte zum Teil geht, wo man hingeht ist das auf den ersten Blick Belanglosigkeiten wie damals eben die Fotos die ersten Fotos von Leica auch weil das vorher sehr aufwendig war und man solche Sachen nie fotografiert hätte Weil es ja ein Riesenaufwand gewesen wäre für eine Bahnschiene, die man natürlich mit den Plattenkameras nicht gemacht hat.
00:08:09: Und du meinst das ist jetzt die Ergebnisse von KI in erster Linie praktisch mit genau diesem Moment vergleichbar sind?
00:08:15: Genau!
00:08:15: Also was uns heute langweilt... ...ist das Zeitdokument.
00:08:19: Jetzt kam mit generativer KI eine... kam ein Tool auf dem Markt die eine andere Generierung oder eine andere Erstellung von Bildern einem größeren Personenkreis ermöglicht und die probieren das jetzt aus.
00:08:34: Und dass ist der Stand jetzt, und das ist dann die Frage was folgt daraus?
00:08:38: Ist das Kunst oder kann das weg?
00:08:39: Also klar würden wir sagen es kann eigentlich weg.
00:08:42: aber das zeigt wo wir jetzt sind und was hat letztlich die Relevanz von Fotografen?
00:08:47: auch ist nämlich die ist halt nicht Emmanuel Macron auf dem Skateboard Die liegt halt einfach woanders.
00:08:52: Und die ist halt auch nicht keine Ahnung, Stockbilddaten backen mit der Hand die Pedersilie schneide zu füllen.
00:08:59: aber das war auch letztlich vorher schon nicht unsere Aufgabe da vor der KI ja schon die Demokratisierung der Hardware kam und dass Privatleute auch einmal machen können.
00:09:09: Da muss ich einmal kurz kommerziell werden.
00:09:12: ein Freund... Bei mir darfst du immer kommerzielle werden!
00:09:15: Du weißt ich komme von der böse Seite der Macht.
00:09:18: Ich sag überhaupt nicht, dass das böse ist.
00:09:20: Ich muss auch einen Kühlschrank vollmachen!
00:09:23: Das ist die erste Anfrage... ich krieg ja oft ein Mensch was nimmst du und wir haben jetzt nicht so das Budget?
00:09:29: Dann sage ich erstens ach toll, da haben wir etwas gemeinsam und zweitens ...
00:09:33: Und das ist eine großartige Antwort.
00:09:35: Ja, ich hab noch eine großardige Antwort.
00:09:37: Äh, ich muss dir was gestehen.
00:09:39: Ich habe ein toxisches Konsumverhalten.
00:09:42: Ich hab ne Familie zu ernähren.
00:09:44: oder sind die ganz peinlich berührt?
00:09:51: Der Freund von mir ist Flutist im Orchester der Elbphilharmonie.
00:09:57: Und der fotografiert sehr gerne und hat ein tonnes Auge!
00:10:02: Also fest angestellter Flutst, er hat sich über die Jahre ein ganz beachtliches Equipment zusammengeamt.
00:10:10: So, und das Elfieorchester für seinen Social Media Account hat den Fletisten da sitzen.
00:10:14: Die schicken dann natürlich keinen Fotografen mehr durch.
00:10:17: Was er natürlich zwei Gründe hatte ist der Kollege, der kennt seine KollegInnen die da im Orchester sitzen.
00:10:24: Der weiß auch wann was gespielt wird und wann der besser nicht durchlatscht.
00:10:28: Der weiss vielleicht auch welches Bild von der Bratschistin er vielleicht nicht weiter gibt weil sie doch irgendwie ein Dove-Körperhaltung hat, die man professionellerweise nicht hat.
00:10:36: Das
00:10:36: ist die Ulrike!
00:10:37: Die hat das auch nicht so gern
00:10:39: Zum Beispiel und so weiter.
00:10:41: Warum sollten die jemanden wie dich oder mich dafür heuern?
00:10:44: Und ich habe dem irgendwann in den Ohren gelegen, du hör mal, schreibst doch der... ...dem NDR Elfi-Orchester bitte wenigstens eine Rechnung, damit du die Arbeit von Leuten wie dir nicht komplett entwertest!
00:10:58: So und dann gab's wohl auch irgendwann mal ein Deal und so, aber das ist der eine Punkt.
00:11:03: Aber der andere Punkt ist Vor dieser Demokratisierung der Tools und dieser günstigen Verfügbarkeit von solchen Kollegen aus dem Orchester gab es ja auch letztlich den Bedarf nicht, ständig so ein Instagram-Feed zu befüllen.
00:11:21: So, ne?
00:11:22: Das heißt ich muss mir dann doch auch ehrlich die Frage stellen was wird mich durch die Demokratisierung der Tools eigentlich weggenommen was vorher da gewesen wäre.
00:11:30: Aber das ist der Punkt wo wir gerade stehen.
00:11:32: um solche Jobs habe Ich das Gefühl muss jemand wie ich sich gar nicht mehr bemühen.
00:11:38: Ja also ich erinnere mich auch als dass los ging mit der digital fotografie.
00:11:42: das ist ja Ja, ich sag mal.
00:11:44: Das war im Jahr zwei Tausend.
00:11:46: Was intensiver, zwanzigsechsam und unheimlich vielerheit auch auf Panik gekriegt, dass dann die Stock-Agenturen damit vollgeballert werden und alle Leute eben auf Stock zugreifen werden und es überhaupt keine Produktion mehr gibt weil das genau so und so passiert, weil eben alle Fotografen Stock fotografieren, weil es so einfach ist und diese Bilder gar nicht mehr gebraucht werden.
00:12:07: Und da war's eben tatsächlich so... sich die bildnutzung halt auch komplett geändert hat.
00:12:12: in nuller jahren hast du eine kampagne gehabt.
00:12:14: die war flächendecken achtzehn eintel und daraus wurden sachen ausgeklingt.
00:12:18: Und jetzt hatten unternehmen vielleicht sagen wir mal großkonzern oder wer auch immer ein budget.
00:12:24: aber das muss eben alles bedienen das muss facebook bedienen.
00:12:27: gut facebook ist ein schlechtes beispiel ist fast raus aber insta und so weiter sind Es müssen alle Kanäle, mittlerweile ist es auch LinkedIn bedient werden und das ist nicht das Gleiche.
00:12:36: Das unterschiedliche Fotografie, das unterschiedliche Chancen, unterschiedliche Ansprüche an das gleiche Ding.
00:12:42: Und was wie du jetzt zum Beispiel sagst als Orchester täglich benötigt an Daten, das kannst du mit dem extern könntest du wahrscheinlich so auch gar nicht abdecken?
00:12:53: Ist natürlich dann ein Glücksgriff wenn da jemand mit drin sitzt.
00:12:57: Also ich glaube, deine Frage.
00:12:58: Wann wird dann noch beauftragt wäre wahrscheinlich wenn es eine Kampagne oder was ganz Besonderes bräuchte in einer anderen Bildsprache und dann wirst du für die Bildsprach gebucht?
00:13:09: Aber nicht mehr für die reine...
00:13:11: Das ist das Besondere.
00:13:13: also wir sind schuldigmäßig unterbrochen habe aber wir sind sozusagen von diesem alltäglichen Mittel-Kommunikationslevel Jetzt komplett raus.
00:13:26: Aber das gab's doch früher auch gar nicht?
00:13:28: Auf
00:13:28: seltener und wenn dann hoch!
00:13:30: Ja, aber das gab es ja früher auch garnicht.
00:13:32: Vor zwanzig Jahren oder vor fünfzehn Jahren wäre ja niemand auf die Idee gekommen permanent Bilder dazu machen und die herauszustellen.
00:13:38: Das heißt ist ja dass was da wegfällt is gar nicht so lange dar gewesen.
00:13:43: Genau, das ist nicht lange dagewesen.
00:13:45: Das ist völlig richtig.
00:13:47: Aber es wird für uns in der Form nicht kommen einfach... Oder zum Beispiel wenn du dir überlegst Hochzeiten, was ja viele von uns eine Weile gemacht haben.
00:13:57: Also will ich auch nicht schlecht reden!
00:13:59: Ich habe viel gelernt bei Hochzeigen, was Schnelligkeit angeht, was schnell Situationen erkennen angeht und so weiter und sofort... Aber da habe ich, solange ich das noch gemacht hab echt gemerkt es war immer häufiger so ein Onkel Werner dabei der halt ne coole Kamera hatte und mir so nen Tektokblumenkohl vom Ohr abgekaut hat.
00:14:19: Und dann denke ich mir Ich bin da raus, lieber Onkel Werners.
00:14:22: Macht ihr das?
00:14:23: Ihr macht das super!
00:14:24: Ja obwohl man da sagen muss.
00:14:26: ich glaube dass empfindest du genauso wie ich also meins ist es auch nicht.
00:14:31: Ich halte den Hochzeitsmarkt aber nach wie vor relativ stabil weil es zwischendurch immer mal Paare gibt wo das Onkel Werner macht und dann spricht sich danach rum dass er einfach die Hochzeit verkackt hat weil er eben einfach nicht jeden Tag fotografiert.
00:14:44: und da habe ich schon das Gefühl dass das ein relativ stabiler Markt ist der zum Teil relativ hochpreisig und sehr hart umkämpft ist.
00:14:51: Also da kenne ich ein paar Kollegen, die da sehr intensiv unterwegs sind aber die Onkel Werners sind mehr geworden das ist richtig.
00:15:00: Genau!
00:15:01: Und dann habe ich auch irgendwann also ich hab das schon vor Corona aufgesteckt und hab gedacht ne es ist einfach... Ich habe viel dabei gelernt aber das ist halt einfach nicht mehr mein Ding.
00:15:10: Aber um noch mal zur KI zurückzukommen Ich habe mich gefragt, ist das dann Fotografie Genre oder eher ein Gestaltungsgenre?
00:15:19: Also bei der Fotografi bin ich... Egal was passiert.
00:15:26: Jedes Foto hat eine Agenda und zwar jedes Foto.
00:15:29: Man kann nicht kommunizieren aber Fotografien sind das ganz extrem.
00:15:33: Aber ich bin trotzdem darauf angewiesen, was sich physisch zu einem Zeitpunkt X vor der Linse meiner Kamera abspielt.
00:15:43: Zeit geboten, Ortsgeboten und Objekt gebunden.
00:15:46: Das ist korrekt!
00:15:46: Bei der
00:15:47: Arbeit mit generativer KI ist das nicht so.
00:15:50: Ich bin Zeit ungeboten, ich bin Objekt-ungeboten... ...und äh..ich bin Orts ungeboten.
00:15:56: D.h.,
00:15:57: ich kann das visualisieren oder in Film backen oder im Sound alles Nicht was sich vor der Linse meiner Kamera abspielt sondern was sich immer im Kopf abspielt.
00:16:07: Ach so steile These.
00:16:11: Also wenn ich photorealistisch male ist das ja trotzdem kein Foto, obwohl es vielleicht exakt so aussieht.
00:16:18: Genau!
00:16:19: Weil es geht ja um den Prozess.
00:16:21: Das heißt ein KI-Bild ist kein FOTO sondern ist unter Umständen vom Gestaltungslevel der Malerei vielleicht sogar näher als der Fotografie.
00:16:33: Genau, da möchte ich mal einhaken.
00:16:35: Ich war ... Es ging ja los?
00:16:37: Es ging natürlich viel früher los!
00:16:38: Also aber für mich ging es los, dass ich begonnen habe, mich damit zu befassen... Das war irgendwann Anfang zwanzig-dreiundzwanzig.
00:16:47: Da war ich hockt und da saß ich hier an diesem ... Nee, da saße ich dahinten hinter meinem ... Beziehungsrettende Schornstein auf meiner Seite des Arbeitszimmers und war begeistert.
00:16:59: Und sagte mein Mann, der hier sitzt... Der
00:17:01: beziehungsretende Schorstein ist der Sichtschutz?
00:17:04: Nee, da ist es einfach ein Schornstein, der zwischen unseren Arbeitsplätzen steht!
00:17:08: Ich teile mir mit meinem Mann das Arbeitszimmer unter dem Dach.
00:17:12: So ich saß da in meinem Schreibtischchen und war total begeistered, dass ich auf einmal anders als bei der Fotografie das darstellen kann was sich mal im Kopf abspielt fand das großartig und mein Mann sagte Welcome to my world.
00:17:30: Mein Mann ist Illustrator, der ist Zeichner für den es also nichts Neues da konnte schon immer darstellen was sich in seinem Kopf abspielt und zwar ziemlich genau konnte er das darstellen.
00:17:41: das heißt du hast recht es is vom Prozess her der Malerei und der Zeichnung tatsächlich ähnlicher als die Fotografie weil es Zeit Ort und Objekt gebunden Und ich damit, dass das Darstellen kann was sich immer im Kopf abspielt.
00:18:00: Wir unterbrechen zufolge.
00:18:01: kurz für einen Hinweis auf unseren Bonsoir und der Schutz für dieser Podcast von der Wildübertragungsplattform
00:18:08: Pickdrop!
00:18:09: Und wenn ihr selbst noch nicht mit Pickdrop arbeitet kleiner Tipp von mir als täglicher Nutzer es lohnt sich auf der Pickdrop-Seite einmal nachzuschauen was Pickdrop ist, was Pick Drop kann und vor allen Dingen was Pick drop für euch und euer Photobusiness tun kann.
00:18:23: Das ist nämlich unter Umständen eine ganze Menge.
00:18:25: Schaut es euch an und guckt, wie ihr es für euch nutzen könnt!
00:18:29: Und jetzt viel Spaß weiterhin mit der Folge.
00:18:36: Es gibt ja Fotografen bei denen die Art und Weise wie sie fotografieren genau darauf basiert.
00:18:45: also es gibt einen Fotografen den das habe ich lange vor KI natürlich gesehen zu Studienzeiten dass auch ewig lang.
00:18:53: wahrscheinlich kennst du den Namen?
00:18:55: Das ist Gregory Croutzen.
00:18:57: Der sagt mir was, aber...
00:18:59: ...der hat unfassbare Dinge hören gespinste.
00:19:04: Was auch immer eben fotografisch visualisiert mit einem unfassbaren Aufwand eine halbe Häuser ausgesägt alles ausgelichtet Alles echt mit Modules.
00:19:13: das heißt da ist kein Quadrat Millimeter dem Zufall überlassen.
00:19:18: Ich glaube von der, also ich weiß zum Beispiel, dass ein Elan Hamra in Hamburg auch auf einem extrem hohen Level vor KI das mit einer Mischung aus Fotografie CGI wird die Pixel einzeln geschubst.
00:19:33: Das heißt es gab's schon aber es war einen relativ kleiner erlauchter Kreis von Fotografen und Gestaltern die das gemacht haben
00:19:44: großen Aufwand.
00:19:45: Und zwar nicht nur während des Machens, sondern auch während des Konzipiens.
00:19:51: Also da ist ja wenig dem Zufall überlassen und bei dem Arbeiten mit KI kommt der... Auch wenn du ganz genau promptest, kommt immer der Zufallen ins Spiel und das ist so ein Ping-Pong auf dass man sich einlassen kann und dann noch mal zu ganz neuen Geschichten kommt die man nicht erwartet hätte.
00:20:09: also ich Sicherlich auch möglich, dass da Leute den Zufall mit einkalkulieren.
00:20:15: Wenn ich Fotografier kalkuliere, ich immer den Zufall ein.
00:20:19: Aber bei diesen Dingen die so aufwendig gebaut sind, halte ich das für weniger relevant.
00:20:26: – Den Zufallen?
00:20:31: Ja!
00:20:33: Du hast es ja mit diesem ZufAll... Ich habe das vorhin im Eingang erwähnt geschafft… Die einzige KI-Arbeit.
00:20:41: Oder hast du es geschafft, die einzige KI-Arbeit zu erstellen?
00:20:43: Die nicht nur ich mich erinnere aus den letzten zwei Jahren.
00:20:47: Abgesehen von diesem spektakulären Fall wo Boris Eldaxen mit einem KI Bild einen Sony Award gewonnen hat und den Sony Photo Award um ihn danach wieder zurückzugeben vor laufenden Kameras.
00:21:01: Du hast es geschafft ein Gefühl zu erzeugen eine Situation zu beschreiben, die ich und viele andere auch meines Jahrgangs kennen, es sind auf Konzerten damals gewesen.
00:21:14: Nämlich ein ganz bestimmtes Nirvana-Konzert.
00:21:18: Kannst du das kurz beschreiben?
00:21:21: Weil dann kann ich danach sagen was gibt's so besonders daranfangend!
00:21:24: Ich habe
00:21:25: im Jahr Ende der Jahre, Anfang des Jahres, Ende der Jahr, Ende des Jahres und Ende des Jahren, Ende dem Jahr, Endes des Jahres endet.
00:21:27: Ende des Jahr, Anfang der Jahr Ende, Ende den Jahr, Mitte des Jahr.
00:21:29: Ende der Jahres, Anfang dem Jahr Ende.
00:21:30: Ende dem Jahre, Ende im Jahr Anfang, Ende vom Jahr.
00:21:32: Ende des Jahre.
00:21:33: Ende im Jahre Ende, Anfang vom Jahr Anfang.
00:21:35: Ende am Jahr Ende im Januar, Ende beim Jahr Ende dem Juni, Anfang im Jahr.
00:21:37: und habe mir dafür eine Trainingsaufgabe gestellt.
00:21:41: Ich hab ein Tagebuch der Jahrestage gemacht, ich hab dann mir gesagt okay, ich gebe mir jeden Tag Stunde, dreiviertel Stunde so was mehr Zeit habe ich nicht.
00:21:53: Und visualisiert den jeweiligen Jahristag.
00:21:56: jeder Tag des Jahres ist Jahrestag für irgendwas.
00:21:59: Für etwas Komisches, für was Brutale, für etwas Lustiges, für das Wichtiges oder das Unwichtiges.
00:22:04: aber jeder Tag eines Jahres ist es für irgendetwas einen Jahrastag Und das versuche ich zu visualisieren.
00:22:09: Am zwanzigsten Februar, am zwanziger Februar hier war der siebenundfünfzigste Geburtstag von meinem Idol, dem Idol meiner Jugend Kurt Cobain gewesen.
00:22:21: Das heißt es war ein bisschen länger auf meiner Seite des Schornsteins habe laut eine Warner angehabt und habe meine Erinnerung an dieses Konzert visualisiert.
00:22:34: Ich war im November, da war ich gerade siebzehn geworden auf dem legendären Nirvana-Konzert in der Hamburger Markthalle Und da hatte natürlich niemand von uns in irgendeiner Form eine Kamera dabei.
00:22:46: Also es gibt keine Bilder also keine Fotografien von mir oder meinem damaligen Freundeskreis zumindest nicht, dass ich wüsste von diesem Konzert.
00:22:56: Man muss dazusagen es hätte sie auch nicht geben können weil das technisch in der Form gar nicht möglich gewesen wäre, warum ich mich mit Klaus Melentin gerade bei deiner Arbeit unterhalten habe.
00:23:08: Das heißt ist es nicht nur so gewesen, dass du Dinge visualisiert hast die du damals gefühlt hast sondern die auch in der Klasse wie du sie visualisiert hattest nicht hätten stattfinden können Auch so dunkle Räume waren, wo damals im vordigitalen Zeitalter die Farbfilme auch mit der Körnigkeit überhaupt nicht ausgereicht hätten.
00:23:28: Das heißt das was heute bei Digitalkameras geht.
00:23:31: ich kann ohne schlechtes Gewissen auf achthundertsechzehnhundertrei zwei sechs vier gehen und fast im Dunkeln fotografieren.
00:23:37: es war nicht möglich.
00:23:38: das heißt es hätte diese Bilder auch so gar nicht geben können.
00:23:41: Ja geht ja heute sogar fünfstellig.
00:23:43: eh so wenn man so ein bisschen
00:23:45: Abstriche macht.
00:23:48: Das heißt, es sind Bilder aufgetaucht die du generiert hast?
00:23:53: Wo alle gesagt haben, kenne ich.
00:23:54: Genau das war nämlich der Punkt!
00:23:56: Also das hat ein bisschen länger gedauert als die drei viertelstunde die ich mir gegeben habe und zwar so lange bis mein Mann mit dem ich mich zur Arbeitszimmerteile gefragt hatte ob wir jetzt auch mal was anderes hören können als nur wahr.
00:24:09: Und dann hab' ich gedacht okay dass ist jetzt der Punkt wo ich Schluss mache.
00:24:11: Und dann habe ich aber Folgendes gemacht.
00:24:14: Dann hab' ich diese Bilder nicht nur als Dateien genutzt, sondern ich hab das gemacht was man früher mit Bildern gemacht hat.
00:24:21: Ich hab die Dateien zum Rossmann gegeben Zum Rossmann und ausbelichten lassen auf diese typischen Papierabzüge, wo man auch etwas heute machen kann und bewahre sie in einem solchen Umschlag auf.
00:24:33: Die Art und Weise wie ich das gepostet habe war nicht die Bilder als solche Sondern der die Haptik die man mit diesen Bildern verbindet Mein kleines Sohn gebeten hier als Handy machen Video, von mir wie ich diesen Umschlag in der Hand halte.
00:24:49: Die Bilder rausnehme und sie anschaue haptisch-physisch.
00:24:54: Und selbst heute noch wird mir das abgekauft obwohl mit dem heutigen Wissen von KI generierten Bildern sieht man wenn man die Dateien sieht sofort die Fehler die die generative KI damals vor über zwei Jahren noch gemacht hat, die ich auch nicht rausgenommen habe.
00:25:10: Die sieht man in den Dateien aber man nimmt sie nicht wahr wenn man dieses physische Erleben des Durchflickerns der durchschauens der ausbedichteten Bilder hat.
00:25:22: und ich hab das auf LinkedIn gepostet Und hab wirklich tatsächlich ein Gefühl der Leute getriggert in unserem Alter.
00:25:29: Die Leute, die mich gar nicht katzen, haben hier einen Foto geschickt von der Eintrittskarte, die sie noch haben.
00:25:36: Hat offenbar zwanzig D-Mark gekostet!
00:25:38: Ich habe dir eine Eintrittskarte nicht mehr... Das
00:25:39: war übrigens damals ein Haufen Geld.
00:25:41: Das muss man lernen, ne?
00:25:42: Das war mega Fangirl und trotzdem musste das sein.
00:25:46: Also ein Liter Diesel hat damals ein Euro gekostelt.
00:25:49: Das kann man dann so ungefähr hochrechnen.
00:25:51: Ja ...ne Mark
00:25:54: Da meine ich doch eine Marke.
00:25:57: Stimmt und einer hat, ich weiß gar nicht wie das heißt, die illegalen Konzertmitschnitte?
00:26:02: Wie heißen die Bootleck?
00:26:05: Kann sein da bin ich nicht so drin in der
00:26:07: Werbeikthema.
00:26:08: Einer hat mir auf jeden Fall geschrieben dass er diesen illegalen Mitschnitt noch hat und mir den schickt.
00:26:14: Wahrscheinlich hatte er ein Kassettenrekorder.
00:26:16: Ja genau sowas.
00:26:18: Also diese Reaktion hat das ausgelöst.
00:26:22: Und was hat die Reaktion mit dir gemacht?
00:26:26: Die hat mit mir gemacht, okay alles klar.
00:26:28: Ich kann wirklich mit dieser Technik das zeigen, was zu meinem Inneren vor sich geht.
00:26:35: Das heißt du kannst Welten schaffen... die an eine Realität angedockt ist, die realistisch wirken.
00:26:43: Die Gefühle... Also es ist ja ein komplett anderes Arbeiten als alles was andere alle anderen zu dem Zeitpunkt gemacht haben.
00:26:50: Alle anderen sind nämlich beigegangen und haben gesagt oh geil das wollte ich immer schon mal machen in der Fashionfotografie und Inszenierung und haben dann irgendwelche wilden Blasen mit irgendwelchen Models mit was ich was futuristischen Kleidungsstücken im futuristischem Umfeld gepostet wurde.
00:27:05: Genau,
00:27:05: machen Sie immer noch!
00:27:07: Ja, machen Sie immer noch.
00:27:07: Das geht ja nicht weg.
00:27:08: Die Frage ist, wann es den Leuten so auf den Geist geht?
00:27:11: Es hält sich auch ... Es gibt die ersten Werbekampagnen in dem Bereich.
00:27:16: Würde mich interessieren, wie sie so antrollen.
00:27:19: Das sind die Reflexionen... das ist die Lichtreflexion auf Schienen im Moment.
00:27:22: Finden das alle total geil!
00:27:24: Aber es wird so inflationär gemacht, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass das noch lange dauert.
00:27:29: Also was das angeht habe Nicht in diesem Spiegel, sondern im Spiegl der vergangenen Woche eine interessante Geschichte gelesen.
00:27:36: Und zwar warum die Gensi wieder mehr raucht?
00:27:40: Also der Anteil an Zigarettenkonsum in der Generation unserer Kinder bis Jahrgang ... ... ist ja Gensii.
00:27:50: also mein großer Sohn fällt da noch rein, der kleine nicht mehr.
00:27:53: Da ist der Anzahlern Erstkonsument-Innen von Zigaretton gestiegen und da gibt es eine Untersuchung, die sagt dass gerade diese Generation, diese Genzi da keinen Bock mehr auf diese Perfektion hat.
00:28:04: Also klar, das sind einerseits die Filter... Die wollen
00:28:08: sich wieder die Finger beim Anzünden verbrennen.
00:28:11: Es ist was Analogisches.
00:28:13: Das Arzt!
00:28:14: Es ist etwas Analoges, es ist was Haptisches und es ist etwas Dreckiges.
00:28:21: Man lernt Leute kennen, wie fremde Menschen auf der Silksinnachfeuerzeugen.
00:28:27: Und
00:28:28: du brauchst zum Anzücken einer Zigarette zwei Finger?
00:28:31: Hast also keine Hand fürs Handy
00:28:33: frei?!
00:28:34: Das sind so die Dinge, wonach die sich jetzt sehen?
00:28:36: Wir können wieder Zigaretten mit einer Hand ohne hinzugucken in der Hosentasche drehen.
00:28:41: Wo wir es dann einfach nur rausholen zum Ablecken und wieder reinpangen!
00:28:45: Kannst du
00:28:45: das?
00:28:46: Ich weiß nicht.
00:28:47: Also ich kannte ein, zweitiges vor dreißig Jahren mehr kommen...
00:28:50: Ja, ich auch!
00:28:51: Und ich war da voll beeindruckt von fand' dich mega cool.
00:28:54: also natürlich ist es total ungesund.
00:28:56: Hendrik Strick wird in dem Artikel zitiert als um Gottes Willen berechtigt ne Schlaganfahren und so weiter und sofort.
00:29:03: aber der gesellschaftliche Gedanke dahinter ist natürlich vollkommen berechtig und es gibt tatsächlich auch einen Hashtag auf TikTok dafür.
00:29:10: Das ist ja sogenanntes Sickfluencer Und ich denke mal, dass das die Folge von diesen perfekten Bubble-Fashionbildern ist.
00:29:22: Die sich so langsam übersehen haben.
00:29:25: Also man kann damit Tonne Sachen machen!
00:29:28: Wenn ich mit meinen Beiträgen auf Social Media vor allen Dingen vielleicht sogar auf LinkedIn ein Sickfluencer... Das ist interessant, das übernehme ich mal.
00:29:42: Schnauze voll von irgendwelchen... Ich habe irgendwann mal jemanden, der war wahrscheinlich Sickfluencer bevor es das Wort überhaupt gab.
00:29:49: Der hat gesagt Mode ist das was man ein paar Jahre später als billig erachtet und abtut.
00:29:54: Das fand ich auch interessant
00:29:57: Irgendwann bei TK Max
00:29:59: Ganz genau.
00:30:00: Aber ich würde gerne... Dann kaufe ich das!
00:30:03: Oder es ist auf irgendwelchen Bildern drauf, in denen man selber an der Pubertät war und man denkt sich okay die Bilder lasse ich selbst dreißig Jahre später verschwinden weil sie mir echt peinlich sind.
00:30:12: Inklusive Frisur.
00:30:14: Ich war da ja radikal.
00:30:15: Ich habe jetzt gar keine Haare mehr damit keiner auf die Idee kommt ich hätte mal welche gehabt und egal wie ich sie getragen habe.
00:30:20: aber du hast ja nicht nur dieses Nirvana-Projekt gemacht Es gibt ein zweites Projekt indem du das ganze weitergeführt hast und zwar hast du als Ich weiß nicht, geborenes Dorfkind.
00:30:31: Du kommst auch aus dem Krankenhaus.
00:30:33: Hausgeburten war ja ein paar Jahre früher.
00:30:36: Du hast ein virtuelles Dorf mit einem virtuellen Dorfleben erschaffen?
00:30:41: Genau!
00:30:41: Also ich bin auf den Dorf aufgewachsen.
00:30:46: Vierhundertfünfzig Einwohnerinnen, siebzigtausend Legehennen... Die Infrastruktur bestand in Gänze also wirklich in Gänser aus der Kneipe im deutschen Haus.
00:30:56: No joke Alkohol, alkohol.
00:31:01: ÖPNV gab's nicht?
00:31:04: Der Besuch des Gymnasiums war für Dorfkinder... Es
00:31:07: bestand alles aus Trinker-Innen!
00:31:09: Ja genau.
00:31:11: und dann gab es so diese eine langgezogene Kurve die nach manchen Schützenfesten für den ein oder anderen tatsächlich im Krankenhaus oder auch tödlich geendet hatte und das war so ne Schwundesimmerethiküt.
00:31:27: Long story short...
00:31:29: Fleisch ist mein Gemüse.
00:31:31: Ja, also
00:31:32: für meinen Bruder fand's toll!
00:31:38: Also von meinem Bruder bedeutete das Freiheit mir das Gegenteil.
00:31:42: und die Frage ist wer hat recht?
00:31:43: Natürlich hat keiner Recht.
00:31:45: einer fand es toll, einer fand scheiße.
00:31:47: Das heißt unsere Erinnerungen sind auch extrem unterschiedlich Und ich hab damals fotografiert.
00:31:54: Allerdings haben wir vorhin gesagt, ein Foto hat immer eine Agenda.
00:31:58: Wenn ich fotografiert habe war es natürlich nicht romantisierend.
00:32:02: Ich hab die Schützenfeste so fotografiert, dass ich saufen fotografiert hab mit alles drauf und
00:32:07: schaue.
00:32:09: Du hast gerade gesagt wer hat recht?
00:32:11: Es sind wieder beim Spiegel.
00:32:14: Es gab was ich ganz spannend finde, es gab letztes Jahr zum Oktoberfest haben die jemanden dahin geschickt oder eine Dame, die darüber berichtet hat.
00:32:25: Und was ich... Ich hab mir das angeguckt und ich habe mir das durchgelesen und habe gesagt ja, ich weiß wie du es auffasst, was du da siehst Ja?
00:32:34: Ich weiß auch wie ich das auffasse weil wir wahrscheinlich in einer gemeinsamen Bubble aufgewachsen sind.
00:32:40: Die Frage, die ich mir in dem Moment gestellt habe ist muss man jemandem aus Hamburg, Altona oder wo auch immer da hinschicken um übers Oktoberfest zu spielen wenn man davon ausgeht.
00:32:53: Wir sind die Bubble ja und zwar gibt es siebenundneunzig Prozent der Leute die das eigentlich ganz geil finden auf dem Oktober festzusehen und dass das finde ich doch immer so ein bisschen schwierig.
00:33:02: Mein Bruder ist so'n Fall!
00:33:04: So, das heißt ich hab dann gesagt... Nee
00:33:06: wir sind der Fall?
00:33:07: Ja naja gut mein Bruder is.. Wir sind Fallfall, wir finden es, es da gibt uns nix.
00:33:13: Mein bruder ist der Fall Alter ist das Geil So.
00:33:16: Und dann habe ich mir gedacht, okay die Fotos haben eine Agenda und wenn ich das aber, dass die erzählen auch nicht alles.
00:33:23: Das heißt, ich kann jetzt generative KI nutzen um das zu Ende zu erzählen?
00:33:27: Dann hab' ich mir gedacht wie langweilig!
00:33:31: Das wäre ja nur meine Perspektive.
00:33:33: Das heisst, ich hab meinen Bruder verhaftet... Guck mal, das ist da, das is einfach.
00:33:39: Ich will von dir auch was.
00:33:41: Das klingt jetzt erstmal geil, aber es harpert natürlich in der Umsetzung.
00:33:45: Weil so easy zu bedienen ist die Kainu doch nicht!
00:33:48: Das heißt ich habe dann gemacht und ihm zur Freigabe geschickt.
00:33:52: Ich hab mich mit ihm verabredet und mit ihm zusammengemacht.
00:33:54: Und wenn nach drei Versuchen so ein Bild dann doch nicht so ist wie er sich das denkt, dann hat er was auf dem Herd und so... Das heisst trotzdem arbeite ich sehr daran dass die Bilder, die von ihm sind wirklich seine Perspektive haben.
00:34:07: Da hat er eine Geschichte gemacht die ähnlich funktionieren wie in der Warner-Geschichte.
00:34:14: Und zwar das erste, was mein Bruder einfällt an unsere Dorfkindheit.
00:34:18: Also das erste was mir einfällt ist dass ich zu Weilen per Anhalter den Schulweg bewältigen musste weil es sich anders ging.
00:34:25: Das fällt meinem Bruder auch ein aber anstelle zehn.
00:34:29: Dem fällt ansteller eins ein, dass wir geile Freibadmachmittage im Dorf neben dran hatten.
00:34:34: Das fällt mir anstellen drei vier fünf sechs ein.
00:34:37: Und mein Bruder hat diese Freibadnachmittage visualisiert und das sieht zumindest stand Mitte vierundzwanzig, als wir das gepromptet haben genau wie in der Warner auch aus.
00:34:46: Wie Fotografien gemacht in den mittleren Achtzigern in so einem Freibat auf dem Dörben.
00:34:54: Also du riehst die freibad Pommes oder die bunte
00:34:56: Tüte?
00:34:56: Du riechst die freibrade Pommes, die bunten Tüten und das Chlor und du hörst das Kinder quietschen!
00:35:02: So sehen sie aus.
00:35:03: aber... Und das kauft man den Bildern auch ab, obwohl man heute die Kinken sieht.
00:35:09: Zum Beispiel ... Weil ich dasselbe gemacht hab wie bei den Warner-Bildern.
00:35:14: Ich hab sie ausbelichtet und in ein Fotoalbum geklebt.
00:35:16: In so'n achtziger, neunziger Foto-Album.
00:35:18: Da kaufst du's den Bilden noch ab?
00:35:21: Wenn ich sage, Leute überlegt mal!
00:35:23: Wie viele Kinder im Alter, in dem mein Bruder und ich damals waren, hatten eine Kameraden Freibad?
00:35:29: Und haben da
00:35:30: fotografiert?!
00:35:31: Null
00:35:31: Das geht gegen null!
00:35:33: Erstens Und zweitens, guck mal.
00:35:36: Habt ihr schon mal gesehen?
00:35:37: Dass euch ein Kind mit drei Armen vor dir in seiner Kamera springt.
00:35:40: Das hab ich da nämlich auch drin von dich mega.
00:35:42: Habe ich nicht rausgenommen um diesen Bruch zu belassen und es fällt einfach niemandem auf wenn sie abgezogen sind.
00:35:50: Wenn man die jetzt sieht, am Bildschirm würde es heute auffallen aber nicht in abgezogen.
00:35:54: Da fällt das den Leuten nicht ab.
00:35:55: Ah,
00:35:56: das ist spannend!
00:35:57: Riechendes Album hat... Also es hätte einen kurzen Zeitpunkt gegeben, in dem man diese Bilder überhaupt hätte machen können.
00:36:04: Und zwar so Anfang der Nullerjahre als die Leute so diese kleinen DigiCamps hatten und eine Freibad fotografiert haben.
00:36:09: Heute wenn du heute in einer Kamera rauspultst und eine freibad Fotografie ist dann wirst du doch sofort ausmessen?
00:36:16: Ja gut das geht nicht mehr.
00:36:18: Das Thema ist durch.
00:36:18: Man muss auf jeden Fall vor die Einführung der Datenschutzverordnung... Diese Fotos
00:36:25: kann es gar nicht geben.
00:36:26: zum Zeitpunkt achtziger Jahre jetzt sie nicht geben können.
00:36:29: Kleiner, kleiner Slot um die Nullerjahre rum.
00:36:32: Der hätte es dir geben können aber ab jetzt ja auch nicht mehr.
00:36:35: Aber ein ganz kleiner.
00:36:36: weil das nämlich anfing glaube ich zwei, zwei, drei, zwei vier dass du sobald du einen Kind nur auf dem Bild hattest brauchtest du die Einstellungserklärung der Eltern.
00:36:44: Das war relativ früh.
00:36:46: Das waren noch deutlich vor DSGVO.
00:36:48: Ich habe da viel für eine Lokalzeitung fotografiert zwischendurch und es hat mich wahnsinnig gemacht dass das von einem Tag auf den anderen sich dann so verändert hat.
00:36:56: genau
00:36:56: Genau deswegen fand ich diese Idee von meinem Bruder mit dem Freibad so geil, weil das eigentlich etwas zeigt was nicht möglich ist.
00:37:04: Aber ihr habt ja jetzt dann.
00:37:06: also du hast jetzt zwei von diesen ich sag mal erfolgreichen Projektideen.
00:37:14: erfolgreich in dem Sinne als dass das was da hinten rausgekommen ist nämlich das wie das kommuniziert nicht nur auf eine sehr ähnliche Weise funktioniert, sondern eben es funktioniert einfach.
00:37:25: Die Frage die ich mir an dem Moment stelle ist in welchem Kontext könnte man das zum Beispiel nutzen?
00:37:30: Weil das ist ja.
00:37:33: also ich empfinde dass als eine sehr künstlerische Herangehensweise.
00:37:37: Also ich empfehle das auch weniger als Kaid und für mich ist das mit dem was es bewegen was dahinter stecken was der konzeptionell würde ich das.
00:37:46: der erste Begriff der mir einfällt ist Kunst.
00:37:48: Punkt Ja, genau.
00:37:51: Und
00:37:52: so muss ich das auch...
00:37:53: Also für mich würden tatsächlich diese beiden, ich nenn's mal Fotoalben abgegrabbelt und wer weiß was nicht?
00:38:01: Vielleicht so ein Retro-Ding, was man irgendwo hinkriegt.
00:38:03: Für mich wären das zwei Aufsteller in Deichtohallen zum Durchblättern.
00:38:10: Genau!
00:38:11: Leute, ruft mich an.
00:38:14: Ich lege das da gerne hin.
00:38:15: Ja, ich glaube da fällt mir ein Name ein.
00:38:17: Vielleicht kann man eine Verbindung herstellen?
00:38:18: Ne aber was ich mich dann frage ist... Also das sind wie gesagt die erste Möglichkeiten mit KI wo ich sage oh Mensch!
00:38:26: Das ist interessant weil es eben wirklich nicht einfach nur ne Fortführung der Fotografie ist wofür's viele ja nutzen im kommerziellen Bereich sondern Die einzige Nutzung.
00:38:38: und da habe ich auch mit Klaus, deshalb sind wir da ja auch drauf gekommen.
00:38:41: Dann müssen Sabine sofort einladen.
00:38:43: Das kann jetzt auch nicht mehr warten das muss sich sofort eigentlich dahinten dran.
00:38:48: Das ist eine der wenigen Sachen wo ich sage okay da wird es wirklich fortgeführt.
00:38:52: die Frage die ich mir stelle als kommerziell ich sag mal jetzt nicht Profifotograf sondern kommerzieller Fotograf.
00:39:02: wie ist dieser Bereich kommerzialisierbar?
00:39:05: Das ist eine gute Frage, ich denke mal im künstlerischen Bereich.
00:39:14: Ich habe begonnen das ein bisschen zu kommerzialisieren, indem ich über diese Dinge Vorträge halte
00:39:19: und die
00:39:21: auch nicht mehr für umsonst mache.
00:39:23: Am Anfang habe ich die für umsonst gemacht und jetzt sage ich, tut mir leid, ich hab'n toxisches Konsumverhalten wohl eine Familie zu ernähren.
00:39:31: Aber
00:39:31: ich hab doch'n kleines Budget!
00:39:33: Ja, genau.
00:39:33: Da haben wir's gemeinsam.
00:39:36: Wenn ich hier jetzt anrausche, dann schreibe ich eine Rechnung.
00:39:38: Aber natürlich bildet es das noch nicht ab!
00:39:41: Also für die ... Ich hab Stipendium gekriegt... Für die Dorfbummsgeschichte hatte ich irgendwann das Arbeitsstipendum des Bundes.
00:39:49: Wie heißt die Geschichte?
00:39:51: Village Image.
00:39:52: Also okay, weil ich ... Okay, Dorfbums war der Arbeitstier.
00:39:56: Ja, also
00:39:58: Village Image heißt das.
00:40:02: Und ich muss halt zu sehen, dass ich das tatsächlich auf dem... Dass ich in den Kunstmarkt reinkomme.
00:40:08: Das ist das Ziel damit denn mir fällt nicht ein wie man das jenseits von Vorträgen tatsächlich im Bildungsbereich, im Wissenschaftlerletztevortrag den ich gehalten habe fand beim Bündnungsministerium Schleswig-Holstein statt.
00:40:22: da ging es zwar um KI in der Kunst aber die sind wirklich darauf eingestiegen Tatsächlich, wie real Bilder sind.
00:40:30: Wie man Leute da überhaupt ran führt und so.
00:40:33: Das ist tatsächlich ein Markt wo ich jetzt rein muss.
00:40:37: Wo ich auch nach unserem Termin noch einen Telefontermin habe.
00:40:42: Du tust Gutes und sprichst darüber aber mit dem Produkt selber das zu kommerzialisieren?
00:40:47: Das ist erstmal schwierig!
00:40:50: Ja, ich denke mal dass es schwierig... Also das war jetzt ein paar Mal ausgestellt.
00:40:55: Ich betreibe das auch weiter.
00:40:57: Also ich habe das Gefühl, mein Bruder und ich sind noch nicht ganz fertig.
00:41:01: Es hat eine ganz lustige Ausgründung Und zwar DJ Torben.
00:41:06: DJ Torb war ein DJ der halt die Schützenfeste eskaliert hat und dessen Traum ist es einmal den Ballermann aus so einem Angeln zu heben.
00:41:14: Das ist DJ Torbin!
00:41:15: Und ich hab' die Lieder, die damals so gespielt wurden.
00:41:19: Die mache ich halt mit KI und DJ Torban hatten Spotify-Account, wenn ihr nach DJ Torben sucht und euch das anhört.
00:41:27: Entschuldige ich mich im Vorfeld für blutende Ohren weil ich denke mal dass unsere Bubble diesen Podcast hört.
00:41:35: Da würde ich ganz gerne einhaken und einen zu rückspulen, weil das womit du mich gerade am meisten begeistert hast ist dass du dieses Dorfding zusammen mit deinem Bruder gemacht hast um die zweite Perspektive da draufzukriegen.
00:41:48: Habe ich nicht mitgerechnet nachdem ich DJ Torben gehört habe weil ich hab natürlich auf diesen Tag vorbereitet was ich gedacht habe.
00:41:55: Das ist so ein bisschen wie es gibt Menschen oder auch Politiker, oder wie auch immer.
00:42:02: Die sind so drüber dass es nicht möglich ist sie wirklich zu parodieren weil sie selber ihre eigene beste Parodie sind.
00:42:10: und bei DJ Tom dann habe ich mir den angehört und hab also Ich habe dadurch lange darüber nachgedacht weil ich da das Gefühl hatte Dass man Genre versucht zu parodiën was gar nicht mehr zu parodyen is und hat in dem Moment tatsächlich im ersten moment gedacht Okay, Sabine ist Künstlerin.
00:42:33: Gut steuerrechtlich bin ich das auch aber bei der ich das Gefühl du bist wirklich kreativ?
00:42:37: Ich verdiene damit ja nur mein Geld.
00:42:39: Das
00:42:40: würde ich aber mal so nicht stehen lassen...
00:42:41: Ich weiß da können wir aber gleich!
00:42:43: Ich muss den Satz erst zu Ende führen um den Bogen zu spannen weil die Sachen die du machst egal was du mach ich guck mir das an und denk mir okay krass es sind sogar eine Idee wäre ich nicht drauf gekommen.
00:42:54: Aber in dem Moment habe ich mir das angehört und hab gedacht Das ist der Moment, wo du oder wir als Künstler auf so ein Dorf schauen.
00:43:04: Oder auf eine Kultur schauen.
00:43:07: Ein bisschen von oben herab.
00:43:09: Oder kommt das auch aus der Kultur raus?
00:43:14: Wie hoch war der Anteil deines Bruders an DJ Tom und Variante zwei wenn er nicht dabei war was hat er dazu gesagt?
00:43:23: An DJ Tom ist sein Anteil tatsächlich null Und er hat dazu gesagt, aha aber da geht es ja echt schiel um Alkohol.
00:43:35: Also mein Bruder ist ein kluger Kopf, aber er denkt halt nicht künstlerisch so dass das natürlich einen Kommentar ist zu dem, das ist ihm so nicht aufgefallen.
00:43:47: also ich hätte jetzt ein bisschen das Gefühl Das Musikgegenstück dessen gewesen, was die Spiegelrelekteuren aus Hamburg-Altona auf dem Oktoberfest in München...
00:44:02: Aber es ist natürlich auch mit diesem Verständnis.
00:44:04: Weil sie haben ja alle irgendwie die Frau gesucht und so und sie da nicht gekriegt weil die hauen ja alle ab, die Frauen vom Dorf und die Männer bleiben dann zurück.
00:44:14: Das ist das eine und das andere... Was wollte ich?
00:44:16: Ich habe ihn Faden verloren!
00:44:17: Oh, Entschuldigung!
00:44:18: Ah, das andere DJ Torben war er jetzt lang in Follerhund.
00:44:22: Also die Ballade Korn im Tank ist jetzt ein Jahr alt und derzeit arbeitet DJ Torben an einem Song, der so'n bisschen seine Herkunftsgeschichte erzählt und zwar heißt sie Versificator Meine Mutter.
00:44:38: Und das geht darauf zurück dass George Orwell im Jahr nineteen-achtentvierzig also neunzeintvierend achtzig Schöner Dreher aber da hat wirklich neunzent viertet den Roman neunzart vierhnachzig geschrieben Und in fournachtzig werden so als Seitenstrangen diversifikatoren beschrieben.
00:44:56: Diversifikaturen sind tatsächlich die Technik, mit der der Low Content erstellt wird den die Menschen zu konsumieren haben.
00:45:04: also irgendwelche Liebesromane werden mit einer generativen KI erzeugt.
00:45:09: Songs were mit einer generativen KI erzeugt.
00:45:11: Das gibt eine Stelle.
00:45:12: Moment, das hat George Orwell in ...
00:45:15: Ja und die Techniker heißt Versifikator?
00:45:19: Und da gibt es eine Szene in ... Mit dem Protagonisten Winston und seiner geliebten Julia.
00:45:27: Die treffen sich ja immer... Nicht
00:45:29: dein Ernst!
00:45:33: in so einem gemieteten Zimmerchen über einem Antiquitätenladen, in diesem Bronze-Stadtteil.
00:45:38: Da halt nicht offiziell nicht so bewacht ist und dann nach dem Vollzug steht Winston... Also nach dem Liebesvollzug sozusagen steht Winston am Fenster und guckt in den Hof?
00:45:49: Ist aber sehr unromantisch ausgedrückt!
00:45:51: Okay, gut.
00:45:52: Nimm was Romantisches!
00:45:55: Danach steht ein Fenster und guckt in den Hof und beobachtet eine Frau aus der proletarischen Schicht beim Wäsche aufhennen.
00:46:02: Und die trellert so einen DJ-Torben-Pop-Song.
00:46:05: So einen DJ Torben-Love-Pop Songtreller, die vor sich hin.
00:46:09: Und da reflektiert er darüber diese Technik, was das ist... Und da beschreibt er, finde ich die generative KI von heute zu diesem Erzeugen von Low-Content.
00:46:20: Deswegen macht DJ Torben gerade ein Song der heißt Versificator meinem Mutter.
00:46:25: Da darf ich... Nein, lasse sich zuerst zu Ende!
00:46:28: Naja
00:46:29: und das im Prinzip zeigt was die Aufgabe der generativen KI ist im künstlerischen Bereich.
00:46:34: sie erzeugt einen Content wo man denkt.
00:46:37: dafür ist künstlersche Energie eigentlich auch zu schade.
00:46:40: also Stockbilder zum Beispiel.
00:46:44: keine Künstlerinnen oder eine Werbung für eine Margarine.
00:46:49: Kann man künstlerisch machen, wenn dann wirklich hohe künstlische Ansprüche oder wenn man was Besonderes machen will?
00:46:54: Aber wenn die so nebenher trullern soll, warum soll das nicht eine KI machen und die Menschen... wirklich künstlerisch arbeiten?
00:47:03: den menschen die das bislang gemacht haben können andere sachen machen.
00:47:06: in der zeit also in der hoffnung dass man da
00:47:09: würde man ja davon ausgehen, dass all diese sachen auch vorher schon von künstlern gemacht worden ist was ich im fall von fahrstuhlmusik deutlich bezweifeln möchte.
00:47:18: Ja weiß ich also die leute finanzieren sicher quer ne?
00:47:20: Ich habe meine künstlersche arbeit gemacht und hab jobs gemacht ums quer zu finanziert.
00:47:26: Da wäre meine frage an der stelle aber wie viele leute kennst du?
00:47:31: Und ich glaube, es ist relativ wenig.
00:47:32: Wenn man sich das insgesamt jetzt anguckt auch mit Fotografen, Fotografen in der Zufällig auch gemeinsam in einem Berufsverband.
00:47:41: also die Frage ist wie viel dieser Arbeiten tatsächlich, die man tatsächlich als künstlerisch bezeichnen könnte und was passiert wenn diese Sachen für die man eigentlich auch vorher keine Ja künstlerischen Fähigkeiten gebraucht hat, wenn die jetzt alle technisch ersetzt werden.
00:48:03: Weil das ist ja das Problem dabei!
00:48:04: Vorher hat es trotzdem irgendjemand gegeben... der war Musiker in seinem Berufsverband und abends auf der Party.
00:48:11: Ja ich bin Musiker und dann stellt sich heraus, da macht er fast Schulmusik.
00:48:15: Die performen aber also.
00:48:16: DJ Torben hat natürlich auch ein Instagram-Account.
00:48:20: Also einen Spotify-Konten-Instagram-Accout und auf seinem Instagram-account ist er im Austausch mit Andern DJs, also mit DJ Beer, Schiss und mit Icke Hüftgold usw.
00:48:30: Und wir schlacken auch ne?
00:48:34: Die Träume dieser Musiker sind unseren Träumen nicht unähnlich!
00:48:38: Also wir träumt doch alle davon mal angefragt zu werden dass wir in Aal hängen.
00:48:43: die Idee fetten wir alle total geil so Die Icke Hüftgolds und DJ Bier Schisses.
00:48:50: dieser Welt träumen alle davon, dass sie nicht nur im Schützenfest im Nachbardorf den Laden aus den Angeln heben.
00:48:57: Nur
00:48:57: die wollen sich mal ins Bett im Kornfeld legen!
00:49:00: Ja und die wollen auch dem Ballermann aus den angeln hebe.
00:49:03: Also im Prinzip ist das das selbe wie wir und diejenigen, die das hauptberuflich machen... ...die sind auch in der KSK sozial versichert?
00:49:11: Ne doch klar!
00:49:14: Also, wir müssen da mal so ein bisschen... Ich
00:49:17: muss dann mal den Jürgen Dreefs fragen.
00:49:19: Ja, garantiert!
00:49:20: Wir müssen da auch unser Nimbus ablegen.
00:49:23: also ich finde solche Musik natürlich grenzwertig.
00:49:28: Die Krönung deines Projektes wäre es wenn du es schaffst DJ-Torben bei der KSH durchzubekommen
00:49:35: Das wär geil, das wär sehr cool und an den Ballermann zu kriegen wo
00:49:40: beides spielt Die Frage, was ist schwieriger?
00:49:45: Die KSK zu überließen oder den einen Ballermann zu kriegen.
00:49:51: Das wäre tatsächlich eine spannende Frage!
00:49:54: Genau das wäre auch so ein Kunstprojekt.
00:49:56: die KSk zu überlisten nehmt den DJ Torben als.
00:50:00: ich versuch das mal.
00:50:01: Als
00:50:03: Künstlerin ist mir das gestattet.
00:50:06: Liebe Hörer aus dem Umfeld der KSKA Lass uns das als Aufgabe und Projekt nehmen.
00:50:12: wir Halt darüber alle stillschweigen und werden gucken was passiert.
00:50:17: Ich
00:50:17: probiere das mal, wer weiß?
00:50:19: Aber jetzt muss er erstmal versivikator meine Mutter fertig kriegen.
00:50:22: Obwohl es natürlich schon sehr intellektuale Überbau über DJ Torben ist.
00:50:30: Ich erinnere mich dass so das Projekt... Weiß bis heute nicht.
00:50:36: Also für mich ist ja Kunst an manchen Stellen auch ganz einfach, ne?
00:50:42: Das was du mit Nirvana gemacht hast das ist für mich Kunst weil du eine spannende Sache erzeugt hast und es wirklich auch spannend ist Und weil es eben nicht nur unserer Bubble was gibt sondern du plötzlich Feedback außerhalb dieser Bubble gibst.
00:50:53: D.h.,
00:50:53: es ist nicht Kunst für unsere Bubble Es ist Kunst.
00:50:56: die hat wirklich komplett in der Gesellschaftsbreite funktioniert.
00:51:00: Ja, aber das ist die Seite des
00:51:02: Elfenbein-Turms.
00:51:03: Das ist dieseits des Elfentürs und jenseits des Elfinbein Turmchen.
00:51:06: Und das ist bei dem virtuellen Dorf genauso.
00:51:08: Das sind diese beiden Sachen, warum ich sie wirklich großartig finde, weil ich hab jetzt zum Beispiel ... Ich weiß nicht wo du Kunst studiert hast?
00:51:13: Ich habe es an der Volkwange gemacht... Und da waren halt viele Projekte, wo ich dann immer gedacht habe, da hab' ich dann seitendlange Konzepte gesehen für ein Bild!
00:51:20: Dann hat mich gefragt okay was wird zuerst da, das Bild oder das Konzept?
00:51:25: Aber wenn das Konzip zuerst war trägt das Bild das Koncept und zweitens das Ganze auch immer so eine ästhetische Komponente.
00:51:31: oder wie es einen Assistent von mir, der mittlerweile Psychologie studiert mal schön formuliert hat.
00:51:37: Ich weiß gar nicht ob wir in einer Ausstellung standen oder nicht, er hat gesagt warum muss Kunst eigentlich immer so scheiße aussehen?
00:51:45: Den Satz fand ich ganz großartig.
00:51:47: über den denke ich lange nach.
00:51:49: und es gibt ein Bild vom Kommiliton von mir der immer noch als Fotograf arbeitet, als einer der Winning und von dem ich die arbeiten auch sehr schätze.
00:52:00: Der hat ein Projekt gemacht.
00:52:02: das habe ich nicht verstanden.
00:52:03: Das steht für mich aber sinnbildlich für diese ganzen Geschichten.
00:52:06: Und zwar war da ganz großformatisch aufgezogen Ein Stück Rasen und da war glaube ich noch ein Gänseblümchen mit drauf.
00:52:15: Ich weiß nicht ob so leicht unscharf war und ich hab davor gestanden hab gedacht es sieht so ein bisschen so aus als wenn irgendwie einem Kind die Kamera runtergefallen ist und hat auch verhälfte aus versehen ausgelöst.
00:52:26: So, der Witz war aber das Datum wann dieses Bild gemacht worden ist wenn ich mich richtig entsinne.
00:52:34: gerne wenn jemand dabei war kommentarisch schreibt mir überhaupt.
00:52:38: Und zwar ist dieses Bild im Januar oder Februar gemacht worden.
00:52:43: Das heißt, es hätte in dieser Zeit gar nicht entstehen können an diesem Ort!
00:52:46: Das heißt er ist tatsächlich beigegangen und hat diese Grassohde im Sommer- oder Spätsommer gestochen... ...hat die über den Winter gepflegt und weiter gepflegt um sie entwurzelt von ihrem eigentlichen Zusammenhang im Allerwassen des Wortes in dieserzeit zu fotografieren.. ..und damit die Tiefe dessen unfassbar langes Konzepten.
00:53:04: ich habe davor gestanden und hab gedacht okay das muss man wollen Das muss man mögen.
00:53:10: Und der Witz war aber, dass die Arbeiten in diesem universitären Kontext viel besser fotografiert haben als meine, wo ich dann ein Ehr immer gestanden habe und mir die Mangelne Auseinandersetzung mit der Fotografie vorgeworfen wurde.
00:53:23: Und das war so den Moment, wo Ich gemerkt hab okay es fehlen mir zu vielen Sachen der Zugang.
00:53:28: also ich verurteile das nicht oder möchte das gar nicht bewerten Aber Es ist halt einfach, ich stehe da vorenhabe, ich kann nichts damit anfangen Und das ist der Unterschied zu diesen Sachen, die du gemacht hast gefühlt hat.
00:53:38: Ja!
00:53:39: Die sind so breit gefasst dass selbst ich damit was anfangen kann, dass das wirklich etwas mit mir macht.
00:53:45: Ich glaube es hat auch etwas mit einem Spaßfaktor zu tun.
00:53:50: also das ist ja auch lustig.
00:53:53: So.
00:53:54: Die Village Image Geschichte hat auch was Lustiges.
00:53:57: Und die Nirwana-Geschichte hat halt für Leute auch.
00:54:00: unser halb unserer Bubble, was emotional ist war halt auch außerhalb unserer Bubble nirvana prägend war... ...für Leute unseres Alters?
00:54:14: Ja!
00:54:17: Aber wie gesagt es ist einfach eine großartige Arbeit, eine große Möglichkeit der KI an der Stelle machen können.
00:54:27: Aber um die Frage von vorhin, das ist ja so meine Lieblingsfrage in meinem Kollegen Off the Record wo du gesagt hast macht es viel mit Vorträgen.
00:54:34: ich rede KI.
00:54:36: was man damit machen kann gibt Workshops war eben auch die Frage Kann man davon leben?
00:54:43: Also von diesen ja was sind Illustrationen?
00:54:46: Kann man das Illustration nennen?
00:54:51: Ich würde einfach sagen Visualisierung
00:54:54: Lassen die sich einzeln raus kaufen eigentlich?
00:54:57: Wahrscheinlich schwierig, weil es ist ja immer ein Gesamtprojekt.
00:55:02: Da würde ich mal sagen... Es kommt drauf an!
00:55:05: Wie viel man dir bietet?
00:55:07: Erstens wie viel man mir bietet und ich bin total käuflich.
00:55:11: Aber es wäre natürlich cool, wenn ich dieses Album als Album verkaufen könnte.
00:55:15: Und wenn ich DJ Torben tatsächlich so weit kriege dass der in die KSK kommt wer weiß?
00:55:21: So was würde mir Spaß machen!
00:55:23: Also und... Ich back da im Moment wirklich viel Zeit rein.
00:55:28: und wenn du fragst, wovon ich lebe, ich habe im Moment zwei Arbeitsstipendien für Projekte, die ich mache für Freie und ansonsten Thorsten Rota, der bei dir war.
00:55:40: Der hat so eine schöne Querfinanzierung genannt.
00:55:42: Der gibt Unterricht in Schulen richtig?
00:55:44: Ja, Unterricht nicht.
00:55:46: Er ist tatsächlich Schulbegleiter.
00:55:48: Das heißt es ist so wenn du Kinder hast die im normalen Schulkontext nicht alleine funktionieren.
00:55:54: das kann einmal freien körperlicher Ebene sein also ich weil zum Beispiel letzte Woche schwimmen und dann hast du offensichtlich einen Schulbeleiter der eben das Kind praktisch bis zum Becken fährt.
00:56:04: Und das kann aber auch, also ich weiß das von dem Freund von mir.
00:56:08: Das kann aber sein wenn du jetzt ein Kind testet was zum Beispiel im Heim ist und einen schwierigen Hintergrund hat und einfach Anpassungsschwierigkeiten im Normal-und-Richt hat dann kann auch das sein dass du da ein Schulbegleiter hast.
00:56:21: ja
00:56:22: Genau und Ich finde das seit Corona.
00:56:26: Also ich habe schon während meiner ganzen fotografischen Laufbahn trotzdem weiter Arbeiten im Bereich der Art Direction Editorial Design und so gemacht.
00:56:38: Das war mein Job zu Studienzeiten, und ich habe das halt einfach nie komplett an den Nagel
00:56:44: gehängt.".
00:56:45: Und habe das innerhalb der Fotografenbubble aber nie kommuniziert.
00:56:50: Weil ich mir immer den Schuh angezogen hab, du bist nicht konsequent wenn du das trotzdem noch weiter machst weil du mal zwischendurch eine Rechnung schreiben kannst ne?
00:56:59: Das war halt ein stetiger Geldfluss und kein Sohn-Auf-und-Abgeld plus wie in meinem Fall bei der Fotografie.
00:57:06: Erst seit Corona denke ich, dass es eigentlich blöd war, dass ich mir diesen Schuh so angezogen habe Von wegen, ich darf das nicht kommunizieren.
00:57:15: Ich mach das
00:57:15: weiterhin.".
00:57:17: Und anders als vor Corona gebe ich es aber sozusagen auch zu, dass sich Rechnungsschreiber verarbeiten als Artdirektoren?
00:57:27: Ja!
00:57:29: Ich glaube sowieso, dass ist sehr wichtig, darüber zu sprechen.
00:57:32: Weil ich glaube, es gibt deutlich mehr Fotografen die mehr gleisig fahren, als man denkt.
00:57:38: Also einfach auf, weil sie's müssen.
00:57:41: Hält dich?
00:57:42: Bis
00:57:42: Corona, nie gedacht.
00:57:44: Bis Corona dachte ich ... Ich wär die Einzige!
00:57:47: Weil alle,
00:57:48: die das tun, dass auch gefühlt bis Corona so gemacht haben wie ich.
00:57:53: Innerhalb der Grafika-Bubble ...
00:57:55: Was hat sich verändert in dem Moment?
00:57:57: In dem Moment hat sich tatsächlich verändert, dass ich während Corona noch Jups hatte.
00:58:03: Also weil Grafik ja nicht von physischer Präsenz abhängig ist.
00:58:08: Ja, also was ich festgestellt habe ist dass sich... Da hab' ich mit der Lea Bedmann schon mal drüber gesprochen und auch mit einigen anderen.
00:58:18: Dass ihr das Schöne, dass ich in diesem Podcast einfach alles fragen darf!
00:58:22: Und wo es eben grundsätzlich um männliche und weibliche Kommunikation geht, was Erfolg im Job angeht?
00:58:28: Und dass meine persönliche These ist, dass unfassbar viele Männer gibt, wo's nicht ganz so läuft wie sie's eigentlich gerne hätten, was ja auch vollkommen normal is'.
00:58:37: und dass die Kommunikation nach außen aber eine andere ist.
00:58:40: Das heißt, du hast ne Grundfassade, du hasst ne Internetseite... Du hasst dies, duhasst das,... ...du hasst jenes und du bist natürlich Fotografen.
00:58:47: Überall wurde bis tauchst du auch auf als Fotografen.
00:58:49: Du sprichst als Fotographen und Fotographen usw.
00:58:51: Und die Frage an der Stelle, wenn man sich jetzt fragt was professionell is', dann heisst es ja auch, dass man damit sein nicht nur, dass ein gewisses Qualitätslevel hat sondern eben auch damit sein Geld verdient.
00:59:03: Ich habe das Gefühl, dass dieses Fassade bei ganz vielen sehr lange gehalten hat und das Corona dann der Punkt war, wo das angefangen hat zu brückeln.
00:59:14: Wo dann mehr gesagt haben okay ist doch nicht so.
00:59:17: oder dass es einfach die letzte Möglichkeit diese Fassade zu halten gefallen ist weil's plötzlich allen ganz offen sichtig oder fast allen schlecht ging und man dann die Möglichkeit hatte zu sagen ja ich auch was wo man nicht.
00:59:33: ich auch sagen konnte vorher
00:59:36: Genau und ich habe das ja auch immer gerne gemacht.
00:59:38: Ich mache es ja auch nach wie vor gern, ne?
00:59:43: Es ist ja letztlich Artverwandt und du hast eine bestimmte Fläche oder einen bestimmten Zeitstrahl wenn's um ein Video geht.
00:59:50: die musst Du gestalten auf einer Art und Weise dass es was erzählt.
00:59:54: So
00:59:55: d.h.,
00:59:55: grundsätzlich ist die Aufgabe ja eine ähnliche Das ist ja nicht komplett artfremd bis Corona, wenn man das tatsächlich auf männlich-weibliche aufteilen kann.
01:00:07: Das kann ich nicht beurteilen.
01:00:09: aber wenn das so ist dann hatte ich da bis Corona anpflichtestosteron und habe die grafischen Aufgaben in meinem fotografischen Umfeld verschwiegen.
01:00:20: umgekehrt tatsächlich nicht.
01:00:22: also vielleicht hab ich der Fotografenbabel auch unrecht getan aber ich hatte immer das Gefühl da herrscht so Nimbus Wenn du nicht hundert Prozent deiner Rechnung für Fotografische leist und schreibst, dann bist du kein Fotograf.
01:00:37: Ja?
01:00:38: Das klingt interessant!
01:00:40: Und wahrscheinlich war das gar nicht so.
01:00:43: Wahrscheinlich habe ich mir den Schuh angezogen ohne dass sich irgendwie hätte anziehen müssen.
01:00:47: Kann ich mir durchaus vorstellen, dass ich den Leuten auch ein bisschen Unrecht getan hab immer gedanklich...
01:00:52: Ja aber es gibt tatsächlich also gerade unter denen die sage ich mal auch so einen Unternehmer gehen haben.
01:00:58: da gibt es immer einige die eben parallel in der Arbeit was aufgefallen ist, das müsste man eigentlich mal ausprobieren.
01:01:04: Es gibt zum Beispiel den Immanuel in München, der irgendwann bei sich am Set gesagt hat, dass doch Scheiße hier mit dem Digital Operating und da hat er das Eyework Case erstellt, erfunden und vertreibt das.
01:01:17: Ja geil!
01:01:18: Das ist ein Fotograf.
01:01:19: dann... das Pickdrop, dass Andreas ein eigenes Tool entwickelt hat für sich um besser mit seinen Kunden arbeiten zu können und irgendwie anders als möglich.
01:01:28: Das ist ja geil hätte ich auch gerne!
01:01:30: Und als der zweite oder dritte kam er war damit aber tatsächlich nicht der erste nämlich einen Karsten Koch aus Hannover hat das gleiche nur ein paar Jahre vorher gehabt.
01:01:38: Das hieß dann eben anders und ich glaube schon es da viele gibt die den irgendwann was aufgefallen ist mit dem man eben arbeiten kann der noch so ein zusätzliches Standbein hat.
01:01:52: Und also ich habe auch beschlossen, mich auf die Suche zu machen und zu gucken, wo finde ich noch ein paar bei denen das so ist?
01:02:02: Ja, und ich denke mal... Das ist ja auch Inspiration!
01:02:05: Also ich werfe jetzt den Torsten Router ein weil dieser Arbeit natürlich auch eine Wahnsinnsinspiratie macht mit der Schulbildleitung.
01:02:13: Eine Wahnsins inspirationsquelle aus dem Leben.
01:02:17: Der Blick da in in Realitäten, die da sonst nicht so hätte gucken können.
01:02:22: Und das ist eine Inspiration!
01:02:25: Man muss an der Stelle aber sagen, dass er sie ja nicht dafür verwendet um sie fotografisch umzusetzen... Nein, überhaupt nicht!
01:02:30: ...sondern dass
01:02:31: er Fotografie... Wer weiß?
01:02:32: Ja trotzdem, der sagt ja wer weiß was in zehn Jahren ist.
01:02:36: Wer weiß wo ein diese Inspiration nochmal
01:02:38: führt?!
01:02:41: Wohin würde dich denn deine Inspiration führen?
01:02:44: Ähm ich habe Also ich mach seit ... Ich bin tatsächlich auch durch eine Inspiration in den Film reingefallen.
01:02:57: So, ich hab jetzt nie gedacht, ich will zum Filmen weil Filme ist geil sondern weil mir eine Geschichte vor die Füße gefallen ist von der ich gedacht habe, die kann ich fotografisch gar nicht erzählen.
01:03:08: Lübeck war ja Grenzstadt.
01:03:10: LÜBECK war direkt am grünen Band an der innerdeutschen Grenze als einzige Großstadt Und bei uns gibt es ein kleines Grenzmuseum im ehemaligen Zollbüttchen oder in der ehemalligen ZOLLBUDE und das ist gemacht von Privatleuten, die eine beeindruckende Sammlung über die Jahre zusammengestellt haben.
01:03:27: Wirklich hochklassig!
01:03:28: Die ist ohne diese private Initiative nicht mehr gäbe.
01:03:31: also wirklich ganz toll.
01:03:34: aber sie haben natürlich keine Ahnung vom Ausstellung machen Also können Sie auch nicht, es sind Privatleute.
01:03:41: Jetzt wird sie professionell übernommen aber bis vor einem Jahr sah die so aus dass halt dieses ehemalige Zollbüttchenfolge hängt war mit ein paar Objekten folgestellt aber ansonsten Folgehängt mit DIN AIV Ausdrucken und zwei dieser DIN-AIV Ausdrücke aufgehängt in Höhe ich sage mal knapp über meinem Kopf so eine Meter achtzig ungefähr im Flur Beleuchtet, wenn überhaupt vom Rest einer Funktion.
01:04:04: Jetzt wissen
01:04:05: wir ungefähr wie groß du bist nachdem du uns vorhin verraten hast dass du neunzehnundneinzig, siebzehn Jahre alt bist.
01:04:11: Mach uns weiter!
01:04:12: Wir sammeln die Daten.
01:04:13: Hallo DSGVO Genau Jedenfalls Man muss ein Trüffelschwein sein um diese tolle Geschichte zu erkennen.
01:04:22: Ich war mit meinem Mann da mit unseren Kindern.
01:04:24: Es hat keiner gesehen.
01:04:25: auch sonst jemand der da war hat die geschichte gesehen von Willi Und in diesem Sufkoppzustand ist die Idee entstanden.
01:05:00: Machen wir jetzt rüber, ne?
01:05:02: Machen wir jetzt rüber.
01:05:04: Und die sind stockbesoffen...
01:05:06: Das heißt, manche sind mit Ballons und Booten geflohen?
01:05:11: Mit einem Wahnsinnsvorlauf.
01:05:12: und die hatten zwei Promille und sind zwei Stunden durch den Drögel Norddeutsche Pampa gelatscht.
01:05:18: am Durchsperrgebiet Todesstreifen Flutlicht Selbstschussanlagen Schießbefehl Sind durch die Wakenitz geschwommen kam im Westen an und waren wieder nicht an.
01:05:32: True Story geht weiter.
01:05:34: Willi hatte eine Freundin Renate und das war natürlich dann erst mal durch mit Renate, Willi lebt in Nordrhein-Westfalen, Renate im Osten.
01:05:55: Und dann habe ich über das Museum den Kontakt gekriegt und habe erst mal durch Fotografier die.
01:06:08: Und hab gedacht, nee scheiße!
01:06:09: Das wird dem überhaupt nicht gerecht?
01:06:11: Also wenn ich Willi und Renate heute in die Busseite der Stelle setzen und die fotografiere, habe ich ein schönes Foto gemacht aber das ist eigentlich das Filmplakat.
01:06:19: Dann habe ich zwei Stipendien bekommen.
01:06:24: Eines von einer Purcell-Stiftung, den Kulturfuggen und eines begleitendes von der Drägerstiftung und habe mir eine Bodycam um Bauch gebastelt Und Willi ein funktionierendes Mikro, so'n kleines Puschelding ans Rewehr gebastelt und bin mit Willi den Weg abgelaufen.
01:06:42: Diese zwei Stunden die es gedauert hat bis zur Grenze.
01:06:45: Und dann durch die Wagenitz geschworen.
01:06:47: Willi hat währenddessen erzählt... So!
01:06:49: Und diese Erzählung also das Video der Film ist der One Take Only.
01:06:53: von diesen zwei Stunden Filmen Du siehst nichts als die Drögel Norddeutsche Pumper.
01:06:59: Was ich geschnitten habe, war der Audiotake.
01:07:01: Also wie Willi erzählt?
01:07:02: Das hab' ich eingeordnet.
01:07:06: In den sinnvollen innerlichen Zusammenhang geschnitte und einige Dinge auch noch mal mit Text-Overlays eingeordnete.
01:07:13: Und das ist ein Film!
01:07:14: Der ist jetzt Besteinteil der Sammlung des Museums.
01:07:17: Und in gekürzten Form war er auf Filmfestivals bislang... ...und in einer längeren Version lief da auch hier im Lübeck im Kino.
01:07:26: Also, und die Kurze Version lief auch auf den nordischen Filmtagen hier im Kino.
01:07:30: Und da hab ich dann gedacht... also filmen habe ich ja nicht gemacht, weil ich
01:07:34: das in dem Film... Also, falls du mal zum Braunschweiger-Filmfest kommst oder zum Ollenbogen-Filmpfest, gibt man ein Scheid!
01:07:41: Das wäre schön, damit kann ich den Willi noch einmal einreichen.
01:07:44: Heißt, Willi macht drüber die Geschichte?
01:07:47: Und da war aber wirklich der Zufall, dass ich da in diesem Museum stand, dass mir auffiel... Ich sehe es als Einzige Weil ansonsten ist es besser versteckt als irgendein Suchergebnis bei Google auf Seite zwei, weißt du?
01:08:01: Und dieses Foto reicht halt nicht.
01:08:04: Also mit der Sprache Fotografie bin ich der Geschichte nicht gerecht geworden.
01:08:08: Und dadurch kam das mit dem Film und ich hab dann gedacht, dass ist so um den Bogen zurück zu schlagen zur Demokratisierung der Tools.
01:08:15: Das halt mein Freund Daniel jetzt als Musiker wirklich sehr gute Fotos vom Elfphilharmonieorchester für den Social Media Content machen kann.
01:08:24: Kann ich doch eigentlich auch?
01:08:25: Also thanks God there is YouTube!
01:08:28: Wie würde ich das machen?
01:08:29: Das heißt ich habe mich da reingenördet wie würd' ich diese Geschichte filmisch erzählen?
01:08:34: Die Latte, um sich das anzueignen in einem gewissen Bereich hängt tiefer.
01:08:42: So auch vor Leuten wie uns!
01:08:43: Also ich hab davor mich nie mit Filmen befasst und der Debütfilm ist dann halt gleich auf relevantem Festivals gelaufen.
01:08:51: also der Willi macht drüber und da habe ich mir gedacht okay wenn jetzt für Amateurfotografen diese Grenzen nicht mehr gelten, dann gelten die für mich im gebissen Bereichen auch nicht mehr?
01:09:01: Also die Kunst ist so ein bisschen befreiter.
01:09:05: Das heißt du hast neben der Fotografie, die kleiner geworden ist aber noch existiert.
01:09:11: Den KI-Topf aufgemacht.
01:09:13: du hast parallel jetzt noch den Filmtopf auf gemacht und hast zusammen mit Artdirektionen und dem was du sonst in den Bereich noch hast geguckt dass du den Hocker von einem Bein Melkschemel wo man dann auch noch das Gleichgewicht halten muss mittlerweile auf vier fünf Beine ausgebaut hast.
01:09:33: Ja, ist clever.
01:09:34: Ich weiß nicht, ob das so clever ist.
01:09:37: Es war nie strategisch durchdacht.
01:09:39: Also es ist mir tatsächlich alles eher passiert.
01:09:43: Dass da wie die Williggeschichte Geschichten waren, die mich gehuckt haben und dann erst die Frage kamen, wie werde ich der Geschichte gerecht?
01:09:52: Ja gut, was heißt passiert?
01:09:53: Also im Endeffekt muss man sich selber bewegen.
01:09:55: Man muss sehen, man muss gucken und das ist genau das Ding, dass man halt irgendwo steht und irgendwie eine Chance auch erkennt als solche.
01:10:01: Das ist glaube ich ein ganz entscheidender Faktor.
01:10:03: Da muss man halt auch gucken.
01:10:04: wo gibt es Geld?
01:10:05: also für Leute wie uns wichtig ist, wo kann man vielleicht einen Stipendium bekommen für sowas?
01:10:12: sonst wäre das natürlich nicht gegangen.
01:10:14: Also so etwas ist schon nicht ganz unwesentlich
01:10:18: Wenn wir letzten Bogen drehen.
01:10:20: wenn du all diese Punkte nimmst Wo steckst du aktuell am meisten Leidenschaft rein?
01:10:27: Wo willst du am meisten Reinstellen, wenn es dir jetzt aussuchen könntest in welchem Bereich ... Wenn er voll monetarisierbar wäre.
01:10:34: Welcher wär das für dich?
01:10:35: Eine weitere True Story kann ich auch so erzählen weil ich mir die Geschichte hab sichern lassen und mit dem Hausherren des Betrugsfalls um den es geht eine Vereinbarung getroffen habe.
01:10:50: Es gab auch schon einen schönen Podcast über die Geschichte, aber noch keine ... noch... Die letzte filmische Umsetzung bei neunzehntsechsundsechzig und sie ist nicht mehr auftreibbar.
01:10:59: Das ist auch eine wahre Geschichte, äh.. Auch in Lübeck?
01:11:03: Ähm... Nonzehnundzweiundvier... Also, naunzehnzweihundvierzig gab's begann das Flächenbombardement Deutschag-Rosstätte, so zu sagen, ähh... Britische Bomber als... In Retaliation vor die Bombardierung britischer Großstädter haben halt auch deutsche Großstätte bombardiert.
01:11:25: Die erste war Lübeck, Lübäck hatte noch Glück um die Erste gewesen zu sein weil es dann nicht so gravieren war wie in folgenden Großstätten.
01:11:33: Deshalb steht bei euch ja auch noch einiges?
01:11:35: Es steht noch einiges aber was halt... In einer einsturzgefährdete Ruine zerbompt wurde, war die Marienkirche.
01:11:42: Die Marienkerche gilt einigen als ähnlich signifikant wie der Kölner Dom und gilt als Mutter-Kirche der Backsteingotik im Ostseeraum.
01:11:51: also es ist ein sehr bedeutendes Bauwerk und die wurde in eine einsturtzgefärdete Ruine zerbombt.
01:11:56: Und ähm...die Hitze des Brandes ließ die Kalkfarbe von den Wänden abplatzen und darunter traten zum Vorschein Reste frühgote Schamallereien.
01:12:07: Also die wurden ja im Zuge der Reformation übertüncht und dann vergessen.
01:12:11: Und wirklich vergessen, und kam erst wieder zum Vorschein als die Kalkfarbe bei den tausendzehundert Grad, die dieser Brand an Hitze verursacht hat abgeplatzt ist.
01:12:22: Das war der Sensationsfund und hat danach einen kriegenden großzügigen Geldfluss zum Wiederaufbau der Kirche, die nun mit so einem Notdach abgestützer bis dahin.
01:12:32: Aber es gab viel Funding zu Wiederaufbauen der Kirchen durch diesen Sensationsfond.
01:12:38: Das Problem an dem Ganzen war nur, so viel war doch nicht mehr.
01:12:42: also ein paar Spuren aber mehr nicht.
01:12:48: und dann wurde ein Maler geheuert um sozusagen diese Welt zu erschaffen.
01:12:55: da kommen wir auch wieder in dieses Authentizitätsding was ja so mein Arbeitsding ist mit KI.
01:12:59: das klingt wie die Hitler-Tagebücher.
01:13:01: Es ist wie die Hitter-Tagebüche, aber noch mal den Spur geiler.
01:13:04: Denn auf diese Fälschungsnummer folgt eine Textbook-Revenge-Story.
01:13:09: Pass auf!
01:13:10: Der Maler Lothar ist geheuert um das zu malen.
01:13:13: der malt ne komplette kathedrale aus dem Kopf bzw mit also wieder Hausmeisterin Harry Potter der so zauberlehrt Bücher hat umzugucken, hat er auch seine Kunstbücher gehabt umzuguckten.
01:13:24: Diese ganze gotische Kathedrale ausgemalte.
01:13:26: sein Auftraggeber war Dietrich Und Dietrich war halt ein bisschen das Gegenteil von Lothar, beide hatten Kunststudium.
01:13:33: Das war es aber auch, Dietrich War Reich, Dietrich war Handsome, Dietrig hat das Pretty Privilege und er war so der Charming Dealmaker.
01:13:39: Der hat das verkauft und der war der direkte Auftragnehmer der Kirchenbauleitung und hat das Lotharm machen lassen.
01:13:46: Da hat es nicht selber gemacht.
01:13:47: So gut wie technisch war er nicht so gut wie Lotha!
01:13:49: So, und dann wird diese Kirche in derzeit eine Fünfzig Wiedereröffnete.
01:13:52: Adenauer ist da!
01:13:53: Dietrich kriegt die Ehrendoktor Würde... ...und wirklich Lamettern noch einen Löcher?
01:13:58: Und Glota is' ge-ghosted.
01:14:01: Der kriegt Bier und Schnapsmarken und sonst nichts.
01:14:04: So und dann übt er Rache.
01:14:06: Er zeigt sich selbst an Wohlwissend, dass er das nicht nur Dietrich.
01:14:11: Er
01:14:11: zeigt sich selber am... Das ist ja großartig!
01:14:14: Beide
01:14:14: landen für die Nummer im Bau und das ist nur eine Story da dran.
01:14:17: Die hatten auch ne Geschichte, die haben halt auch wahnsinnig... Lothar hat Bilder gefälscht, Dietrich hat sie verkauft.
01:14:24: Marc Chagall hat so'n Lotha-Chagall als authentisch klassifiziert.
01:14:30: Also ein Hamburger Kunsthändler war das bisschen schräg vorgekommen, der hat sich an Schagall erlebt, der damals auch gewendet bin in der Fotografie dieses Bilds und gesagt ist es von dir?
01:14:38: Und SchagAll
01:14:39: hat sich
01:14:40: halt vertan.
01:14:40: Ja ja!
01:14:40: Das ist nicht mein Bestes aber.
01:14:43: So also Lothar
01:14:44: hat sich selbst angezeigt... Ja jetzt kommen wir bekannt vor.
01:14:46: Genau.
01:14:48: Das heißt und Lotha hat sich selber angezeigt und beide laden für die Nummer im Bau So, und das würde ich wirklich gerne umsetzen.
01:14:58: Das ist aber nix wo ich mir eine Bodycam um Bauch binden
01:15:00: kann.
01:15:00: Nee da muss ein
01:15:03: bisschen mehr her.
01:15:05: Da gibt es halt verschiedene Möglichkeiten natürlich und wo die Latte höher hängt daran zu kommen.
01:15:12: Ich kann das jetzt auch deswegen erzählen weil... Passt dort den Hausherren des Betrugs auf meiner Seite, hab auch schriftlich und weil der Stoff auch hinterlegt ist.
01:15:21: Und wenn eine Produktionsfirma zuhört... Hier we are!
01:15:24: Die Produktionsfirm wissen wie das läuft.
01:15:27: was ja auch irre is, ist dass Werbeproduktionsfirmen für Filmförderung ne Red Flex sind.
01:15:33: es gab ne Werbeproduktions firme die Interesse geäußert hat und dann sagt ihr mir die filmförderungen
01:15:40: Die sind zu kommerziell.
01:15:42: So haben sie es nicht gesagt, aber nee, das ist eine Werbe die können das nicht, die machen Werbung.
01:15:48: und dann habe ich gedacht okay und hab danach mit meinem Mann drüber gesprochen der sagte eh Ridley Scott, Alien also Ridley Scot hat Werbung vorher gemacht und ich habe mir dann ein Interview von ihm angeschaut wie viele dabei gelernt hat usw.
01:16:01: und so fort.
01:16:02: Und es ist natürlich ne andere Arbeit auf die eine Art ein, weil er viel Geld reingebraten wird.
01:16:10: Aber andererseits denke ich mir so hat auch was von Nimbus.
01:16:14: wahrscheinlich ist beides in irgendeiner Form richtig aber das ist der Status an dem ich tatsächlich gerade bin.
01:16:20: also ich bin close mit dem Pastor.
01:16:23: Ich habe Zugang zum Archiv.
01:16:25: Ich hab Zugang zu noch lebenden Zeitzeug-Innen.
01:16:28: Hast
01:16:28: du Zugang zudem Lothar Chagall?
01:16:31: Äh...Ich hab Zuggang zu seinem letzten noch lebendigen Sohn.
01:16:34: Nein, ich meine zu dem das Bild.
01:16:37: Das Bild liegt im Kriminalhistorischen Institut in Flensburg.
01:16:40: Kannst du wirklich?
01:16:41: Wie großartig!
01:16:42: Und
01:16:43: auch die Konversation von dem Kunsthändler mit Chagall licht alles da.
01:16:50: Ist ja fantastisch.
01:16:52: Ja, das ist Thorl oder?
01:16:55: Es ist nicht nur Stonk und Beltracki es ist auch Amadeus und Monte Cristo.
01:17:01: Das ist ja großartig.
01:17:02: Also was ich mir wünsche, wenn ich mir etwas wünschen darf zum Abschluss dieser Ausgabe ist, dass das, was du da Thema schon inhaltlich hast, dass du das so umsetzt wie du dieses Nirwana-Projekt umgesetzt hast und damit meine ich jetzt nicht, dass es genau so aussieht sondern dass es eine Intensität erreicht, dass am Ende des Tages so weites Publikum erreicht wie diese Geschichte eigentlich verdient hat.
01:17:30: Also es praktisch, dass du mit der Dokumentation anfängst und das nächste bis ja dann automatisch der Spielfilm.
01:17:35: Ja ich hoffe das!
01:17:36: Also weil mir natürlich klar ist, dass nicht die Art da arbeitest sich bislang hatte nämlich also entweder ein kleines Team, dass man meinen Assistenten dabei hat oder so?
01:17:47: Ja gut, man wächst mit seinen Aufgaben.
01:17:48: ne?
01:17:49: Ich meine du sitzt an Kurt Cobains Geburts...
01:17:53: Da wäre ich Teil eines Teams von Leuten, die von diesem Ding im Gegensatz zu mir wirklich Ahnung haben.
01:18:00: Dass ich habe noch nie ein großes Filmprojekt gemacht.
01:18:04: Ich hab zwei kleine
01:18:04: Filme,
01:18:05: die auf Festivals laufen aber mehr nicht.
01:18:08: Das heißt der erste Schritt ist jetzt man findet eine Produktionsfirma, die sagt wir finden den Stoff toll!
01:18:15: Wir machen den und wir boten dich nicht aus.
01:18:18: Du, willkommen in meiner Welt!
01:18:20: Ich kann mich genau erinnern mein erstes Werbeshooting da war Der Jüngste von allen.
01:18:26: Junge ist die Assistentin, alles.
01:18:28: Ich hatte keine Ahnung und alle haben sich gekümmert.
01:18:31: Das ist offensichtlich ganz gut geklappt deswegen.
01:18:33: Also raus aus der Komfortzone rein ins nächste Projekt.
01:18:37: also ich bin auf jeden Fall sehr gespannt weil wie gesagt wenn du an dem random zwanzigsten Januar den siebenfünfzigsten Geburtstag von Kurt Cobain dich hinsetzt und einfach ein bisschen mit Mit Journey spielst, wo auch das auch immer erzeugt hast.
01:18:51: Und am Ende des Tages so eine Strecke rauskommt, dann in drei Teufelsnamen heißt es ja.
01:18:56: Macht diesen Film?
01:18:57: Ich bin gespannt!
01:18:59: Ja sehr cool, sehr cool.
01:19:01: Gut wenn das so wird freue ich mich über eine Einladung.
01:19:07: Kinder geht ins Kino und vielleicht sehen wir uns da ja oder wir sehen uns auf irgendeinem Filmfest wahlweise in Braunschweig-Oder in Oldenburg.
01:19:17: Genau lieber Nils vielen lieben Dank.
01:19:19: dir
01:19:20: Ja, schön, dass du mir mit dem Dank zuvorgekommen bist.
01:19:22: Den gehe ich zurück nach Lübeck und hier wird dann zurück ins Funkhaus.
01:19:26: Danke schön!
01:19:26: Bis bald!
01:19:28: Tschüss!
01:19:29: Ciao!
01:19:36: Was ich vergessen habe – das trifft die Frage nach Authentizität in Bildern.
01:19:42: Und was ist das eigentlich?
01:19:44: Du hast Boris Eldaxen erwähnt und seinen Move im Jahr zwanzig-dreiundzwanzig bei einem Fotografie Wettbewerb, das KI-generierte Bild der Electrician einzureichen.
01:19:55: Damit zu gewinnen und den Preis dann abzulehnen Und damit ihr überhaupt die Diskussion in einigen Bereichen loszutreten.
01:20:05: Das ist auch ein umgekehrt natürlich geschehen.
01:20:07: Mein elfjähriger Sohn kam auf mich zu und war völlig begeistert.
01:20:14: Der ist über einen YouTube Video gestolpert.
01:20:16: Jetzt kann man sagen Oh Gott!
01:20:17: Die Eltern haben ihr Kind alleine vor YouTube rocken lassen.
01:20:19: Ja, haben sie.
01:20:21: Das elfjährige Kind ist ein kulturelles Trüffelschwein und hat Folgendes gefunden.
01:20:26: Ich muss dir was zeigen, das ist großartig!
01:20:34: Da hatte ein Fotograf mit einem echten Foto den Prank gepränkt.
01:20:40: Damit meinte mein Sohn einen KI-Wettbewerb bei dem der Fotografen Miles Stray ein Foto eines Flamingos eingereicht hat.
01:20:51: Der Kopflos wirkt zufällig, weil der Flamingo sich gerade putzt.
01:20:55: Aber der Flamingo wird kopflos!
01:20:56: Das Bild heißt Flamingon und damit ist er berühmt geworden.
01:20:59: Das ist sozusagen der
01:21:00: umgekehrte
01:21:01: Eldaxen-Move.
01:21:03: Und dann habe ich meinem Sohn gesagt ja du den kenne ich mit dem hier in einer Ausstellung Wir sind gut vernetzt.
01:21:08: Wir haben auch echt Kontakt.
01:21:09: damals ist Trail und Ich und mein kleiner Sohn sagt Da kennst du ja einen Star, der wird total gefeiert.
01:21:18: Dafür dass er halt mit was echtem den Prank geprankt hat?
01:21:23: Genau!
01:21:25: Das hatte ich vergessen zu erwähnen und das fand dich sehr schön also tatsächlich dieses echte wie bei dem Sickfluencer gerade dadurch wieder eine Authentizität kriegt und wie bestimmt in einigen deiner Podcast gesagt auch alle wieder anfangen, analog zu fotografieren.
01:21:42: Ich eingeschlossen finde ich super!
01:21:43: Ich hau irre viele Filme durch.
01:21:46: Ja obwohl ich da weiß sie immer gar nicht was ich davon halten soll.
01:21:51: Auch wenn jetzt jemand sagt ah ich mache eine analoge Diplomarbeit wo ich mir denke ja habe ich auch gemacht weil ich finde also wenn man das macht finde Also nein, die Rückkehr wieder echte Menschen zu fotografieren oder dabei zu bleiben.
01:22:08: Oder
01:22:08: ein echt Flamingo zu fotografiern?
01:22:10: Das ist was, das ist gerade so ein ganz kleines bisschen in Hintergrund gerückt und das wird jetzt aber glaube ich wie von deinem Sohn wo jemand mit dem Prank den Prank prankt.
01:22:21: Das wird wieder gefeiert weil es einfach echt ist.
01:22:24: Weil es wirklich echt ist.
01:22:28: Es gibt jetzt erst mal ein paar Spiele rein, wie sich das gehört und dann wird die KI ausprobiert.
01:22:34: Aber ich glaube der Bereich wird in der Form auch nicht verschwinden weil dieses echte... Bei der Analogentfotografie denke ich mir immer, machen sie das wirklich?
01:22:44: Finden Sie das geil!
01:22:45: Und wenn ja warum machen sie es nicht ganz?
01:22:47: Das heißt du hast dann, warte, letzte kleine Mini-Ding, weil da haste den Studenten Ja, nee und ich fotografiere jetzt analog.
01:22:54: Das ist so eine richtige auseinandersetzung ja?
01:22:57: Und das geht dann maximal soweit dass der Film noch entwickelt wird... ...und dann wird es eingescannt.
01:23:02: Wenn ich mir wieder denke Leute Enzel Adams hat drei Bücher geschrieben die Kamera das negativ und das positiv.
01:23:09: Ja und ein positiv zu machen.
01:23:12: Ein positiv Abzug zu machen und das was man fotografiert hat per Hand auf einen Barrett Papier zu bringen Ist genauso viel Kunst, ist genauso für Interpretation wie ein Film zu belichten.
01:23:27: Und das Ding dann zu scannen und irgendwie noch einen Look drüberzuhauen... Boah, da schlägt's mir immer so die Fußnägel hoch!
01:23:33: Ich weiß aber nicht ob ich damit falsch schliege oder
01:23:35: nicht?
01:23:36: Die Entscheidung zum Beispiel fleckig negativ aus oder
01:23:38: nicht?!
01:23:39: Also bei dem Village Image
01:23:41: hab' ich ja
01:23:41: analoge Bilder dabei und da siehst du das Haar noch drauf.
01:23:44: Irgendwie wo ich denke okay klar ist es faul halt aber ich find´s auch irgendwie schön.
01:23:51: Und in der Dunkelkammer stehen, da machst du die Vignette mit der Faust und hast dann aber trotzdem noch so den Arm drüber an der einen Stelle.
01:23:58: So wenn du den Arm nicht bewegst.
01:24:01: Solche Dinge auch zufällig...
01:24:04: Jetzt weiß ich was du meinst okay?
01:24:05: Ja, du hältst ja ab und damit das Arm hab' ihn.
01:24:08: Du meinst Ausbelichtungsfehler weil man irgendwie gerade pennt und dann wird das Bild im Entwicklersichtbar und du denkst, was habe ich da für ein Scheiß gemacht!
01:24:17: Ja, so solche Zufälle die man dann noch nutzen kann.
01:24:23: Das ist schon...
01:24:24: Oder auch gerne genommen.
01:24:25: Schon mal bei mir im Hintergrund stehen ja auch Fotos an der Wand.
01:24:29: Sieht man nur die Rahmen?
01:24:30: Ich
01:24:30: sehe den Rahmen!
01:24:32: Lange geprintet auf Barrett bis zum Letzten und wo man gesagt hat okay jetzt habe ich es jetzt das hundert Prozent.
01:24:36: Und was hab' ich gemacht?
01:24:37: Ich hab' den Fixierer falsch angesetzt.
01:24:39: Was heißt das?
01:24:40: Es gibt einen Haufen Bilder die so ein sehr geilen Sepia-Stich haben weil ich einfach scheiße gebaut habe.
01:24:46: Ja, aber Gott sei Dank hast du Scheiße gebaut.
01:24:48: Ich finde es doch geil!
01:24:49: Ja, Zufall und zwar vollkommen analog.
01:24:52: So zweite Runde.
01:24:55: vielen dank dir auf die nächsten Zufälle.
01:24:58: ich freue mich auf die Einladung.
01:25:00: Cool bis dann schönen Tag dir noch
01:25:02: Machs gut tschau Wenn ihr Gästewünsche spannende Fragen und Anregungen habt, wohin mit den Händen gibt es auch auf Instagram?
01:25:14: Da wird übrigens auch jede Ausgabe angekündigt.
01:25:17: Schreiben könnt ihr sonst gerne eine Mail an podcastatnielcendricmüller.de.
01:25:23: Abonnenten, positive Bewertung oder initiative Verbreitung werden natürlich auch gerne genommen.
01:25:29: in diesem Sinne und bis zum nächsten Mal Dankeschön!
01:25:32: Tschüss.
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