Klaus Mellenthin - Kapstadt ist nicht Afrika

Shownotes

Klaus Mellenthin ist den langen Weg von der Mode.- zur Reportagefotografie gegangen, stellt gerne aus und trägt gerne vor. Er ist nie um eine Antwort verlegen, egal wie anspruchsvoll die Frage ist.

Klaus hat eine spannende Sicht auf den Stand und die Bedeutung der Fotografie, ist Leica Ambassador (oder vielleicht doch nicht ) und der Grund, warum ich mich lange nicht in den Berufsverband BFF getraut habe. Vollkommen zu unrecht.

Von Resonanz über Kl bis zur wahren Bedeutung der Fotografie in WohinMitDenHänden...

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00:00:00: Und am Ende bin ich so unglücklich wie selten in meinem Leben am Strand gestanden und habe entschieden, ich werde nie wieder Modefotografieren.

00:00:11: Die Produktion dann noch gut zu Ende gebracht und hab ab diesem Moment nie wieder Modebild

00:00:16: gemacht.

00:00:18: Moin!

00:00:18: Mein Name ist Nils Hendrik Müller und ihr hört den Pickdrop-Podcast Wo hin mit den Händen?

00:00:23: Ich hab mir im Laufe meiner Profiareisfotograph eine Menge Fragen gestellt Und weil das Beantworten von Fragen alleine nicht so viel Spaß macht, habe ich mir wieder Unterstützung geholt.

00:00:32: Mein heutiger Podcast-Partner ist den langen Weg der Mode zur Reportagefotografie gegangen, stellt gerne aus und trägt gerne vor – er ist nie um eine Antwort verlegen, egal wie anspruchsvoll die Frage ist hat eine spannende Sicht auf den Stand und Bedeutung der Fotografie, ist Leica Ambassador untergrund warum ich mich lange nicht in Berufsverband BFF getraut habe.

00:00:53: Hallo Klaus Melenthin!

00:00:55: Hallo Nils, ich werde dich gleich mal duzen wenn es in Ordnung ist und nur mit Vornamen ansprechen.

00:01:00: Ja, ich denke wir können das sie jetzt fallen lassen.

00:01:04: Herzlich willkommen in Schöneberg!

00:01:06: Ich habe mir gedacht als gebürtiger Berliner komme ich mal nach Berlin um einen zugezogenen zu gesuchen.

00:01:11: Ja an zugezogenen Württemberger.

00:01:14: Ja deshalb waren wir auch erstes beim Chinesen um damit aufzuräumen.

00:01:18: Weißt du, dass wenn du in Duden schaust?

00:01:21: Kannst du nachlesen wie es Südwestdeutschung dürfen tatsächlich Chineses sagen und müssen nicht Chinesse sagen.

00:01:25: Wir dürfen auch Chemie sagen!

00:01:28: Ist da Duden verbrieft?

00:01:29: Ja ich habe auch gemerkt das dieses CH südlich des weiswurfsäquatoes glaube ich ein bisschen schwierig ist oder?

00:01:35: Nehmen wir

00:01:35: doch den Mein!

00:01:38: Ist das nur Bann-Württemberg oder ist das auch Bayern?

00:01:40: Ich bin mir nicht sicher.

00:01:41: der Söder sagt auch Chinese oder?

00:01:42: Ich glaube es ist nur SüdWestden,

00:01:43: aber das ist ja auch Franke.

00:01:45: Okay, das zählt nicht.

00:01:46: Das ist ein ganz anderes Bundesland!

00:01:47: Die haben sich nur noch nicht selbstständig gemacht...

00:01:49: ...die wurden noch nicht selber selbstständisch gemacht.

00:01:53: Ja Klaus, schön dass es endlich klappt.

00:01:56: Ich hatte dir ja versprochen, dass ich zu dir nach Braunschweig komme aber offensichtlich ist Braunschweg von Berlin doch deutlich weiter entfernt als Braunschwag von Schöneberg.

00:02:05: Ja geschafft haben wir's jetzt trotzdem.

00:02:12: Wir steigen mal direkt ein.

00:02:14: Wir haben nämlich mal festgestellt, dass du exakt zu der Zeit Modefotograf in Paris warst.

00:02:21: Ich betone ganz deutlich wars was schon Ewigkeiten her seitdem er sich sehr viel verändert.

00:02:25: Zu der Zeit in der ich auch in Paris gearbeitet habe Als ich dir da wenn ich dir darüber den Weg gelaufen wäre weil ich bin ja so ein zwei Jahre jünger nicht viel aber eben immerhin bisschen Was hättest du mir gesagt welchen wirklich einschlagen soll?

00:02:43: Ich weiß lange pausen sind doof aber Also ich bin erstmal grundsätzlich jemand, der sehr ungern Ratschläge gibt.

00:02:52: Ich bin ja selber ein Ewigssuchender und ich mag Fragen viel lieber als Antworten.

00:02:57: Insofern hätte ich dir garantiert kein gegeben aber ich hätte sicherlich die Fragen gestellt, Fragen, die dich zu antworten gezwungen hätten.

00:03:07: Ich glaube das ist der beste Weg es zu selber zu guten Antworten zu kommen.

00:03:13: Ich weiß tatsächlich nicht, was du damals in Paris machtest.

00:03:15: Ich war dann viel weniger spektakulär, weil ich viel weniger weit gekommen bin als ich ja gekommen wäre.

00:03:30: Ich dachte natürlich werde mal einer von diesen Big Five oder Tenor, wie viele das auch waren.

00:03:36: Am Ende habe ich vor allem sehr viel Katalog gemacht und ein paar Editorials.

00:03:39: Das hat auch wirtschaftlich sehr gut funktioniert.

00:03:42: Ich bin aber mit der Kodierung der Parise Gesellschaft nicht zurechtgekommen.

00:03:46: Insofern hätte ich dich vermutlich am ersten gefragt, wie viel Persönlichkeit von dir glaubst du passt in die Parise-Gesellschaft?

00:03:58: Ich glaube relativ wenig.

00:04:00: das ist auch das was sich genau da festgestellt habe.

00:04:03: Ich erinnere mich an eine Veranstaltung im Rahmen der Paris Fashion Week.

00:04:08: kann es sein Heißt Paris auch so, oder?

00:04:12: Das ist die Fashion Week.

00:04:13: Aber sie heißt glaube ich nicht Paris Fashion Week sondern nur... Entschuldigung Fashion Week!

00:04:17: Also ich bin da jetzt das gesagt lange her.

00:04:19: es ist tatsächlich fünfzehn Jahre her dass ich da ausgestiegen bin, vierzehn jahre.

00:04:25: Echt?!

00:04:25: Ich dachte viel

00:04:26: länger.

00:04:27: Neeh ich war von zwei tausend acht bis zweitausend elf in Paris und dann bin ich noch für ein Jahr nach London.

00:04:34: Okay, dann haben wir es tatsächlich ein bisschen verpasst.

00:04:36: Aber ich habe tatsächlich auch in Paris den Punkt gehabt wo ich gesagt hab okay das ist nicht meine Welt.

00:04:41: und zwar bin ich eingeladen gewesen bei der Fashion Week abends zu einer Ausstellung wo die wahrscheinlich Big Five, Big Eight, Big Ten der verschiedenen Modehäuser ihre aktuelle Modofotografie für diese Fashion Week oder für diese Kollektion vorgestellt haben.

00:05:02: Ich glaube, seit im Flügel von dem Louvre und da war abends diese Veranstaltung alle waren ganz toll.

00:05:06: Und waren ganz schick oder eben ganz hip?

00:05:08: Oder was man da eben war?

00:05:09: Und ich habe da gestanden hab gedacht okay Wenn das der Mond ist bin ich der Astronaut.

00:05:14: also ich gehöre nicht hierher und deswegen damit möchte deine Frage auch beantworten für mich war das eigentlich Der punkt dass ich gesagt habe ok es ist nicht mein ort Es ist nicht meinen Ort es sind nicht meine umfeld Das ist sowieso nicht meine fotografie.

00:05:27: und Hab lange sagt nee ich muss daraus Und das ist aber eigentlich der Grund, auch wenn wir jetzt feststellen dass wir uns um zwei drei Jahre verpasst haben wo ich sagen muss Du hast dich ja tatsächlich daraus bewegt und das war eigentlich das was mich am meisten interessiert hat weil du hast dich einmal komplett gedreht in dem was du gemacht hast oder für wen du gearbeitet hast.

00:05:51: Ich finde Fotografie hat wie relativ wenige Berufe die ganz große Möglichkeit und Chance, dass wir uns immer wieder neu positionieren können und neu definieren können.

00:06:04: Wer wollen wir eigentlich als Fotograf sein?

00:06:06: Was passt denn heute zu mir?

00:06:08: Und ich habe es ja vorhin schon gesagt, dass ich in Stuttgart groß geworden bin.

00:06:13: Es ist eine Industrie- und Verwaltung statt.

00:06:16: Bin natürlich erst mal Industriefotograph geworden.

00:06:18: Ich hab dann für Daimler und Hengel und Daimlers Trucks und all diese Firmen gearbeitet weil das einfach nahe lag, man muss ja dort sein wo der jeweilige Markt ist.

00:06:29: Mein Traum war eben Modefotograf zu werden und dann bin ich... Ich habe eine klassische Ausbildung.

00:06:38: also ich bin ja kein Studierter, ich bin ein klassisches Politariat und ich bin direkt nach meiner Ausbildung direkt heißt noch am selben Mittag als ich die Urkundübereiche bekommen habe in mein VW Käfer gestiegen und bin nach Paris gefahren, und habe versucht dort Assistenzen zu bekommen.

00:06:57: Was nicht so einfach war wie ich es mir vorgestellt hab, aber es ging dann doch... Ich hatte mit Lothar Schmidt etwas gemacht und da war damals auch der großen Mote-Photografen.

00:07:08: Es waren viele Studios.

00:07:09: beim Elstudio, die damals noch ein Studio hatte als Zehnteassistent am Anfang, wo man lediglich dann die Klimaanlage für Naomi Campbell rein rollen durfte Sobald sie im Stuhl... Ach

00:07:20: so, ich dachte du stand neben dem Schelter und hast immer auf einen und oft getroffen.

00:07:23: Nee, durfte nicht!

00:07:24: Ich musste dann raus.

00:07:25: Also ich durfte nur reinrollen während madame drehen wir durften dich da nicht.

00:07:28: Das Quartern später durfte ich noch mal dabei sein aber das ging relativ kurz weil ich in Paris auch sehr schnell verarmte denn du kriegst dort erst als dritter oder zweiter Assistent ernsthaftes Geld.

00:07:41: In den Positionen die ich war gab es wenn Glück hat ein Metroticket und immer im Mittagessen und Wasser gab's auch.

00:07:51: Aber ich war da nur ein paar Monate, weil ich einfach nicht mehr konnte.

00:07:53: Ich habe dann das Geld zusammen geliehen und meinen Käfer wieder voll zu tanken und zurück nach Stuttgart zu tukkorn.

00:07:59: Das war meine erste Paris-Erfahrung aber da war ich natürlich schon angefixt.

00:08:02: denn mit allem was wir in Deutschland immer denken dass es hier Modefotografie ist wenn man mal in New York oder in Paris reingeschaut hat muss man ja in dem Punkt mal ein bisschen demütig werden.

00:08:15: Wir haben dort In Paris gibt es Menschen, wenn du als Modemacher einen Schuh entwirfst und du brauchst dann für die Prätaporte schau.

00:08:23: Selbst für die brauchst du irgendeine besondere Schnalle, dann würdet ihr halt von jemandem gegossen, der nichts anderes macht als kleine Metallteile für die Mode zu gießen.

00:08:30: Dann hast du Leute, die dir ein Pailletten nähen, die dich Federn annähen, das ist überall Fachleute für alles!

00:08:36: Es sitzt sich hier in Paris, dann plötzlich sitzt ich hier in Berlin Was ich gar nicht nach Paris anfühlt.

00:08:44: Und hier gibt es ganz viele Menschen, die sagen sie sind Modefotografen.

00:08:49: Es wird heute vielleicht anders definiert und vielleicht wird's auch gar nicht mehr definiert.

00:08:53: Vielleicht ist auch jeder da eine freie Arbeit macht mit der geliehenen Klamotte Umsonst zur Verfügung stehen im Model schon ein Modefoto-Graf.

00:08:59: Ich weiß jetzt nicht wie das heute ist, aber was sich dort erlebt hat in Paris auf welchem Niveau des alles stattfindet.

00:09:07: Ich war auch mal bei einer Produktion dabei von Peter Lindberg, den die älteren von euch wahrscheinlich noch kennen.

00:09:15: Das sind halt drei Lastwagen-Filmaterial dabei und diese Produktion haben wir hier nicht.

00:09:23: Wie Sachistin mit der ich früher sehr viel gearbeitet habe.

00:09:26: Der Isar hat dann lange in London gelebt und gearbeitet und ist dann mit ihrem Mann, der auch Fotograf ist auf Lorian jetzt auch nach Berlin gekommen Und wir haben erst letzte Woche gearbeitet, haben eine Porträt-Session mit einem CEO gemacht.

00:09:41: Wir haben uns danach auch unterhalten... Es ist hier halt einfach anders!

00:09:47: In Paris oder in London wirst du nicht ernst genommen wenn du nicht Makeup und Haare getrennt buchst.

00:09:54: Das sind einfach zwei Jobs.

00:09:56: Ich weiß nicht, ich fand das letzte Mal auch damals als ich noch Mode machte Wenn mir ein Kunde Haare und Make up getrennten in Deutschland hat durchgehen lassen.

00:10:07: Also es ist ein komplett anderes Niveau und wenn man dann hier ist, weiß man man kann sicherlich toll Autos fotografieren oder das was wir jetzt machen für die Corporate.

00:10:15: Das großartig!

00:10:16: Wir sind nach wie vor eine Unternehmen-Nation, eine Ingenieurnation.

00:10:21: da kann man ganz viele tolle Dinge machen.

00:10:23: aber wenn man Mode machen will Da werden jetzt bestimmt ein paar Leute zuhören und sagen, ich bin in Paris oder in Hamburg.

00:10:30: Das macht natürlich Mode aber... Ich kann euch nur empfehlen, geht mal nach New York, schaut euch dort an da geht man nach Paris.

00:10:36: Es ist nochmal ein anderes Niveau.

00:10:40: Ja definitiv.

00:10:41: Also ich glaube das was du gerade gesagt hast mit Visages & Stylists und dass das getrennt ist, dass es eine Sache

00:10:49: ist.

00:10:50: Das ist

00:10:51: ein Drei verschiedene Gewerke und was ich auch immer wieder gerne anfüge, was einer der Hauptunterschiede zu beiden Ländern ist.

00:10:59: Nämlich sowohl zu den USA als auch zu Frankreich ist dass die Fotoassistenz kein Einstiegsjob sondern ein eigenständiger Beruf ist und zwar einen hoch angesehenen berufen.

00:11:09: auch ein gut bezahlter Beruf

00:11:10: definitiv.

00:11:11: also Ich habe in Paris am Schluss als Assistent drei tausend fünfhundert Demaart waren das umgerechnet damals bekommen.

00:11:19: Das war nur noch keine Eurozeiten, als sich Anfang der neunziger Jahre dort war und es war gut.

00:11:27: Das ist gut!

00:11:29: Das war damals richtig viel Geld?

00:11:31: Ja gut wenn man jetzt die Inflation von zwanzig Jahren drauf rechnet dann ist das ein Haufen Asche.

00:11:35: Das kann man nicht anders sagen.

00:11:36: Damals

00:11:37: hat aber auch einen gute Fotograf mit Bayards immer gut fünfstellig gehabt pro Tag.

00:11:44: Ich glaube, es in Paris heute auch nur noch wenigen vorbehalten.

00:11:47: Es war damals eher der gehobene Durchschnitt?

00:11:50: Ich kann mich erinnern dass... Oh Gott jetzt wird's... Nein ich bin nicht so alt!

00:11:55: Ich war wirklich jung als ich das gehört habe.

00:11:58: Das ist ein Kollegen gegeben hat, der gesagt hat, dass er eigentlich am liebsten USA fotografiert weil die da das in Dollar zahlen was bei uns im D-Markt bezahlt wird.

00:12:07: und da stand das glaube ich irgendwie noch zwei zu eins.

00:12:09: also entspannt für die gleiche Arbeit ist doppelte Nichtsdestotrotz, du hast schon als Assistent viel Geld da verdient.

00:12:16: Dann bist du Modephotograf geworden und wahrscheinlich bist du vor Lachen nicht in Schlaf gekommen?

00:12:19: Nein Spaß beiseite!

00:12:20: Ich muss dich unterbrechen so ist es unhöflich aber ganz sowas nicht.

00:12:24: ich war dann in Paris mit Anfang zwanzig bin dann nach Süddeutschland zurück und war dann erst mal für ein paar Jahre Industrie- und Werbefotograf.

00:12:38: Okay, die Pause.

00:12:39: Armer!

00:12:39: Was mich interessiert ist... Du warst dann wieder in Paris und dann ist aber irgendwann der Punkt gekommen wo du gesagt hast das es nicht mehr meins.

00:12:49: Wie ist das passiert?

00:12:50: Weil dass ist das was mich eigentlich als Kern interessiert an der Sache.

00:12:54: Ja Das sind zwei Stränge meinem Leben parallel gelaufen.

00:13:00: Der eine Strang war der In diesen Mode-Produktionen, wir waren damals auch mal wieder in Südafrika und auf dem Kanal.

00:13:10: Und wo man halt so ist als Modephotograf, wenn man über Südafrika oder auch Südamerika spricht, dann einfach ganz anderen Kulturen.

00:13:20: Es hat aber niemand interessiert vom Team.

00:13:21: Keine Kunden, keine Art Bayer, keine Kreativdirektoren, die Models nicht setzten, die einfach niemand interessieren.

00:13:30: Es gab dann mal eine Situation in Kapstadt, da sind wir abends nach Wittnern der Produktion abends im Campsbake gesessen und haben damals noch große Hummer- und Meeresfrüchteplatten gegessen.

00:13:43: Und ich hatte dann dem Team gesagt, wir haben ja in zwei Tagen einen freien Tag, weil wir damals alle so drei bis fünf Tage für Styling einen freigen Tag gemacht haben, dass die alles umorganisieren können – uns haben die Freien Tage auch gut getan!

00:13:58: Und dann hatte ich aber organisiert, weil dadurch dass sich ja viele Jahre dort wart und irgendwann auch die ganzen lokalen Runner- und Sicherheitsleute und Fahrer und was man halt alles hat.

00:14:08: Best Boys kennengelernt oder ich habe sie zumindest kennengelernet und ich war manchmal bedienen auch in vielen von den heimenden Townships gelebt.

00:14:16: und dann hatte Ich mal organisiert eben das war glaube ich ich bin nicht ganz sicher.

00:14:27: hatte ich organisiert, dass wir als Team mit dem Kleinbus in eine dieser Townships gefahren werden.

00:14:34: Dort haben wir dann einen größeren Bereich der von Safe ist und dort hätten wir dann mit denen gegessen, hätten Kultur erlebt, hätten die Häuser reingeschaut und hätten einfach mal erlebt wie leben eigentlich Leute mit denen wir dort arbeiten?

00:14:45: Wie viele sind

00:14:46: mitgekommen und wie viel sind nicht mitgekommen?

00:14:50: Null!

00:14:52: Der Assistent durfte nicht weil seine Freundin Angst hatte Die Kundin wollte nicht weil sie den Tag unbedingt shoppen.

00:14:58: Ich weiß jetzt nicht mehr, ob es die Stylistin oder der Visagistin war.

00:15:00: Der hatte schon einen Termin beim Beauty Salat oder keine Ahnung, so ein Bonus-Ding... Die andere wollte dann irgendwie den Tag am Strand und überhaupt.

00:15:11: das ist doch vielleicht auch ein bisschen gefährlich und will man nicht.

00:15:13: und was sollen wir denn da?

00:15:14: Und am Ende bin ich so unglücklich wie selten in meinem Leben am Strand gestanden und habe entschieden, ich werde nie wieder Mode fotografieren!

00:15:26: die Produktion dann noch gut zu Ende gebracht und habe ab diesem Moment nie wieder ein Modebild gemacht.

00:15:33: Das wurde mir ein bisschen leichter gemacht, weil eine Artdirektorin einer anderen Agentur mit der ich auch manchmal Modekataloge gemachte ganz toll zu mir war und sagte Klaus du warst eh als Modephotograf für uns immer ein bisschen schwierig, weil du wolltest aus jedem Model eine Persönlichkeit rausholen und sagen ja, die haben ja Persönlichkeit, die meisten sind studiert und sind eigentlich keine Dummbatzen.

00:15:57: Ja, aber es geht ja dann und am Ende geht's ja um Applikationen.

00:16:00: Um Nähte und um Dinge die weder mit Mode noch mit Mensch zu tun haben.

00:16:06: Und die hat mir dann tatsächlich damals die ersten Kontakte und Aufträge über deren Agentur verschafft, um Corporate Fotografie zu machen was mir damals ein unbekannter Begriff war.

00:16:18: Ja, mir auch!

00:16:22: Nee, ich weiß nicht.

00:16:24: Ich glaube auch nicht, dass irgendjemand was ist, wenn er mit sechzehn, achtzehn und was weiß ich nicht?

00:16:29: Wann die Erweckung kommt bei Peter Lindberghams um wieder den alten Hasenleute, glaubt er, kam es extrem spät.

00:16:38: Bei wem ist es so das der dann feststellt, oh!

00:16:40: Ich will unbedingt Corporate machen weil das ist ja auch... Viele Leidenschaften, es gibt viele Herangehensweisen.

00:16:45: Es gibt viele Möglichkeiten sich der Fotografie zu nähern, sich der Kunst zu nähern, Fotografien auszuleben und ich habe schon das Gefühl dass das was wir machen wahrscheinlich auf der Liste ganz hinten steht.

00:16:57: also wenn du mehr als bei mir warst ist ja vom Grundprinzip ähnlich kann mich gut daran erinnern.

00:17:01: Ich war fertig mit der Uni Und habe mich bei.

00:17:05: Oh Gott da gab es so ein... Also ich hab eine Kommunikationsdesign studiert Das heißt ich bin ja wo?

00:17:11: Auf einer Folkwang Das heißt, ich bin ja auf dem Papier auch Grafiker Art Director und alles.

00:17:20: Ich hab's studiert so.

00:17:22: Und dann gab es eine Firma.

00:17:24: jetzt habe ich den Namen vergessen.

00:17:26: da konnte man sich anmelden als Freelancer Ja wo du dann eben praktisch vermittelt worden wärst.

00:17:32: und für mich war einfach das Ding nicht fertig mit der Uni und habe gesagt ich will unbedingt Reportage machen Ich will unbedingt meine Portraits mal nicht möchte für die Geo arbeiten.

00:17:41: Und das war eigentlich der Grund, weswegen ich persönlich angefangen habe ganz am Anfang.

00:17:45: Das hat leider nie geklappt aber... ...ich wusste was da pro Tag bezahlt wird und ich wusste auch dass alle da arbeiten wollen!

00:17:55: Und ich wuste von meiner Mutter, die gesagt hat du brauchst mindestens Summe X im Monat Save Dass ich zehn Buchungen eben aus diesem Bereich pro Monat brauche und habe mir dann ausgerechnet wie wahrscheinlich das ist, dass ich genau das kriege bei der Konkurrenz.

00:18:14: Und kam aus der Uni raus und hab gedacht ja geil!

00:18:18: Ich kann damit nicht leben.

00:18:21: Habe aber gleichzeitig auch gemerkt... Nicht zuletzt wegen der Sache in Paris, dass andere Genres einfach nicht meint sind.

00:18:28: Ich muss aber auch sagen, das ich zu dem Zeitpunkt nicht einmal wusste, dass es Geschäftsberichte gibt.

00:18:35: Weil es gab... Gut, das klingt jetzt blöd!

00:18:36: Es gab noch kein Internet.

00:18:37: Natürlich gab es Internet, ne?

00:18:39: Aber die Informationen, die wir heute haben waren halt einfach nicht so leicht verfügbar.

00:18:44: und am Ende des Tages bin ich da auch durch die Automobilfotografie reingerutscht über einen total skurrilen Nebenkanal und habe dann glücklicherweise festgestellt, so wie die Artdirektoren bei dir das sich da aus Versehen quasi festgestellt.

00:19:03: Das genau da und nirgendwo anders mein Talent liegt.

00:19:06: Habe ich lange meinen Frieden nicht mitgemacht weil jetzt ganz gerne auch auf die Kopelfotografie heruntergeschaut wird?

00:19:12: Da werden wir in der Hartrübe streiten!

00:19:14: Ich streite gerne mit dir... Also die Art Direktorin hatte dich in einen Bereich gebracht,

00:19:20: der mir

00:19:21: vollkommen

00:19:22: un... Nicht vollkommen und bekannt.

00:19:25: Wenn du von der Industrie kommst, ist das ja nicht so weit weg?

00:19:27: Aber

00:19:28: wenn

00:19:28: du wirklich aus der Mode kommst und sagst ich mach jetzt Corporate... Das ist ja Bullshit!

00:19:34: Also es kann sein dass du beides kannst die Wahrscheinlichkeit ist aber relativ gering weil der Rechenweg zum fertigen Bild Praktisch während des Fotografierens Diametraging übersteht.

00:19:47: Du kannst dir nicht die Location aussuchen, du rufst nicht das Model aus, du ruftest nicht das Styling aus, so sucht ihr nichts aus, hast ein Style Guide, wirst du über feindlichen Gebiet abgeworfen und musst genau das abliefern was zum Style Guide steht!

00:19:58: Und wenn du Mode machst ist es ja genau andersrum.

00:20:01: Da hast du den Style Guide und dann wird die Locations gesucht.

00:20:03: Dann werden die Models gebucht, dann hast du Visagisten, Stylisten & Haare Makeup in drei Gewerke geteilt.

00:20:10: Ja, dann ... Location hätt ich gesagt.

00:20:13: Dann hast du den Art Director dabei, der noch genau sagt wie du's haben willst und hast natürlich das perfekte Umfeld um deinem Bild zu machen was vorher schon feststeht.

00:20:22: So wärs in idealen Welt.

00:20:23: Ich glaube in der Realität vermischt sich das alles schon ein bisschen mehr.

00:20:27: Es hängt von der Persönlichkeit ab Und als ich Anfang zwanzig war Da war ich halt Anfang Zwanzig Wie man so ist, dass das Drohen getrieben und einen Kopf voller Blödsinn mit einem ganz klaren Ziel, wo ich hin wollte und das war ganz klar.

00:20:43: Ich wollte in Paris als Modefotograf oder auch New York aber New York war schwieriger zu erreichen als Paris und so wird es dann Paris.

00:20:54: Das hat damals aber nicht wirklich zu mir gepasst.

00:20:56: deswegen habe ich's auf ein respektables Level geschafft, aber ich bin nie ein wirklich guter Modefoto geworden weil es nicht zu mir gepasst hat.

00:21:05: Und man kann Träume haben, die aber dann vielleicht trotzdem nicht passen.

00:21:08: Ich wollte auch mal Musiker werden und ich liebe Musik!

00:21:12: Ich lebe Musik.

00:21:12: Ich habe jahrelang auch auf meiner Homepage stehen gehabt dass meine Fotografie ist Music for the Rise Aber ich taug nicht zum guten Musiker.

00:21:21: Ich hab hier unter meinem Schreibtisch eine Tastatur rausziehbar.

00:21:25: Ich mach hier nebenher noch so ein bisschen Töne und Musik.

00:21:28: Aber ich finde kein Musiker, das habe ich irgendwann erkannt.

00:21:30: lasst das werde kein Musikern für mich bisschen Musik.

00:21:34: Und so glaube ich, müssen wir auch in der Fotografiedinge lassen die wir nicht wirklich richtig gut können.

00:21:39: und was gut können ist etwas anderes als sich da drin aufgehoben zu fühlen.

00:21:45: also ich habe aber mit der Mode Fotografie gedacht naja das ist ja vielleicht schon irgendwie meins aber zwar nicht meins.

00:21:50: ich hab

00:21:50: wenn man dacht denkt dass es eigentlich schon irgendwie Mainz ist dann allein die Formulierung zeigt er dass man's eigentlich nicht fühlt.

00:21:57: ne?

00:21:57: Wenn du morgens aufstehst und das Gefühl hast

00:22:00: Das ist ja eine Rechtfertigung, die dahin steht.

00:22:01: Ich will jetzt!

00:22:02: Dann weiß du dass es gut ist

00:22:04: oder wenn ich gar nicht mehr fühlst und mache einfach also wenn das einfach fließt.

00:22:08: Und insofern glaube ich Es gibt und ich kenne auch hier aus meinem Umfeld ein Mote Fotografen der jetzt mehr und mehr Portrait und manchmal auch Corporate macht.

00:22:19: er macht es auch

00:22:20: gut

00:22:21: Aber das liegt an der Persönlichkeit, er hat Philosophie studiert.

00:22:25: Du bist ein Kommunikationsdesign, du hast einen Kommunikator und es weißt du, dass du ein Kommunikkator bist.

00:22:30: Und du bist eloquent, gradlinig... ...und auch wenn du im T-Shirt dran sitzt, bist du Persönlichkeit.

00:22:38: Manche sitzen am Anzug dran wie Falschgeld und du sitzt halt im Tee-Short dran und bist präsent.

00:22:45: Ich glaube im Laufe der Jahre, wenn man Glück hat, erkennt man wo man gut hingehört.

00:22:51: Dann kommt vielleicht auch noch dazu.

00:22:54: Also ich setze es bei dir voraus, dass das auch so ist der Konrad hier an Raum weiter sitzt, Konrad Schmidt auch ganz großartiger Kollege.

00:23:03: wir langweilen uns nicht gerne und wenn ich was mache was mich nicht tief berührt dann langweile ich mich Und dann muss sich etwas anderes machen.

00:23:15: und jetzt komme ich mal kurz auf den Punkt wo ich dir widersprechen will.

00:23:21: Du hast jetzt mehrfach gesagt, dass du glaubst, dass man auf Corporate-Fotografie bis hin runter schaut.

00:23:26: Mag sein, mag nicht sein, da habe ich zu wenig Rückmeldungen dazu.

00:23:31: aber was ich sehe ist das mittlerweile sehr viele unserer Kollegen die eigentlich aus dem Bereich Werbung kommen, aus dem Beauty Mode.

00:23:38: alles möglich haben wir gemacht.

00:23:40: sie drängen zurzeit gerade so teilweise auch zu erschüttern niedrigen Honoraren drängen in den Bereich corporate Weil Sie wissen, es ist eine der wenigen lokativen Bereiche, die in den nächsten Jahren noch kommerzielle Fotografie bezahlen wird.

00:23:56: Denn ich sage das mal ein bisschen böse aber wenn du Werbefotografie machst oder Modefotographie ... Wenn wir nach Kapstadt sind, jetzt machen wir keine Modebeispiele sondern vielleicht Produktwerbung gemacht und so nach Kapstad geflogen waren Team von zwanzig Leuten mit Kunden, Salisten Models, alles drum und dran.

00:24:16: Dann hast du dort fünf Tage lang fotografiert in der gemieteten Villa, wo das Model, das wir gebucht haben niemals hingegangen wäre.

00:24:25: Die hatte Kleidung an die sie nie angezogen hat, die hatten Frisur diese Sonst nicht, hatte vielleicht ein Foto Lebenspartner neben sich den sie nicht leiden kann und hält ein Produkt in der Hand, dass sie glücklich anpreist, dass ihr wirklich egal ist.

00:24:38: Das heißt es ist eh alles gelogen gefälscht.

00:24:42: Deswegen finde ich es übrigens auch nicht schlimm, dass diese Bereiche jetzt irgendwann von der AI mehr übernommen werden.

00:24:47: Das ist eh gefälscht!

00:24:48: Kann ich sagen gleich richtig fälschen... Aber da habe ich mich gelangweilt.

00:24:54: Sehr gelangwalt und jetzt verbringe ich das in den meisten nicht ganze Tage, aber man verbringt Stunden und manchmal auch nur eine halbe Stunde, aber mit dem größten Unternehmer, den größten Denkern, den grössten Macherm die wir in der Gesellschaft haben.

00:25:09: Und ich hab' das Privileg sehr intime Zeit zu verbringen, weil ich finde, ich sage übrigens nie Fotoshooting.

00:25:16: Ich kann das nicht ertragen.

00:25:17: In Deutschland ist mehr oder weniger aktiver Teil eines Kriegs.

00:25:21: Wie können wir von einem Shooting sprechen?

00:25:23: Das entspricht auch nicht meiner Arbeitsweise!

00:25:24: Ich bin kein Shooter und ich hau auch nicht um die sechstausend Bilder am Tag durch... ...und ich schieße auch keine Leute ab sondern es ist eine Sitzung der Photosession Und für mich ist es totale Privileg und ich nehme jetzt mal an, das kannst du mir gleich oder uns mal hier erzählen.

00:25:42: Also wenn ich manchmal nur eine halbe Stunde oder auch manchmal eine Viertelstunde mit jemandem habe, da gehen gerne mal zehn Minuten erst einmal nur dafür drauf.

00:25:48: Dass man sich kennenlernt und da hält vielleicht kennt man es sich schon tauscht sich ein bisschen aus dann werden langsam die Marketing-Leute ein bisschen unruhig.

00:25:56: Ja das ist...

00:25:58: Und dann machen wir das Bild in fünf Minuten!

00:26:01: Aber diese Nähe, die es gibt, diese Interesse am nächsten und auch die Interesse, die mir ja auch ganz häufig von der Seite des Protagonisten entgegen gebracht wird.

00:26:14: Das macht mich total glücklich!

00:26:17: Wir unterbrechen die Folge.

00:26:18: kurz für den Hinweis auf unseren Onsor und der Schutz für dieser Podcast von der Bildübertragungsplattform Pickdrop.

00:26:25: Und wenn ihr selbst noch nicht mit Pickdrop arbeitet, kleiner Tipp von mir als täglicher Nutzer Es lohnt sich auf der Pickdrop-Seite einmal nachzuschauen was Pickdrop ist Was Pickdrop kann und vor allen Dingen was Pickdrop für euch und euer Photobusiness tun kann.

00:26:40: Das ist nämlich unter Umständen eine ganze Menge, schaut es euch an und guckt wie ihr es für euch nutzen könnt!

00:26:46: Und jetzt viel Spaß weiterhin mit der Folge!

00:27:04: Es ist Kommunikation, es ist Austausch.

00:27:06: Das ist beidseitiges Interesse und die Bilder entstehen zum Teil tatsächlich, ja kann man sagen nebenbei?

00:27:14: Ja unbedingt

00:27:16: auf jeden Fall!

00:27:16: Und das ist tatsächlich auch schon so gewesen dass Man dann Artdirektoren dabei hatte.

00:27:24: also eine Szene fällt mir da ein sehr prägnant in Erinnerung geblieben.

00:27:30: Die hat den Zauberträg einfach nicht verstanden Und ich stand dann eben mit dem Zeitplan daneben und hat dann irgendwie immer dazwischen gegrätscht usw.

00:27:37: und immer so kurz bevor ich die soweit hatte, dass sich eigentlich richtig hätte anfangen können.

00:27:45: Also ich glaube auch, dass die Porträte also gerade Corporal-Porträts sind nicht einfach Porträts ist ein ganz eigenes Genre.

00:27:59: Ich bin da durch Zufall rein bin durch Zufall da wahrscheinlich dem Talent über den Weg gelaufen, mit dem ich überhaupt nicht gerechnet habe.

00:28:06: Weil ich mich selber genau wie du wo ganz anders gesehen hab.

00:28:09: Ich wollte was ganz anderes mit der Fotografie und ich wollte eine ganz andere Richtung.

00:28:12: Hab glücklicherweise extrem früh gemerkt dass mir das... Dass das nicht funktioniert, dass es nicht klappt, dass sich nicht der Mensch dafür bin, was ich mir eigentlich gewünscht und für mich vorgestellt habe.

00:28:25: Ich merke aber auch immer wieder, weil du jetzt gesagt hast es drängen so viel in die Corporate Fotografie.

00:28:32: Dass das solche Genresprünge, dass viele in unterschiedliche Richtungen Genressprünge versuchen und unternehmen Aber ist ein Großteil der Fälle einfach nicht klappt Und zwar gar nicht wenn man nicht Fuß fasst Sondern weil es einfach zwei Möglichkeiten gibt entweder Es ist dein Genre und Du fühlst das und du stehst jeden Morgen auf Weil ich bin Und das ist das Gefühl, ich will.

00:28:56: Ich will!

00:28:57: Das ist mein Tag.

00:28:58: Es gibt auch Kollegen hier, die sagen, mein Gott, er hat Vorstände... wird ihr das nicht langsam langweilig?

00:29:04: Ich denke nein, es ist

00:29:07: voll geil.

00:29:08: und genauso wie du sagst dass man eben Menschen begegnet, die... Mir ist es eigentlich Wurst, welche Hierarchie-Ebene das ist weil mich eigentlich Jede Person individuell interessiert, was sie antreibt wie sie da hingekommen ist.

00:29:22: Was die da macht warum sie das macht und ich gehe in den seltensten Fällen raus Und weiß dass nicht.

00:29:28: und für mich ist es so wie ein großes großes puzzle oder ein großes wirtschaftspuzzle oder ein grosses gesellschaftspuzzel.

00:29:36: Es gibt ja Leute, die es auch im ausland machen.

00:29:39: du warst vielen afrika da kommen wir sicher gleich noch drauf.

00:29:42: und Für mich ist das eine gesellschaft puzzle in deutschland weil ich habe Ich hab mit Vorständen zu tun ich habe auch mit Reinigungskräften zu tun.

00:29:51: Ich hab mit Ingenieuren zu tun, ich hab mit Lagerarbeiten zu tun und mit Leuten die in einer schweren Industrie arbeiten zu tun.

00:29:58: Und alle diese Industriezweige gehören zusammen und passend zusammen und machen ein Produkt oder eine Wirtschaft aus.

00:30:07: Das heißt, man weiß dann zum Teil wer die Schrauben unter den Klebstoff hergestellt hat der dann vier Wochen später auf dem nächsten Job in ein Auto eingebaut wird.

00:30:17: und das ist was mich wahnsinnig begeistert.

00:30:21: Ich habe jetzt nebenher während du gesprochen hast nicht du zustimmend vor mich hingenickt sondern auch noch kurz mein iPad geöffnet und bin ganz posh auf meine eigene Homepage gegangen.

00:30:32: Das, was du gerade sehr wortreich und schön beschrieben hast, habe ich bei mir auf der Homepage stehen.

00:30:40: Ob CEO, Kommunalpolitiker, Künstler, Bundesminister, Indigenes, Volker oder Facharbeiter... Und darum geht es.

00:30:46: Es ist vollkommen egal!

00:30:47: Weil ich weiß immer wenn wir jemand fotografieren und wenn's ein Facharbeit ist oder noch in einer niedrigeren Hierarchiestufe aber die Person fotografieren wäre weil sie in irgendeiner Form dieser Struktur was Besonderes sind, dass wir uns nicht fotografieren.

00:31:05: Das heißt jeden den wir fotografieren gibt es einen Grund warum wurde er ausgewählt das er fotografiert wird und jeder hat eine Geschichte zu erzählen.

00:31:14: und dadurch dass die ausgewählt waren sind es oft ein bisschen vielleicht eigenwilligere oder spirituellere oder bewusstere Menschen und ich liebe das total.

00:31:24: und wie ich auch schreibe bei indigenen Völkern Wir können oft überhaupt nicht kommunizieren, zumindest nicht verbal aber non-verbal.

00:31:33: Wie auch im hiesigen Leben gibt es Bindungen.

00:31:36: und spürst du wo Energien fließen?

00:31:39: Und dieser Energiefluss den finde ich total toll und den hast Du nie mit bezahlten Models.

00:31:46: da fliehen andere Energien und das kann auch alles toll und schön sein.

00:31:48: die Models sind nicht das Problem daran Aber der ... Der Energieflus ist vollkommen unabhängig von der Position Person von dem Protagonisten-Protagonistin.

00:32:01: Aber ich glaube schon, dass der Großteil der Menschen die wir fotografieren sollen und dürfen Persönlichkeit haben.

00:32:10: Und das ist das was mir Freude macht!

00:32:11: Ich mag Persönlichkeiten!

00:32:13: Der Witz ist... jetzt habe ich den Dreh einmal rum.

00:32:18: In den Bildern, die wir machen geht es um Persönigkeit.

00:32:22: Das ist der eklatante Unterschied zu viel Werbung.

00:32:25: Weil du kannst natürlich, natürlich ist einfacher mit einem Model zu arbeiten was auch eine Persönlichkeit hat und was sich mit einbringt mit dem man zusammenarbeitet was nicht nur einfach die drei fünf Minuten wo es vor der Kamera kurz da ist und dann sofort wieder das Handy in die Hand nimmt sondern was auch einfach an dem Tag da ist wo man einfach ne Atmosphäre auch im Team hat.

00:32:44: Das macht vieles einfacher.

00:32:45: Nichtsdestotrotz geht es nicht um die Persönlichkeit des Models, ne?

00:32:51: Also da muss nichts von gezeigt werden.

00:32:53: Man kann teilweise besser zusammenarbeiten oder nicht aber am Ende des Tages ist es Wurst und das ist eben bei dem anderen nicht.

00:32:59: Aber ich habe ein schönes Zitat von dir was auch noch mal schön umreißt.

00:33:04: mich fesseln Menschen und ihre Geschichten mich faszinieren Städte und ihre Vielfalt.

00:33:09: Ich stelle mich gegensetzen und rätseln.

00:33:11: Was zeigen also meine Fotos?

00:33:13: ganz einfach Das Leben Nicht mehr und nicht weniger fand ich großartig Kann man einfach fast so stehen lassen.

00:33:19: Warum fast?

00:33:22: Naja, wenn ich jetzt sage das lassen wir so stehen könnte mal sagen Wir sind für heute fertig.

00:33:26: Aber ist immer nicht weil ich darf jetzt ja noch den zweiten Strang aufmachen da auch ganz gut reinpasst zu meinem Zitat dass sich eigentlich auch Mal wieder zitieren könnte irgendwo.

00:33:36: Ich hatte gesagt, dass es zwei Erlebnisse gab die mich aus der Mode und später aus der Werbefotografie rausgeholt haben.

00:33:42: Und mich dazu gebracht haben in anderen Weg zu gehen.

00:33:45: An den einen habe ich ja beschrieben das war die Situation in Kapstadt Die quasi der Endpunktpaar war für meine Mode Fotografie.

00:33:53: Aber dann gab's noch ein Punkt.

00:33:55: Das war kein Punkt sondern ein Zeitraum Der mich auch aus der werbe fotografie raus geholt hat.

00:34:02: und ich sage heute sehr klar und selbstbewusst.

00:34:05: Und ohne irgendein Model damit wissen zu wollen, weil diese nicht das Problem... Ich nehme keine Jobs mehr an wo wir Models verbuchen.

00:34:14: Ja aber den nur noch mit Menschen die für das stehen, für dass ich sie auch fotografiere der einen Platz sind an denen Sie hingehören Für eine Tätigkeit die sie tun oder für ein Leben dessen führen.. Ich will und werde niemand mehr fotografieren der nicht für das steht für was ich in Fotografier oder sie

00:34:40: Amen.

00:34:40: Könnte man sagen, ja das ist übrigens da kommen vielleicht später noch drauf.

00:34:46: in der jetzigen Situation mit einer Wirtschaftskrise, mit einer gesellschaftlichen Identitätskrise die wir speziell hier in Deutschland gerade haben und mit der EID vor der Tür steht und vielen Menschen Sorgen macht.

00:35:03: Eigentlich war es eine Supermarketing-Idee, diesen Weg zu gehen.

00:35:06: Als ich das entschieden.

00:35:06: in den Jahr zwei Tausendundneinzehnten gab's weder die Pandemie noch einen Krieg, noch noch noch.

00:35:12: Das heißt damals war das keine Marketingidee sondern kam aus Merausarbeit.

00:35:15: mittlerweile ist es natürlich schon auch in der eigenen Öffentlichkeitsarbeit ganz hilfreich dass sich diese Positionierung so habe.

00:35:23: Wie ist es gekommen?

00:35:24: In den letzten Jahren kamen in Deutschland eine bekannte Artbayerin Alice Feyer auf mich zu, die damals noch bei Colorebbe arbeitete.

00:35:33: Sie hat mich eingeladen vorbeizukommen, weil sie für das in Aachen sitzt eine katholische Hilfszeit Miserior einen Fotografen sucht und der international auch an schwierigen Plätzen bereit ist oder in der Lage ist, eine Kampagnenfotografie zu machen.

00:35:53: Und ich war dann dort und ich war ein bisschen aufgeregt, weil ich das schon alles toll fand.

00:36:01: Und Colin Reppe hat ja einen guten Namen und alles auch.

00:36:04: In dem Gespräch kann er irgendwann raus.

00:36:07: Ich frage immer wie kommt der auf mich?

00:36:09: Warum habe ich eingeladen?

00:36:11: Warum fragt ihr mich an?

00:36:13: Also wenn ich die nicht kenne, frage ich sowieso aber selbst wenn ich eine Agentur schon kenne... warum?

00:36:21: Pass ich als Person rein, pass meine Fotografie rein.

00:36:24: Bin nicht der Billigste und pass deswegen rein.

00:36:26: Was ist der Grund?

00:36:28: Und damals sagt denn ... Ich weiß nicht, ob es Alice oder Tobi war oder wer auch immer.

00:36:34: Aber damals habe ich die Rückmeldung bekommen, dass ich zu dem Zeitpunkt wohl eine sehr gut passende Balance hatte zwischen wirblicher Fotogra- also Bildsprache und trotzdem schon sehr viel Dokumentationen und Reportagen gemacht habe Weil ich vor einigen Jahren anfing, in den Jahr two-thausend acht glaube ich war.

00:36:56: Das habe ich angefangen über eine Art Direktorin die mal eine Auszeit brauchte und dann nach Uganda gegangen ist um dort bei einer Orphanage bei einem Weißenheim dort zu arbeiten und sie mich dann irgendwann fragte Klaus Da werden von der Kindernotil für Gelder gekürzt, wir müssen irgendwie was für die machen.

00:37:20: Sie wusste, dass ich damals schon manchmal mit ihr für die Karitas fotografiert habe, ob ich mir nicht vorstellen könnte in eine Initiative runterzufliegen und mal zu machen.

00:37:31: Das hat mich ein bisschen an meine Grenzen gebracht.

00:37:34: Ich bin den Weg dann trotzdem gegangen und war dann auch sehr betroffen von dem, was mich dort vor Ort erwartet hat.

00:37:42: Und so hat dann von mir damals schon angefangen eine immer stärkste Hinwendung auch zu sozialen und gesellschaftlichen Themen.

00:37:54: Was dann auch mitten Grund war, dass ich eben in den Mote-Fotografien aus der Welt bin.

00:38:00: Da hat also für Kalle Reppe und für Messerior die Bildsprache gut und vielleicht auch meine Persönlichkeit mit dem Alter und allem was das zusammen gehört, gut gepasst um damals die Kampagne zu fotografieren Nach einigen Reisen, die ich dann mit und für mich seriöer machte.

00:38:19: Wir waren in Burkina Faso, wir waren in a favela in Brasilien... Wir waren mittlerweile über die heibe Welt unterwegs Und da hängt auch ein neueres Bild.

00:38:34: das ist auf den Philippinen entstanden In dreiundzwanzig.

00:38:41: Da kam irgendwann der Punkt Das war in den Jahren, dass ich sagte, ich werde nicht mehr mit Models fotografieren.

00:38:49: Und das ist gemein, weil es klingt so als hätte ich ein Problem mit Modells.

00:38:54: Ich habe unter den Models so viele tolle Persönlichkeiten kennengelernt.

00:39:00: Die Menschen, die ich Probleme hatte waren oft die Art Bayerinnen.

00:39:04: Es waren ganz oft gerade aus dem Werbebereich die Kundinnen und Kunden.

00:39:12: vollkommen überdrehte Stylistinnen und Stylisten, die ich nicht ertragen konnte in ihrer falschen Intensität.

00:39:20: Sorry wenn ich das jetzt so ein bisschen hart sage, aber das hat alles nicht mehr für mich funktioniert.

00:39:24: Dann habe ich im Jahr zweizigundneinzehn gesagt, dass wir den nächsten Cut machen können – also keine Modemessung oder Werbung mehr.

00:39:32: Also keine klassische Konsumgüterwerbung, keine klassischen Werbungen, wo wir gefälschtes machen.

00:39:38: Du hast Kommunikation studiert und ich habe gesagt, ich will Kommunikationsmachern.

00:39:41: Und ich bin dann Ende zehneunzehn an Anfang zwanzigzwanzig durch Halbdeutschland gereist und hab mich ausschließlich bei Direktkunden oder Kommunikierungsagenturen vorgestellt.

00:39:53: Bin nicht mehr zu Werbeagentur gegangen weil ich weiß dass die Kommunikrationsagenturn anders drangehen.

00:40:00: Ich bin mit einem Portfolio los so kein einziges Bild drin war das in den kommerziellen Kontext hatte.

00:40:06: Das war zu hart, die Reaktionen waren wunderschön.

00:40:09: Ich hatte in eine halbe Stunde einen Termin eingeräumt bis in zweieinhalb Stunden gesessen.

00:40:14: aber alle sagten wir würden gerne solche Sachen mit dir machen und wir melden uns wenn was da ist, aber wir sehen es nicht.

00:40:25: Und dann kam die Pandemie und ab Mai hat das Telefon geklingelt eins ums andere Mal und viele von den Agenturen bei denen ich war Kurz zuvor haben sie immer gesagt, wir brauchen eine andere Bildsprache.

00:40:41: Wir brauchen authentisches, echtes Schmeckbares.

00:40:44: Wir müssen Bilder haben, denen wir glauben können.

00:40:48: Keine will gerade noch einen Influencer oder glattgebügelte Werbung mit happy lachenden Leuten drauf.

00:40:56: Das haben wir zurzeit wieder ein bisschen mehr.

00:40:58: Aber in der Zeit war das ja verpönt und es hat keine ertragen.

00:41:01: Und zwanzig, zwanzzig war ein Superjahr für mich.

00:41:04: Einzwanzig war es meine besten Ever und ich war in der Zeit auch ... Ich war im Senegal, ich war im Libanon... Ich war in Albanien, Kosovo.

00:41:12: also ich war IN dieser Lockdown-Zeit international und interkontinental unterwegs.

00:41:19: Und davon profitiere ich bis heute.

00:41:22: Tolle Zeit!

00:41:24: Das war mein Weg.

00:41:25: da waren halt auch mal Glück im Unglück dabei, denn die Pandemie war ein Ungluck.

00:41:30: Aber sie war für mich privaten Glück und sie war beruflich am Ende auch ein Glück weil es die ganze Welt angehalten hat und ich konnte in Ruhe meine neue Profession oder meine neue Spezialisierung aufbauen.

00:41:42: Ob man das heute noch mal so gelingen würde?

00:41:45: Weiß nicht!

00:41:45: Das war ein Glücksfall dass ich dann an dem Punkt auch gerade richtig aufgestellt war.

00:41:50: aber ich glaube du hast in der Pandemie auch nichts schlecht gearbeitet.

00:41:53: Ich hab durchgearbeitet.

00:41:56: Also ich habe sechs Wochen nicht gearbeitet, das war in dem vollkommenen Lockdown tatsächlich.

00:42:02: und was mir eine Pandemie sehr schwer gefallen ist dass sich wahrscheinlich genau wie du viel Kontakt zu Kollegen hatte und mir ist der Austausch sehr schwer gefallen weil ich das Gefühl habe ich bin mehr oder weniger der einzige der durchgebucht ist habe mich aber nicht getraut darüber zu sprechen, muss ich ganz ehrlich sagen.

00:42:25: Weil ich einfach gedacht habe, ich möchte... Ich weiß gar nicht was ich gedacht habe!

00:42:29: Ich glaube, ich hab eher gefühlt.

00:42:33: Ich wollte niemanden ein schlechtes Gefühl damit geben.

00:42:36: Andererseits war ich immer kurz vorhin gesagt, Mensch Gott, wenn alles das stimmt, was ihr sagt bei dem was ihr beklagt dann dürft es mich in dieser Theorie gar nicht geben.

00:42:50: und

00:42:51: warum?

00:42:53: Es gibt gar keine Fotos, es gibt keine Bereiche und es gab keine Möglichkeiten.

00:42:58: Dann kann so eine Ausnahme ja nicht existieren.

00:43:01: Für mich war das immer so.

00:43:03: Ich kann mich erinnern... ...es gab mal ein Foto-Wettbewerb in Essen an der Uni.

00:43:10: Das war für mich ein ganz spannender und entscheidender Moment.

00:43:15: Und zwar hat die RWE damals einen Fotowettbewerk ausgelobt.

00:43:21: Der war nur für unseren... Nur für unseren Studiengang, wir waren sehr kleiner Studiengang.

00:43:26: Das heißt es war klar, es sollte ein Topbild werden.

00:43:32: Platz eins, Platz zwei, Platz drei plus neuen Ankäufe damit sie dann auch gleich noch einen Kalender haben und wie das eben unternehmen machen.

00:43:41: Und ich erinnere mich eine Woche vorher bevor's losging mit der Preisverleihung rief meine Professorin bei mir an hat gesagt ja Mensch am Freitag, wie sieht denn das aus?

00:43:53: Ob ich denn da sei, bei der Preisverleihung sage ich, nee.

00:43:55: Ich bin Trauzeuge!

00:43:57: Dann war das mal Ruhe in der Leitung und dann gesagt, ja wo denn?

00:43:59: Da sage ich hier in Essen.

00:44:01: Wann ist denn die Trauung?

00:44:02: Und dann habe ich gesagt um elf.

00:44:05: Okay.

00:44:05: Und dann wurde tatsächlich die Preisverleiung vorverlegt auf, ich weiß nicht irgendwas Absurdes für universitäre Verhältnisse so acht Uhr morgens.

00:44:15: Das wurde noch viel absurder weil ich natürlich kurz vor dieser Hochzeit, weil ich direkt weiter musste Natürlich als Einziger zusammen mit den RWE-Leuten vorne einen Anzug an hatte und drum rumhaufen Studenten.

00:44:29: Und dann war es, ich weiß nicht mehr ob's der erste zweite dritte Preis und noch zwei Ankäufe waren auf jeden Fall oder erster zweiter vierter.

00:44:40: Ich habe mehr da weniger das halbe Preissgeld was insgesamt da war mitgenommen und hab mir damit unter meinen Kommilitonen keine Freunde gemacht.

00:44:49: So, was ist passiert?

00:44:50: Es ist nicht so gewesen dass meine Bilder zwingen besser waren.

00:44:53: Es sind zwei Sachen passiert.

00:44:55: das erste war vielleicht waren sie näher an dem was sich die RWE vorgestellt hat.

00:45:00: Das ist Punkt eins.

00:45:02: das zweite was aber viel entscheidender war dabei ich war der einzige der mehrere Arbeiten abgegeben hat.

00:45:08: So das hat für unfassbar.

00:45:09: wie kann denn nur und das ist ja irgendwie es gab einen riesen Shitstorm mit einem was dazugehört.

00:45:16: Der punkt ist aber Ich war der Einzige, der die Ausschreibung durchgelesen hat und da stand nirgendes dass man nur eine Arbeit abgeben kann.

00:45:24: Das heißt ich habe alle Arbeiten aus dem halb Jahr, die auch für die Uni gemacht haben darauf ausgerichtet das sich sie gleichzeitig da ablegen kann und hab dann halt einfach es gibt auch viele arbeit mit denen nichts gewonnen habe in dem Wettbewerb.

00:45:37: aber ich habe halt einfach sehr viel an diesem Tag gewonnen.

00:45:41: und das spannende ist daran gefühlt, es hat niemand von den anderen.

00:45:46: Es sind alle ganz laut gewesen!

00:45:47: Wie kann man nur?

00:45:48: Aber es hat niemand gefragt... Was ist da

00:45:51: passiert?!

00:45:52: Wie kann ich das anders machen?

00:45:55: Was kann ich mir aus diesem Moment mitnehmen?

00:45:58: Und das ist auch das was ich manchmal bei oder gerade in der Corona-Zeit bei manchen Kollegen manchmal auch gedacht habe weil ich gesagt habe okay das aktuelle Geschäftsprinzip funktioniert grade nicht aber lasst uns doch mal nicht darüber reden Funktioniert, sondern an welcher stelle man welche lösung finden kann wie man weitergehen kann.

00:46:20: Und das ist genauso.

00:46:21: wenn jetzt sich alle auf mal wechseln hat das fotografie genre.

00:46:25: Nee ich glaube so einfach ist es nicht.

00:46:27: Ich glaube auch dass es in den einzelnen fotografie genres die jetzt unter druckeraden immer wege gibt Dass der mode fotograf dann einfach du.

00:46:35: dann muss man mode anders denken.

00:46:37: Dann muss man Mode anders denken dann muss Man Die freien arbeiten anders machen und Muss von sich aus auf die Unternehmen zu gehen.

00:46:44: Wenn eine Werbeagentur unter Druck gerät, dann geht zur Werbeargentur mit deinen Bildern und deinen Arbeiten.

00:46:50: Und zeige ihnen einen Weg der dir eingefallen ist wie sie weiter mit ihren Werbekunden arbeiten können.

00:46:56: Nils?

00:46:58: Warum bist du mal Fotograf geworden?

00:47:06: Wahrscheinlich weil ich nicht schnell noch weggelaufen bin.

00:47:10: Schulpraktikum erster Tag Kamera in die Hand gedrückt gekriegt.

00:47:14: das ist so als wenn man einem Menschen begegnet und es ist lieber auf den ersten Blick.

00:47:19: Zack, das ist der Moment gewesen!

00:47:20: Nichts anderes

00:47:21: so.".

00:47:22: So ein etwa die Antwort hatte ich mir erhofft.

00:47:24: Bei mir war's übrigens ähnlich.

00:47:25: Ich war als Jugendlicher ziemlich schüchtern glaub noch vielleicht heute nicht mehr aber ich war damals relativ schüchternd Und die Kamera war für mich eine Sprache um mich auszudrücken und wie du auch sagst es war Liebe auf den ersten Blick.

00:47:41: Ich habe mich in das Medium Fotografie verliebt, ich hab von meinem Vater damals ja ...

00:47:45: Oh, ich weiß,

00:47:46: worauf du hinausfüllst!

00:47:46: Ich

00:47:47: weiß genau, worof du hinausfilzt.

00:47:51: Ich glaube wenn wir rausgehen als Fotografen und die Liebe für die Fotografien, vielleicht doch die Liebe der Menschen oder die Liebe des Themaes uns interessiert, es können Autos sein oder whatever, wenn wir die in uns tragen und nur die nach außen transportieren können dann sind wir unentbehrlich.

00:48:14: Immer dann, wenn wir glaubwürdig liebende Energie – das klingt vielleicht ein bisschen esoterisch aber ihr versteht ja schon alles.

00:48:23: Aber wenn wir glaubewürdig liebente Energie für das was wir tun transportieren, dann erzeugen wir Resonanz und ich glaube dass ist eines der großen Themen die wir auch mit uns selber haben, dass wir uns in digitalen Welten verlieren, dass Wir uns in irgendwelchen Wettbewerben verlieren.

00:48:39: Dass wir uns an irgendwelche Außendarstellungen verlieren Ganz viele Gedanken machen um Dinge, die nicht der Kern sind und dass wir über viele Dinge kommunizieren.

00:48:55: Die es eigentlich nichts sind.

00:48:56: wie viele Menschen kenne ich um mich rum, die im Gegensatz zu mir sehr fleißig in Social Media sind.

00:49:01: aber fast alle sagen ja eigentlich interessiert sie mich nicht macht halt nicht.

00:49:06: also es gibt andere Wege.

00:49:08: man kriegt auch nicht nur eine Wohnung indem er eine Internetplattform reinschaut, sondern ich kann viele andere Wege haben, eine Wohnung zu bekommen.

00:49:18: Ich kann auch viele andere wege finden einen Foto-Job zu bekommen!

00:49:22: Ich gerne nicht viel die regelmäßig über ihre Social Media Präsenz glaubhaft machen können dass sie darüber viele Jobs bekommen weil da bleibt soviel auf der Strecke.

00:49:32: es bleibt der Mensch, die Humanität bleibt auf der Strecke und die menschliche Dimension Und das ist eigentlich der Fokus, den wir heute mehr denn je brauchen.

00:49:43: In einer Zeit wo... Ich will nicht groß über AI sprechen aber wir können auch nicht ganz dran vorbeigehen.

00:49:49: Aber in eine Zeit wo egal mit welchen Kollegen ich spreche und du weißt ich bin wie du auch, wir sind noch im BFF in diesem Berufsverband vielleicht nicht mehr aktiv, aber wir wissen noch Mitglieder da hat man die letzten zwei Jahre sehr viel dafür dass wir eigentlich Fotografen sind haben wir sehr viele über generierte Bilder gesprochen und diskutiert.

00:50:08: Das ist alles richtig und ich halte mich da auch einigermaßen auf den Laufen, denn aber... Wir müssen manchmal ein bisschen clever sein.

00:50:16: So wie du es erzählt hast in deinem Studium, dass du eben als andere wenigen die Unterlagen durchgelesen

00:50:22: hast?

00:50:22: Man muss aber dazusagen!

00:50:24: Ich wusste nicht mal das sich der einzige Bin der Clever is'.

00:50:26: Ich habe das einfach gemacht.

00:50:28: Das heißt, es ist zufällig passiert.

00:50:29: Du studierst

00:50:30: um was zu lernen.

00:50:31: Da hast du auf jeden Fall unser fürs Leben was gelernt.

00:50:33: Ja, es war ein Zufallsding Ja, und das ist dann halt einfach so passiert.

00:50:37: Das ist ungefähr so als wenn jemand mit einem Ball über ein Feld läuft und einen Tor schießt und irgendwer sagt, dass war Abseits!

00:50:44: Und man sagt jemand ja aber für dieses Turnier steht die Regel nicht im Plan.

00:50:48: Also vom Grunde ist es wie gesagt zufällig passiert.

00:50:51: Aber...

00:50:52: Es ist nicht zuverlich.

00:50:53: wir kommen gleich auf das gemenschliche Dimension zurück, aber es ist nicht zufällig Dass du daraus was gelernt hast, denn wir beobachten ja alles sehr interessiert wie du zum einen dich organisiert hast in deinen Arbeitsabläufen.

00:51:09: Wer ist wir?

00:51:10: Also zumindest Konrad und ich reden regelmäßig trüben ein paar andere schauen sich das schon auch immer wieder an aber auch wie du kommunizierst.

00:51:18: Du bist auch da jemand der eben überall einreicht, wo man einreichen kann.

00:51:23: Wo Sinn macht.

00:51:24: also du machst natürlich nicht jeden Quatsch mit aber dort wo es Sinn macht, dort wo deine möglichen Auftraggeber sind bist du durchaus präsent und da bist du sehr professionell und sehr hartnäckig präszent.

00:51:35: und ich glaube auch mit Würmen die dem Fisch schmecken.

00:51:41: Ja wir müssen den nicht schmecken.

00:51:44: Also ich habe den großen... Ich hab das große Glück, dass ich am Angelteich sitze und zwischendurch selber auch von den Würmern nasche mir das auch schmeckt.

00:51:52: Aber mir ist schon klar, dass es den Fisch schmecken muss.

00:51:55: Und im Zweifel beißt sich dann halt die Zähne zusammen und sagt stehe ich jetzt nicht hundertprozentig hinter aber dafür ist es genau der richtige Köder!

00:52:05: So wir haben aber das weißt du auch viele Kolleginnen und Kollegen wenn sie den kommerziellen Job machen jedes mal quasi entschuldigend kommentieren, dass sie einen kommerzielle Job machen.

00:52:20: Es wird in manchen Hochschulen oder auch sonstigen Fotoschulen durchaus sehr nachdrücklich vermittelt das für Geldarbeiten ein bisschen bae ist und Das hast du auf jeden Fall mindestens seit diesem wettbewerbsstudienerlebnis anders gehandhabt und ich glaube es einer der wichtigen Wege, aber das ist nicht alles.

00:52:42: Das ist die Sichtbarkeit, dass es sich Zugänge schaffen.

00:52:46: Der Konrad hier im Nebenzimmer sitzt spricht sehr gerne über Zugänge, die es braucht und auch was älter ich werde, desto mehr merke ich wir brauchen Zugänge und glaubhafte Zugänge bekommst du dann wenn du ein glaubhafter Teil von etwas bist.

00:53:03: Also ich zum Beispiel habe jahrelang selber Elektromusik gemacht und hab dadurch bis heute immer noch einen leichten Zugang.

00:53:10: so eine Elektroszene, also Elektromosikszene.

00:53:14: Sollte ich mich jetzt um Schlager kümmern würde nicht funktionieren.

00:53:17: dafür habe ich aber viele Jahre auch für Symphonieorchester gearbeitet weil ich habe klassisches Klavier gelandet interessiert mich.

00:53:23: Ich habe bis heute mache ich für Jazz- und Klassikmusiker auch relativ viel nicht, aber einiges an Arbeit Weil ich den Zugang habe.

00:53:33: Ich hab einen intellektuellen Zugang, aber auch einen persönlichen Zugang zu diesen Menschen und du hast dir herausragende Zugänge zu den großen deutschen Dachskonzernen geschaffen.

00:53:46: das glaube ich haben in der Form im direkten Kontakt nur ganz wenige unserer Kollegen und Kolleginnen.

00:53:54: Aber ist es einfach passiert?

00:53:56: Nein

00:53:57: Also gefühlt, ne?

00:53:58: Ja, aber nein.

00:53:59: Es

00:53:59: ist im Laufe der Zeit sicherlich gewachsen... Aber ich glaube schon das... Ich glaube es hat mir neulich mit sehr gegüldener Mal dass es... Klar gibt's Möglichkeiten zur Persönlichkeitentwicklung, zur Entwicklung der eigenen Marke und so weiter.

00:54:20: Es geht aber auch darum, dass man sich glaube ich seine vielleicht irgendwo seine eigene Nische aufbaut Und der Witz ist, dass... und da denke ich immer wieder darüber nach.

00:54:30: Weil du vorhin auch gesagt hast das was ich davor fünf Jahre ago, ich weiß nicht ob ich das noch mal könnte!

00:54:35: Und ich glaube auch, dass es quasi nicht möglich ist, da bin ich wirklich von überzeugt die Vorgehensweise irgendeines anderen Fotografen zu kopieren und damit meine ich nicht die Bildsprache oder nicht nur die Bild Sprache Weil wenn du jemanden die Bildsprache kopierst, das ist ganz nett.

00:54:55: Aber alles was dazugehört, ob es da hinführt, die Persönlichkeit am Set und so weiter... Die ist natürlich anders.

00:55:02: Gleichzeitig ist es aber auch so dass ich glaube, wenn man sich unterschiedliche erfolgreiche Fotografen anguckt dann ist der Weg immer ein kleines bisschen unterschiedlich.

00:55:14: Und wenn man in eine solche Richtung möchte, muss man seinen eigenen Weg finden weil es vollkommen.

00:55:19: Also es ist nicht möglich einen Weg tatsächlich zu kopieren.

00:55:23: Es funktioniert nicht, weil man ist nicht die gleiche Persönlichkeit.

00:55:28: Die Fotos sind immer ein kleines bisschen anders.

00:55:29: Das ist vielleicht sogar zu vernachlässigen aber diese Einzelzufälle, die es braucht an unterschiedlichen Stellen lassen sich nicht wiederholen.

00:55:42: Ein

00:55:44: kleines Beispiel heute Abend nimmt mich Jan, der ist Kurator bei Cameraberk in Berlin mit zu der Vor-Eröffnung der neuen Ausstellung in der Newton Foundation.

00:55:57: In jedem Straße und da werden wir einige Bilder wieder noch ungeschehene Bilder von Heim und Newton sehen.

00:56:05: Ich war früher und bin bis heute ganz, ganz großartig mit Newton-Fan.

00:56:09: Weniger seine Big Nudes und auch weniger seine Modefotografie aber ich finde seine Portraits herausragend Und ich find' auch viel seiner Aktfotographie die eigentlich keine Aktfodografie ist auch ganz großardig.

00:56:22: Als ich viel jünger war War ich mal mit dem Kunden in Australien zum Arbeiten.

00:56:28: Dann hab ich gesagt, bleib hier noch ein paar Tage ins Sydney Schau mir das an wenn ich da schon abballrumbin.

00:56:34: Und dort ist mir dann in irgendeinem Buchladen die Autobiografie auf Englisch von Helmut Newton in die Hände gefallen.

00:56:40: Lass ich dann dort im Park mit Blick auf den Oberlegen, in zwei Tagen durch und war natürlich total fasziniert.

00:56:49: aber in dem Augenblick ist mir vollkommen klar geworden Ich werde niemals Bilder machen wie Helmut Newton weil Helmut newton hatte ein Leben als jüdischer Flüchtling, als Callboy Als wirklich warnwitzig, spannend lebender Mensch mit einer aus dem Geldadel stammenden Herkunft.

00:57:16: Die ganze Geschichte ist so absurd!

00:57:18: Und alles gehört dazu?

00:57:19: Alles macht die Persönlichkeit aus und wenn du das Buch gelesen hast weißt du warum es für ihn so natürlich ist.

00:57:26: oder wurde in den Szenen die Menschen zu fotografieren sowie er sie fotografierte wie es gemacht hat.

00:57:34: So, wie es für dich ein ganz natürlicher Weg geworden ist und wurde in die höchste Liga der Corporate Fotografen zu kommen.

00:57:45: Das kann man nicht kopieren!

00:57:46: Man kann auch meinen Weg nicht kopiern... Ich hatte ein paar Themen in meinem Leben, ein paar Punkte – zwei, drei habe ich genannt und das gab noch ganz andere gute als schlechte….

00:57:56: Die hat man in dieser Zeit in der eigenen Persönlichkeit, die kann man auch nicht forcieren.

00:58:02: Manchmal braucht es da auch einfach ein bisschen Glück.

00:58:04: Vielleicht brauchst du auch manchmal die Bereitschaft zu erkennen, dass gerade was Besonderes passiert und daraus dann auch etwas

00:58:10: zu machen?

00:58:10: Ich glaube das ist ein ganz anscheinender Punkt, dass man diese Momente erkennt.

00:58:17: Da wird gut drin!

00:58:18: Auch wann was zu Ende ist.

00:58:21: Du wolltest Modefotograf werden... ich wollte zu Magnum.

00:58:29: Ich will

00:58:30: heute zu Magnum.

00:58:32: Vielleicht

00:58:32: will ich es nicht mehr erwarten, eine Zeit lang wollte ich es.

00:58:34: Ja, ich wollte das auch.

00:58:36: Ich habe aber sehr früh gemerkt dass ich leidende Kinder nicht ertrage auf eine sehr intensive Art und Weise.

00:58:48: Und Magnum hat doch ein bisschen mehr Bandbreite

00:58:52: Ja, aber ich wollte ja mit meiner Fotografie die Welt verändern und zeigen was wo wie in welchen Ländern nicht passt.

00:58:59: Und das wäre ein zentraler Punkt gewesen und ich habe es wie gesagt sehr früh gemerkt.

00:59:04: Und war danach wahrscheinlich für du mit der Modofotografie auch erst mal bisschen orientierungslos.

00:59:08: da kam dann keine Art Director vorbei und irgendwie hat sich der Weg dann doch entwickelt sind wir bei dem gleichen Genre gelandet und haben mich zu viel festgestellt okay ist unseres.

00:59:20: Deswegen glaube ich schon, dass die eigene Biografie auch dazugehörte.

00:59:24: Ich war vor ein paar Jahren in Perpignan auf dem großen Festival und habe da Begleitung meines Schwagers der früher bei Gettys gearbeitet hat.

00:59:38: Da hab' ich dann zwanzig Jahre später meinen Frieden damit gemacht weil ich so unfassbare Reportagen gesehen habe und auch Fotografen begegnet bin mit denen gesprochen habe gesehen haben, die mich so tief berührt haben.

00:59:54: Dass ich einfach gesagt habe es ist ein großes Glück für mich dass sich nicht in diesen Bereich gegangen wäre weil ich hätte dieses Level nie erreicht.

01:00:01: und das geht gar nicht darum dass ich an... Ich wollte ja nie einen Plan wo ich hin will.

01:00:05: Ich hab auch nie gesagt ich will einer der Topfotografen werden aber die Art und Weise und die Dichte und die Tiefen der die die Geschichten erzählen.

01:00:14: Die hätte ich auf dem Level in diesem Bereich nie erreicht.

01:00:20: Ich glaube, es kommt noch eine Ebene dazu.

01:00:24: Ich muss jetzt ein bisschen ausholen um das mal vorwegzunehmen.

01:00:36: Du hast wie auch ich eine Situation und wie viele der Fotografen um mich herum eine gewisse Klarheit oder Positionierung in der Fotografie geschaffen haben.

01:00:51: Wir reden nicht über Blenden, nicht über Brennweiten.

01:00:53: Nicht über Lampenmarken und über all diese Dinge reden wir nie.

01:00:58: Wir reden auch selten über irgendwelche Kunden die uns ärgern oder freuen oder Verträge machen müssen sondern wir reden ganz viel über die Philosophie oder auch die Rolle der Fotografie Und ich glaube dass wir eigentlich beyond photography unterwegs sind.

01:01:16: Wir lieben die Fotografie, also ich liebe sie auf jeden Fall nach wie vor ganz abgöttisch.

01:01:20: Auch wenn nicht die kommerzielle Fotografiede angewandte Fotografien nicht immer abgottisch lieben aber die Fotographie an sich.

01:01:25: Ich

01:01:25: bin mit der Fotografiesort über dreißig Jahre glücklich verheiratet.

01:01:28: Ich freue mich jeden Morgen, wenn ich aufwache und sie ist noch da!

01:01:31: Ja

01:01:31: wir warten nachher noch über deine fotografischen Kinder reden... Ich war vor drei Wochen in Peking, da war ich eingeladen zu einem erstmalig stattfindenden Symposium.

01:01:45: Das ist der Global Dialogue of Technology and Art.

01:01:52: Wir sind nicht groß aufgezogen.

01:01:54: Es waren ... Ich benutze dieses abgetroschene Wort.

01:01:58: Unfassbare Leute dort!

01:02:01: Es waren für Signal-Preisträger da.

01:02:05: hoch dekorierte Mathematiker da.

01:02:07: Es war ein französischer Komponist, es war von META oder CFO da.

01:02:14: Von Pixar Studios.

01:02:15: Leute da und irgendwo zwischen drin saß ich und ich habe die ganze Zeit nicht so richtig kapiert was ich jetzt eigentlich soll weil es war wirklich Teil der Weltelite aus Kultur Kunst und Wissenschaft und Technologie da.

01:02:33: Was hast du da wohl verloren?

01:02:35: Genau, was hatte ich da wohl verloren?

01:02:37: und ich habe es dann irgendwann verstanden als ich mein Vortrag halten sollte.

01:02:42: Was ich mit den Einschüchtern fand zwischen all diesen wirklich hoch dekorierten Leuten.

01:02:53: Über was haben wir überhaupt diskutiert?

01:02:54: Warum gab's dieses Symposium in Peking, dieses internationale Symposium?

01:03:01: Wir überländerwelt machen uns Gedanken, was passiert mit unserer Gesellschaft?

01:03:07: Was passiert mit uns Menschen in den sehr disruptiven Zeiten, die wir global haben.

01:03:17: Das hat nichts mit Kunst und Fotografie zu tun, sondern es war die Grundfrage, was eigentlich passiert.

01:03:25: Die Idee war von der einen Seite dem Menschen da Technologiseite zu holen darüber sprechen, was und zwar nicht nur AI.

01:03:36: Also Technologie ist zum Glück nach wie vor sehr viel mehr als nur AI aber insgesamt Technologie hat sich in den letzten Jahren professionellisiert und perfekt zorniert.

01:03:44: das ist ja kaum auszuhalten.

01:03:45: wir sitzen hier gerade vor unfassbar tollen kleinen Mikrofon und einem Rekorder und können eine Qualität in meinem kleinen Büro hier in Berlin aufnehmen.

01:03:55: Das war von ein paar Jahren nicht denkbar Und das ist jetzt so ein ganz kleines Beispiel.

01:04:00: Aber Das war die Grundfrage, was macht die wahnsinnig schnell voraus eilende Technologie mit uns Gesellschaft?

01:04:11: und was kann Kunst?

01:04:15: In China wird Kunst weitergefasst bei uns.

01:04:17: Und Kunst darf erst mal alles sein, was Menschen schaffen.

01:04:22: Welche Rolle welche Aufgabe hat die Kunst dazu?

01:04:25: Und am Ende dieser ganzen Vorträge hat der Direktor der Peking Filmakademie das Abschlusswort gehalten und er hat – ich kann ihn jetzt nicht mehr wortwörtlich zitieren, aber er hat damit abgeschlossen dass er sagte.

01:04:40: Er hat es sehr schön hergeleitet über zweieinhalb Tausend Jahre Kunstgeschichte.

01:04:47: Immer wenn neue große Technologien gekommen sind die Menschen Angst gemacht haben, die auch Gesellschaften wirklich disruptiv zerstört haben wie zum Beispiel laute Motorräder mit Hofgebohrten auspuffen,

01:05:00: die der gerade vom

01:05:02: Fenster stehen und gleich weg tuckelt.

01:05:05: Das hat den Menschen Angst gemacht und oft auch zurecht, weil es auf eine halbe Generation manchmal auch eine Generation kam, die unter die Räder gekommen ist.

01:05:12: Und es kann auch gut sein dass jetzt in der AI-Entwicklung wirklich ein zwei Generationen hier weltweit unter die Raderkampf.

01:05:18: vor allem in den sogenannten hochzivilisierten Gesellschaften ist das eine große Gefahr.

01:05:23: aber er sagte und er das hergeleitet ganz toll.

01:05:27: Am Ende hat immer die Kunst, die Technologie übernommen und hat sich zu was gutem geführt.

01:05:35: Das ist ... Ich hab ... das ist spannend!

01:05:41: Und daraus, wenn ich doch ganz kurz anschließen darf, merkt ihr deinen Gedanken?

01:05:45: Ja, ich geb mir Mühe.

01:05:47: Daraus erstellt sich doch die Frage – und die müssen wir uns alle stellen und zwar gar nicht, ob wir Fotografen oder Musiker Redakteure, whatever's sind wir aus der Kreativwirtschaft und Kreativeschaffenden.

01:06:04: Welche Aufgabe hat das was wir tun?

01:06:08: Und wo braucht es das was Wir tun wirklich.

01:06:13: Jetzt komme ich zurück, wo ich sagte, klassische Werbe und Modefotografie können auch die AI machen.

01:06:19: Von mir aus kann es die AI tun, weil das ist nicht unsere Aufgabe.

01:06:22: Da gibt's vielleicht viel bessere Möglichkeiten, ob man mit dem Kunden fünfzehn verschiedene T-Shirts am Model präsentieren kann, wo man nicht so weit reißen muss oder für jeden verschiedenen Markt auf jedem Kontinent andere Models rein posten kann mit einfachen Mitteln.

01:06:43: Vielleicht ist es gar nicht die Aufgabe der Fotografie.

01:06:45: Vielleicht ist die Aufgabe de Fotografi das, was du nämlich wolltest ursprünglich und da würde ich dich glaube auch motivieren wollen heute noch im weiteren Gespräch, dich mehr der Dokumentationen und Reportage zu widmen?

01:06:57: Der Dokumentations von dem, was isst denn?

01:06:59: Ich glaube es gibt kaum ein Medium dass so sehr geeignet ist, hier und jetzt festzuhalten mit die Fotografien.

01:07:10: Sehr niederschwellig!

01:07:16: Und auch über Kulturen hinweg lesbar.

01:07:21: Wobei, ich finde Fotografie ist in dem Augenblick wo sie gemacht wird relevant.

01:07:25: dann ist meistens zwei Generationen voll komwurst und dann kannst du plötzlich riesig und ganz wichtig werden.

01:07:31: aber das noch ein anderes Thema.

01:07:32: Kannst Du Dich an Deinem Gedanken gerennen?

01:07:34: Ja Es ist ja so dass es über Ich weiß nicht, Jahrzehnte oder Jahrhunderte gab es ja Maler.

01:07:43: Oder eben auch Zeichner die Menschen porträtiert haben also Portretisten im handwerklichen Sinne und ein Großteil der Kunst oder auch viele alte Meister wenn man sich den ganzen Holländer anguckt wo dann eben diese großen Familienöl gemälde?

01:08:00: das ist erstmal keine gute erst mal Auftragsarbeit gewesen.

01:08:03: Das heißt es ging darum Familie XY die Handelsfamilie aus Amsterdam oder Den Haag abzubilden Und genau diese Sachen, genau diesen Teil dieser Auftragsarbeiten.

01:08:18: Teil dieser Porträts die der Soldat in einer Hosentasche hatte wenn er irgendwie von seiner Familie getrennt worden ist und ins Feld gezogen ist.

01:08:25: Die ist dann tatsächlich von der Fotografie geschluckt worden.

01:08:29: das heißt es gab da natürlich auch unheimlich viele die dann einfach ihren Job verloren hat weil wenn keiner meinen Zeichner braucht ne?

01:08:34: Dann hast du natürlich grundsätzlich ein Problem.

01:08:38: Ich glaube, dass irgendwo ab dem Punkt und ich bin da geschichtlich mit Zahlen nicht ganz so gut und nicht ganz zu tief verwurzelt wie du das irgendwo ab den Punkt ist anfing.

01:08:47: Dass die Malerei die Zeichnerei oder das Handwerk oder die zu einer Kunst erhoben wurde?

01:08:54: Und deswegen anderen was du vorhin auch gesagt hast mit den Ausführungen des chinesischen Kollegen aus Peking, dass das wir jetzt in zweitausend Jahre mit der Technologiewandlung eigentlich immer dazu gekommen ist.

01:09:06: Dass die Technologie davor praktisch in diesen Kunstsektor gegangen ist und das ist ein Grund warum ich glaube, dass es gerade einen ganz, ganz spannender Moment ist.

01:09:13: Das nämlich Teile der Fotografie unter Umständen der AI zum Opfer fallen?

01:09:24: In Anführungsstrichen oder zumindest alle die Sachen, wo kein kreativer Prozess hinter ist.

01:09:32: Und wenn ich für Modeunternehmen XY in einem Studio sitze und an einem Tag Fünfzig Outfits durch Baller ob man da jetzt ein Fotografen hinsetzt oder irgendjemand, den man vorher erklärt wie eine Autofocus funktioniert das ist relativ Wurst.

01:09:47: Das heißt genau diese Sachen sind halt relativ schnell ersetzbar!

01:09:54: Ich habe mir vor zwanzig Jahren Motorsport schon Gedanken drüber gemacht, weil ich glaube Bernie Eglstone war das.

01:10:00: der ist auf die Idee gekommen dass er überall an der Strecke Kameras anbringt und dass man dann praktisch.

01:10:07: Die Leute die den Bildbedarf haben aus Redaktion wer weiß was nicht hinstellen können sagen ja also in Runde so und zu viel Minute so und so vieles das und das passiert und da nimmt man genau die Kamera und hat das Bild.

01:10:19: na das was ja schlachartig alle Fotografen ersetzen würden.

01:10:22: Und ich hab mich häufig gefragt, ich saß dann irgendwo an irgendeiner Rennstrecke zum Beginn des Rennens kurz vorm Start und vor der ersten Kurve.

01:10:32: in der Kurve saßen dann hinter irgendwelchen Fangzäuen – zweiunddreißig FotogRAFEN!

01:10:37: Wie Angler am Forellenpuff.

01:10:39: Alle das gleiche Objektiv, alle die gleichen Kameras und alle die gleiche Szene.

01:10:46: Und dann gab es den Unfall beim Start und danach haben sich alle auf die Schultern geklopft und gesagt ja ich hab das auch!

01:10:54: Ich habe da gearbeitet, das war relativ hart umkämpfter Markt zu dem Zeitpunkt Und zwar nicht das Rennen, weil derjenige der mich dahin geholt hat gesagt.

01:11:06: Das Renn fotografiert mir nicht, da würde ich die Sportfotografen.

01:11:08: Ich brauche keine Fotos, ich brauche Bilder!

01:11:11: So und das fand ihr eine ganz spannende Formulierung.

01:11:13: D.h.,

01:11:14: ich bin auf allen Vieren damals gegen das noch aus sicherheitszeichen Gründen durch die Boxengasse der DTM gerobt... ...und habe alles das fotografiert Was die anderen nicht fotografiert haben.

01:11:24: und plötzlich war es ein rundes Bild.

01:11:26: das heißt, es gab plötzlich in diesem Motorsport auch bei hinter den Kulissen in den Boxengassen wäre es gar plötzlich diese Emotion.

01:11:34: Und darüber dass jetzt auf einer Seite gab's nach wie vor die Sportfotos die waren genau für einen für eine Woche oder für einen Tag aktuell, vielleicht auch vor einem Jahr, wenn es der entscheidende Unfall war, der die Saison entschieden hat.

01:11:47: Aber im Endeffekt ist das ein Foto.

01:11:49: Es gibt keinerlei gestalterischen Prozessen und auf der anderen Seite gab es die, die die Geschichte von diesem Tag von dem Wochenenden überhaupt erzählt haben.

01:11:56: Und ich glaube dass du alles was das reine Ergebnis eines technischen Prozeses ist... Das ist ersetzbar!

01:12:08: Ich folge dir, wir folgen uns halt viel zu viel und jetzt habe ich eigentlich mal die Gelegenheit noch ein bisschen zu widersprechen.

01:12:14: Oh ja!

01:12:16: Ich beschäftige mich sehr viel mit AI auch generativer AI.

01:12:20: Ich lehne den nicht

01:12:21: ab.

01:12:21: Ich will sie selber nicht nutzen weil es mich nicht interessiert.

01:12:24: Das ist... Ich langweil mich einfach nicht gerne und ich finde das langweillig.

01:12:29: Ich kann daher auch erklären vielleicht ein bisschen warum ich's langweihlich finde?

01:12:36: kreatives Potenzial drin.

01:12:38: Das ist ein hervorragendes Werkzeug und wenn du die richtige Person ran setzt, können daraus unbedingt auch Kreative ... vielleicht nicht Neue aber kreative Dinge entstehen.

01:12:50: Da sehe ich keinen Widerspruch noch nicht!

01:12:51: Ich dachte du willst ihn jetzt noch formulieren?

01:12:53: Nein, nein, nein!

01:12:53: Wenn man in die Fotografie

01:12:54: aufgekommen ist um die Malereien die Zeichnerei verdrängt hat haben am Anfang wahrscheinlich alle gesagt oh Mensch die Monastia nur schneller... Aber es hat ja Jahre gebraucht bis zu den ersten angefangen haben, ich weiß nicht ob die dann auch schon Fotografen hießen und angefangen habe Fotografie anders zu nutzen.

01:13:13: Also momentan kopiert die AI ja das was die Werbefotografie macht zum Beispiel.

01:13:19: Und damals hat die Fotografi ja das kopiert was die Zeichnerei gemacht hat.

01:13:24: Das heißt was ist der nächste Schritt?

01:13:26: Es wird ganz sicherlich so sein dass der nächsten Schritt auch eingeleitet wird.

01:13:29: Das heisst es ist ein neuer Bereich.

01:13:34: Da steht, wie die Fotografie jetzt auch seit ... Oh, da gibt es unterschiedliche.

01:13:40: Sind wir im hundertfünfzigsten Jahr?

01:13:42: Je nach Definition.

01:13:44: Genau, das ist wirklich die Frage.

01:13:45: Leica feiert hundertundzwanzig.

01:13:47: Darüber ist ohne in die Tiefe zu gehen kleiner Rückblick auf den Anfang deines Gesprächs und der Einführung meines Wissens.

01:13:56: Und ich bin ein sehr aktiver Leica-Fotografen auch eng mit der Firma, so als war ich jetzt viele Jahre eng mit denen verbunden.

01:14:04: Enge Kontakte.

01:14:06: Meines Wissens gibt es keine Ambassadors von Leica, ich weiß es gibt viele Leute die sich auch sehr öffentlich so nennen.

01:14:12: Mir hat mal ein mittlerweile ausgeschiedene hoch angestellter Mitarbeiter aus Manetschen gesagt Es gibt diesen offiziellen Begriff nicht.

01:14:23: Also ich bin definitiv kein Ambassador.

01:14:25: Ich wäre auch kein guter Ambassador weil ich bin kein Fanboy.

01:14:29: Ich benutze Werkzeuge, die mir zusagen.

01:14:32: Zurzeit baut diese Firma aus Wetzlar Kameras und Objektive, die zu meiner Art der Arbeit passen.

01:14:39: Ich hätte überhaupt kein Problem fremdzugehen.

01:14:42: Also ich habe Riesenprobleme fremdenzugehen aber ich hab keinen Problem mit der Kamera fremdezugehen Aber das kann man wieder lassen.

01:14:48: nochmal zurück zur AI Was auch für mich eine Konklusio war aus diesem Dialog in Peking.

01:15:00: Das war mein Abschlusssatz, den ich in meiner Rede dort hatte.

01:15:05: Ich sehe sehr viel was wir Menschen mit generativer AI machen.

01:15:12: Mit Musik, mit Fotografie und mit Texten und das sind teilweise wirklich herausragende gute Sachen dabei die wirklich gut finde also die nicht beim Geschmack und vor allem auch intellektuell mich stören.

01:15:25: aber wo ich nochmal sagen muss das ist wirklich gut.

01:15:28: nur ich habe noch nichts neues gesehen und mich interessiert, wann kommt der erste Künstler die erste Kreative?

01:15:38: Die mit dieser absolut neuen Technologie auch eine komplett neue Ästhetik entwickelt.

01:15:47: Bisher ist ganz viel kitschig, oder es wird halt als schnelles Erweitertes mehr möglich.

01:15:51: Das

01:15:52: was man sich vorher erträumt hat und

01:15:54: mit viel Aufwand

01:15:55: gestylt wird jetzt einfach so die letzten fünf Prozent noch oben draufgesetzt.

01:15:59: aber das ist nichts Neues.

01:16:01: Und da bin ich gespannt wann sehen wir die erste kreative Arbeit wo wir alles sagen oh wow!

01:16:09: Das reißt mit Das wird kommen.

01:16:11: Irgendwann könnte es kommen.

01:16:12: Es ist eine spannende

01:16:12: Frage, also wenn ich mich jetzt fragen würde... Ich habe ja verschiedene immer Sachen gesehen und hab gesagt, obwohl ich muss sagen, es gibt eine Arbeit die mich tatsächlich... Also wenn du mich jetzt fragst so was hat dich in den letzten zwei Jahren am meisten am meisten geflasht?

01:16:32: Was kreativität?

01:16:33: Dann gibt das tatsächlich eine Arbeit einer Kollegin, die wir auch bald kennen.

01:16:38: Sabine

01:16:39: Ja.

01:16:42: Du meinst die gleiche Arbeit?

01:16:43: Sabine von Bassewitz.

01:16:44: Sabine vom BasseWitz, die hat ein... Also das hat mich voll... Ich weiß nicht, ob wir die gleicher arbeiten meinen.

01:16:51: Das wäre natürlich geil, krass, wenn wir zwei unterschiedliche Arbeiten meinen!

01:16:54: Du meinste

01:16:55: Musikarbeit?!

01:16:56: Ja, genau.

01:16:58: Die ist nämlich beigegangen, die gute Sabine da muss ich sie sowieso also die steht er sowieso bei mir auf der Liste.

01:17:03: Äh, die ist beigegegangen und hat einen Jugendgefühl was ich selber auch habe geschafft zu reproduzieren und zwar ist sie beigegangen und hat ein Nirvana Konzert auf dem sie war.

01:17:16: ich weiß gar nicht habe die geschichte jetzt nicht final nachgelesen ob man ich glaube kameras durfte man nicht mit reinnehmen oder sie hatte da so ein zwei unscharfe bilder von damals.

01:17:25: aber jeder kann sich aus dieser zeit daran erinnern.

01:17:30: Wie waren die Konzerte?

01:17:31: Wie waren sie belüftet, wie war die Atmosphäre.

01:17:36: Man trägt das in sich... Aber es gibt aus dieser Zeit von genau diesen Sachen keine Bilder!

01:17:40: Weil alle Bilder, die es von damals gibt sind nicht aus dem Publikum sondern da hat irgendjemand im Graben gestanden und vorne die Band fotografiert weil das unter anderem technisch auch überhaupt nicht möglich war.

01:17:50: Es gab damals was es heute gibt irgendwie dass du auf thousand sixhundert drei tausend zweihundert sechstausend vierhundert Aser ungestraft fotografieren kannst.

01:17:57: Das gab es alles nicht gearbeitet, du konntest vielleicht auf achthundert.

01:18:01: Die Beleuchtung

01:18:02: war jämmerlich, die auf der Bühne waren.

01:18:03: Es war ganz schlimm.

01:18:04: aber du hast das Gefühl und Sabine von Bassewitz hat es allen Ernstes geschafft eine Bildstrecke zu erzeugen und ich weiß gar nicht als ich das erste Mal gesehen habe ob da daneben stand dass es AI ist, stand glaube ich irgendwo im Fließtext.

01:18:28: Das ist nicht möglich.

01:18:31: Und da muss ich sagen, das hat mich wirklich begeistert, weil während viele andere rumgespielt haben und assen und versuchen eine Realität nachzueifern aus irgendwelchen Werbeshootings und irgendwelche Hunde die durch die Gegend laufen und Models mit ganz tollen Sommersprossen und der Hautstruktur und sich daran mehr oder weniger technisch einen schönen Begriff aufgegeilt haben hat Sabine von Baselwitz eine Strecke gemacht, wo ich dargestanden habe.

01:18:57: Und ich hab wirklich ganz tief Luft geholt und hab gedacht ja das ist eine Möglichkeit die man mit genau diesem Medium hat.

01:19:08: Das ist die einzige Arbeit die mir aus den letzten zwei Jahren einfällt gibt keine zweite Aktuellen.

01:19:13: Es ist

01:19:13: so interessant weil ich bevor du damit angefangen hast Sabine auch erwähnen wollte.

01:19:20: Ich habe mit Sabine schon sehr, sehr heftig diskutiert über das Thema.

01:19:24: Wir haben da teilweise auch recht unterschiedliche Meinungen, weil für mich ist es nicht Fotografie.

01:19:29: Für mich ist das Foto-Illustrationen.

01:19:32: Ich finde es tatsächlich in unserem Verband schwierig und auch eine dgph deutsche Gesellschaftsfotografie.

01:19:39: ich trenne schon noch Fotografien was Sabine Lens Based nennt Bilderstellungen.

01:19:48: Fotografie und Bilder sind zwar ein paar Stiefel, für mich sind eigene Erzeugnisse auch in der auch intellektuellen Qualität dieser Bilder mitbringt.

01:19:57: Sind aber Illustrationen.

01:19:58: Das sind für mich keine Fotografien.

01:20:02: Weder technisch noch intellektuale.

01:20:03: Was es aber nicht schwächer macht?

01:20:05: Es ist Kunst!

01:20:06: Es ist was anderes.

01:20:08: Es ist einfach eine andere Ebene... Also ich

01:20:10: würde das auch nicht unabhängig von der Ästhetik auch nicht im Bereich Fotografi einordnen.

01:20:15: Deswegen hat es auch, finde ich in dem Fotografenverband nichts zu tun.

01:20:18: Liebe Grüße an die Kollegen!

01:20:21: Ich weiß das mögen nicht viele wenn ich das sage aber...

01:20:23: Also Anmerkung der Redaktion.

01:20:25: genau in diesem Moment hat es draußen geblitzt und gedonnert.

01:20:29: Lass uns den hier mal im Raum stehen, ich weiß nicht wer der ehemaligen Kollegen, Gott hab sie sehlich sich gerade im Grabe umdrehen bei dieser Äußerung.

01:20:40: Na ja, übrigens sind wir eigentlich ein Verband der Werbefotografen.

01:20:43: Das heißt da war die Fälschung schon immer Teil des...

01:20:45: Ja, da muss man aber dazu sagen jetzt sind wir auch wieder fast am Anfang.

01:20:49: Ich bin ja nie Werbe-Fotograf gewesen?

01:20:51: Ja ich schon!

01:20:53: Da gab es glaube ich auch am Anfang etwas heftige Diskussionen.

01:20:57: Aber um das vom Anfang nochmal aufzulösen weil ich ja gesagt habe dass du der Grund warst warum ich mich lange nicht in Berufsverband getraut habe Ich kannte viele von deinen Bildern und Dinge die du gemacht hast und hat mich mit der Qualität meiner Arbeit da einfach nicht gesehen.

01:21:16: Das war ganz lange, das waren meine festeste Überzeugung.

01:21:20: Das ist zum Studienzeiten auch gewesen.

01:21:22: ich habe viele Leute um mich rumgesehen rechts links.

01:21:23: wir haben gesagt die sind unfassbar gute Fotografen und die einzige Möglichkeit den Weg zu finden davon leben zu können ist fleiß.

01:21:31: Ja

01:21:32: Das war einfach meine Grundüberzeugung, weil ich einfach gedacht habe.

01:21:35: Ich kann es nicht besser machen!

01:21:37: Ich kann das Niveau der Kollegen und Kolleginnen auch nicht erreichen, dass ist nicht möglich... ...ich kann das nur bei Arbeit realisieren.

01:21:44: Und das ist auch ein Grund warum ich relativ spät mit in diesem Berufsverband aufgetaucht bin.

01:21:52: Ich würde jetzt ganz gerne ganz viel widersprechen.

01:21:55: Erst mal Danke für die Borte des... Ist mir als Württemberger immer ein bisschen unangenehm, so einen Lob zu hören.

01:22:02: Aber ich freue mich natürlich trotzdem ganz fürchterlich über.

01:22:04: Wenn

01:22:04: nicht beschimpft ist genug gelobt?

01:22:06: Ja ja genau und... Ich glaube den Punkt in dem du gerade ansprichst lass uns mal hingehen.

01:22:11: Fleiß!

01:22:13: Das ist ein Thema.

01:22:13: Mich hat gestern ein Kunde angerufen um kurz vor zehn und hat so halbspaßes Halber, halb irgendwie auch ernst gemeint gesagt ah Klaus!

01:22:24: Du bist ja kreativ in Berlin.

01:22:25: darf man dich um die Zeit überhaupt anrufen

01:22:27: Morgens um zehn oder abends um

01:22:28: zehn?

01:22:28: Morgen zum Zehn.

01:22:31: Wer mich kennt weiß, dass ich da schon in vollen Funktion bin aber wir haben natürlich unsere Branche nicht so unrecht den Ruf das viele von uns bisschen bohemien näher sind als dem Fleißnär was auch eine große Sympathie hat und was auch schön ist.

01:22:49: Aber es ging wahrscheinlich vor vierzig Jahren sehr viel einfacher als bohemian fotograf zu leben.

01:22:57: Heute, heute sind wir Unternehmer.

01:23:03: Wir sind kleine Unternehmer und dazu gehört Fleiß.

01:23:07: ich finde es gehört auch so was ganz altbausches.

01:23:09: Ich glaube

01:23:09: das ist ganz wenige gibt die

01:23:10: Demut dazu?

01:23:12: Demut gehört auf jeden Fall dazu.

01:23:13: aber ich glaube es gibt ganz wenigen die davon leben können die nicht unternehmer sind.

01:23:17: das war früher schon und ich glaube früher ist etwas anderes halt nicht so stark aufgefallen.

01:23:22: Das greift schon Gedanken auf den ich vorhin hatte aber nicht ausgesprochen habe und zwar Der Lifestyle eines Fotografen folgt der Fotografie, aber nicht umgekehrt.

01:23:35: Ja und das ist halt genau das, weißt du dem du sagst?

01:23:38: Oh ja ich sehe es in Prenzlauer Berg oder nach Friedrichshain noch Berlin und werde kreativ... Und was mache ich denn hier?

01:23:43: Ich werd Fotograf!

01:23:44: Ich bewerte mich beim Letteverein.

01:23:47: Das ist die falsche Herangehensweise.

01:23:48: entweder wachst an irgendeinem Tag morgens auf und merkst krass.

01:23:53: das ist es.

01:23:54: Und wenn es das nicht ist, dann wird es eine ganz, ganz schwierige Nummer.

01:23:58: Dann wird es auch nicht funktionieren!

01:23:59: Wenn du sagst, was kann ich machen?

01:24:00: Das ist ja ganz cool!

01:24:01: Du musst ein bisschen fotografieren und das mache ich ja auch ganz gerne.

01:24:03: Es tut die Glocke glaube ich ein bisschen Talent.

01:24:06: Das ist es nicht... Entweder du brennst oder brennt nicht und wenn ich brenne, dann kannst du es auch nicht anzfinden.

01:24:10: Dann wirst du diese fünf Jahre, zehn Jahre bis das Ganze wirklich läuft, die wirst Du nicht überleben weil Du wirst es nicht schaffen dich fünf Tage die Woche oder besten sieben Tage die woche jeden Tag zu motivieren nur damit Du irgendein gewissen Lifestyle nach außen tragen kannst.

01:24:32: Wie viel?

01:24:36: Junge Fotografierende haben sich bei der seit der Pandemie gemeldet, dass sie bei dir assistieren lernen hospitieren praktizieren wollen.

01:24:48: Boah!

01:24:54: Aktiv?

01:24:55: Aktiv.

01:24:57: Was heißt aktiv?

01:24:58: Initiativ Ohne dass du

01:25:03: kommuniziert

01:25:03: hast, du brauchst jemanden.

01:25:04: Wenn du

01:25:04: eine Direct Message auf Insta würd ich jetzt nicht wehrten?

01:25:08: Das ist für mich keine ... Nein, da sind schon

01:25:10: wirdig also auf einer würdigen ernsthaften Ebene.

01:25:18: Kann ich gar nicht beantworten.

01:25:19: Dann beantworte ich mal ganz kurz.

01:25:21: Drei,

01:25:21: zwei... Also einer auf jeden Fall!

01:25:24: So und der ist auch mit mir unterwegs und er wird was das weiß ich Also, ich weiß noch nicht wo und ich weiß auch nicht ob er ist Fotograf.

01:25:38: Der hat auch ein paar andere Ideen aber der ist straight, der ist absolut verlässlich.

01:25:48: Es ist erst großartig!

01:25:52: Ich habe mit Konterrat sprechen wir wieder drüber.

01:25:56: Wir haben hier unser Atelier in Schöneberg an der Grenze zu Wilmersdorf Und wir sind in einer Straße die direkte Verbindung ist von der U-Bahn zum Letteverein.

01:26:05: Da bin ich vorhin dran vorbeigekommen.

01:26:08: Großartige Ausbildungsinstitut bis heute.

01:26:11: Ja, es ist ein Steinwurf.

01:26:12: Wussten gar nicht dass der hier am Wiki ist?

01:26:14: Ja direkt bei uns und Es laufen ja zu jeden Tag.

01:26:20: Zick Fotografie Lerdende.

01:26:25: seit der Pandemie ist noch nicht einer auf die Idee gekommen mal anzuklopfen mal ein Zettel einzurufen, mal eine E-Mail zu schicken.

01:26:34: Vor der Pandemie gab es zwei drei.

01:26:37: Da gab's bisher seit der Pandemie null.

01:26:39: jetzt kann man sagen okay Klaus Valentin mit einer Fotografie, Corporate und irgendwie Dokumentationen.

01:26:45: Ich hab

01:26:45: ja auch ne Uni vor der Tür an Hannover.

01:26:47: Ja

01:26:48: kommen auch nicht die Leute aber hier laufen wir die Schilder draußen und da steht noch BFF groß dran Null Ich hab jetzt mal wieder eine Runde gemacht, das mache ich so alle ein, zwei Jahre.

01:27:02: Dass sich meine Kollegen von denen, ich weiß dass die ähnlich arbeiten wie ich frage nach ihren aktuellen Empfehlungen von guten Assistenten.

01:27:08: Dich frage auch manchmal wenn es mich in den Westen der Republik verschlägt...

01:27:13: Ja aber das Geile ist ja wir benutzen ja die gleichen!

01:27:17: Also Genau, also die nutzen uns mindestens.

01:27:20: Ja

01:27:21: aber unvergessen die Situation als du in Düsseldorf gaben ich nach DüsselDorf musste und wir jetzt in der Mitte auf der Autobahn An der Haste, die getroffen haben wie bei einer Kofferübergabe und die beiden Assistenten jeweils im Hintergrund mit dunklen Säulenbrillen standen.

01:27:38: Das hätte man eigentlich mal dokumentieren müssen?

01:27:40: Ach, man müsste viel mehr für uns zum Leben dokumentieren!

01:27:42: Finde ich ehrlich.

01:27:43: also die Leben, die wir haben... Ich schreibe ja zwei bis drei Newsletter im Jahr, die dann relativ ausführlich sind und neulich hat ein Filmer einen Kameramann, da hat sich bei mir gewonnen.

01:27:55: wer haltet das trocks aus?

01:27:56: oder irgendwann wieder ein film draus machen?

01:27:58: wenn muss ich das alles überlegt was wir im leben alles erleben dass wir sehen dürfen und betreffen dürfen.

01:28:04: Wir haben Leben out of the box.

01:28:06: dafür muss man auch demütig sein.

01:28:08: deswegen komme ich

01:28:08: auf diese geschichte bin nicht sehr dankbar für muss ich jeden tag und ich merke es halt auch einfach, wie oft man das kennst du bestimmt auch weil du die situation hast dass du irgendwas hast ein Projekt oder was ich fast nen Job, und da triffste auf Menschen.

01:28:26: Für die ist das der Tag des Jahres oder das Erlebnis schlechter.

01:28:31: Und du guckst dir das an und denkst ja okay, ich hab diese Woche drei solche Buchungen!

01:28:36: Ich bin da wahnsinnig dankbar und demütig für.

01:28:38: aber wir sind gerade abgekommen.

01:28:39: Du warst grade bei den Assistenten?

01:28:41: Ja, aber das gehört alles zusammen tatsächlich auch weil er auf die Assistenz nicht genau deswegen gekommen.

01:28:46: Ich frage ihn immer rum und jetzt hat mir hier Florian für einen Renner, das ist der von dem ich vorhin schon sprach.

01:28:52: Der in London war, der sich auf Männer-Mode spezialisiert hat.

01:28:54: Jetzt habe er auch mehr und mehr Porträtiert, ein toller Fotograf.

01:28:59: Er hat mir einen ganz jungen Assistenten, dass er es als XXIII empfohlen.

01:29:03: Den haben wir dann eingeladen Konrad und ich habe mit ihm so ein kleines Casting hier gemacht.

01:29:08: Wir waren alle drei voneinander begeistert.

01:29:10: Ich hab jetzt auch den ersten kleinen Job gemacht, du hättest ihn auch morgen gerne mitgenommen oder konnte er nicht?

01:29:14: Können wir den Namen bitte Off the Record droppen?

01:29:16: Unbedingt!

01:29:17: Gut Aber wirklich nur Off The Record weil das ist ein Geheimtipp, den darf noch nicht allen mitgeben.

01:29:22: Der ist viel zu toll Und der ist menschlich, der ist fleißig, der denkt mit Er will noch lernen, er drückt es aus.

01:29:33: Er sagt ganz oft, wenn du gerade Zeit hast kannst du mir kurz erklären wieso weshalb warum was irgendwie geht.

01:29:39: Er kapiert es sofort er ist demütig.

01:29:42: deswegen kam ich drauf.

01:29:43: der ist durchaus selbstbewusst da steht voll im Leben.

01:29:47: das wird aber gerne so ein bisschen als negativer Begriff gesehen.

01:29:51: Ich finde es ist ein ganz wichtiger positiver begriff und

01:29:55: vielleicht kann man wenn man den Begriff der Demut mit der Dankbarkeit für dass was man machen darf.

01:30:00: Was man hat,

01:30:01: ergänzt

01:30:02: und was man erleben darf.

01:30:06: Ich glaube in unserem Sprachgebrauch ist normalerweise so dass die Demut so ein bisschen Richtung Unterwürfigkeit geht und das ist es ja nicht.

01:30:13: Es ist die Dankbarkeit, dass ich von etwas profitieren darf, was ich nicht erschaffen habe sondern was da ist.

01:30:24: Ich hab vielleicht mich dahin bewegt aber es sind Situationen Die werden mir vom Leben geboten und für die bin ich dankbar.

01:30:34: Und wenn nicht dankbar, bin ich automatisch ein bisschen demütig weil dann kann ich nicht zu großkotzig sein in meinem Auftreten.

01:30:40: Nee, würde ich auch grundsätzlich nicht sagen dass das einen Charakter zugestellig auszeichnet.

01:30:45: Deswegen kam ich auch auf die Assistenten.

01:30:50: es gibt einfach ganz viele... ...die den Sinn der Assistenz nicht beerkennen, des Lernens.

01:30:59: Ich glaube, wir dürfen auch nicht nur in unserer Fotografie ist sondern insgesamt im Leben.

01:31:06: Wir dürfen wieder eine Lust am Lernen entwickeln.

01:31:09: also ich lerne dauernd wenn ich das ganz kurz noch ausschönen darf.

01:31:13: Ich finde Fotografien sind tolles Mediums aber technisch doch sehr unterkomplex nach über dreißig Jahren Fotograf sein.

01:31:21: Conrad hat das glaube ich neulich irgendwann gesagt.

01:31:23: es finde ich ganz spannend.

01:31:26: Wie hätte er das gesagt?

01:31:31: Also wenn ein Fotograf die Phototechnik als komplex bezeichnet, da lacht sich jeder Chirurg im ersten Semester drüber tot.

01:31:43: Und das ist halt genau das Ding, ne?

01:31:44: Weil ich meine die Technik kann man erklären.

01:31:46: und wenn wir jetzt ganz kurz nur um es einschieben weil vielleicht passt das ganz gut gerade rein mit dem Lernen Ja Die Anfragen die ich sehr wohl bekomme dass du angebliche Assistenten oder Fotografen hast.

01:32:02: Die sagen, wenn du mal hier in der Region was zu tun hast würde ich dir gerne Tagassistenten assistieren.

01:32:08: Ich würde da auch kein Geld für nehmen.

01:32:10: Wo ich mir einfach denke, du weißt so was?

01:32:12: Das ist aber nicht das Spiel!

01:32:14: Du kommst auf mein Zett, guckst ja an wie ich technisch arbeite damit du danach gucken kannst, wie du es kopieren kannst.

01:32:19: Punkt Nummer eins, wer so nachher angehen zwei seid hat auch ... er hat einfach das System gar nicht verstanden Weil die Fotografie, die ich mache oder du mache besteht ja nicht in der technischen Herangehensweise.

01:32:30: Und jeder, der technisch bis drei zählen kann, kann sich ja meine oder deine Bilder angucken und sieht wie sie gemacht worden sind und kann den Rechenweg rückwärts gehen.

01:32:38: Das heißt er braucht auch keinen Tag was am Set um zu gucken wo jetzt ein Auffällern Reflektor welche Lichter wohl stehen und ob die Softbox rund- oder eckig

01:32:48: ist Hat doch vorhin genau das Thema schon mal kurz angeschnitten.

01:32:52: Es geht nicht um die Technik, es geht um menschliche Faktoren, die werden in der Zukunft auch immer wichtiger werden je besser Technologie.

01:33:01: das mag AI oder auch andere Technologien sein.

01:33:03: CGI seit vielen Jahrzehnten schon da und macht viele Dinge ganz schön gut in der Bildgenerierung.

01:33:11: Wir Menschen müssen uns, und das schließt auch an die Frage, was wir als Mensch mit der Fotografie besonders gut können.

01:33:23: Wo haben wir zum Beispiel ein Sensorium?

01:33:27: Die EI kann ja ganz viel!

01:33:29: Die kann tolle Prozesse abliefern, die kann super optimieren... Patterns wiederholen, die kann auslesen.

01:33:39: Was ist der durchschnittliche Geschmack?

01:33:43: Aber ei kann bis heute das Schützenreichtum ändern und keine Relevanz erfüllen.

01:33:51: Die kann sie vielleicht ausrechnen, aber sie kann sie nicht erfühlen.

01:33:55: Ein ganz kurzes Beispiel dazu.

01:33:57: Es gibt hier in Berlin einen weiteren Stuttgarter, der zum gleichen Jahr nach Berlin kam wie ich.

01:34:02: Das ist Martin Eierer An dieser weltweit arbeitenden DJs Techno-Bereich, der mittlerweile Multiunternehmer ist sie auch noch von der Firma und trotzdem auch noch Musik macht.

01:34:14: Er hat einen Sensational Studio, den Riverside Studios das er mit PanPod aufgebaut Und Martin begleite ich hin und wieder wenn er auflegt und dann stelle ich mich hinter Ihnen an den DJ-Pult.

01:34:27: Von Jahr etwa waren wir im Sisyphos.

01:34:30: Das ist einer dieser wirklich sehr besonderen Berliner Clubs und ich habe das gesamte Set, das er gespielt hat drei Stunden hinter ihm verbracht und angeschaut und habe damals wieder verstanden was ist relevant wenn wir etwas Kreatives tun?

01:34:50: Natürlich kannst du eine Playlist programmieren die erfahrungsgemäß das Publikum mitnimmt, mit Ryzen und so drüber.

01:34:57: Dann gibt es wieder eine Drone, die durchgeht oder die Leute mitreißt.

01:35:01: Und da gibt's die ganzen Techniken, die jeder gute DJ drauf hat.

01:35:05: Das kannst du vorprogrammieren und dann kannst du wahrscheinlich das Publikum auch einigermaßen mitnehmen.

01:35:11: Aber die Tanzenden, die riechen, die schwitzen, deren Pheromone gehen durch den Raum Die haben eine Körpertemperatur.

01:35:21: Der Raum hatte Temperaturen, der hat eine Luft und es gibt so viele Sensoren.

01:35:24: Da gibt's vielleicht für alle schon Sensoren für ein Computer, der die sogar aufnehmen kann aber er kann ihn nicht verarbeiten.

01:35:32: Und Martin steht da dran in dieser riesigen Wolke aus Emotionen Biochemie und allem und nimmt sie auf und wird eins mit den Tanzenden dann sensationeller Abend raus, obwohl da vielleicht die gleichen Stücke auflegt.

01:35:49: Die fünf andere auch auflegen aber er legt sie so auf dass er die Masse in Bewegung bringt und ich glaube das ist das was wir in der Kreativität in Zukunft wieder verstärkt machen dürfen und vielleicht auch müssen.

01:36:10: Die Technologien heute bieten uns ein unendliches Rauschen.

01:36:15: Jetzt bei einem anderen Vortrag habe ich das neulich gemacht.

01:36:18: Habe ich ein White Noise über den Beamer auf die Wand und dann habe ich über einen Synthesizer auch einen White Noise einfach mal reingespielt, und dann hab' ich mit Synthese aus diesem White Noise langsam angefangenen Signal zu formen – und es hat sich dann auf dem Beamer entsprechend wiedergegeben, dass da dort auch Formen entstanden sind!

01:36:39: Anmerkung der Redaktion Klaus gestikuliert wild mit den Händen.

01:36:48: Das Ziel ist doch, dass wir aus diesem unendlichen Rauschen das uns zur Zeit umgibt.

01:37:01: Ich weiß nicht, wie viel Zeit du in Social Media, YouTube oder TikTok verbringst.

01:37:10: Du bist sicherlich wenig drin und trotzdem wird es auf dem Monat viele Stunden sein, die du damit verbrängst – allein weil du dich darin zeigst!

01:37:20: Wir haben die Aufgabe aus diesem Rauschen das Signal zu filtern und vielleicht sogar selber das Signal sein und Resonanz erzeugen.

01:37:29: Wir hatten schon zwei, drei Mal den Begriff Resonanz und ich glaube das ist ganz wichtig.

01:37:33: Wir müssen Resonanze erzeugen!

01:37:36: Die kann ganz unterschiedlich aussehen diese Resonance aber wenn wir Dinge tun die innerhalb von einer zwei Sekunden weggewischt sind... Das können wir tun da können auch eine Rechnung drüber stellen Aber dann machen wir kein nichts was unserer Kompetenz unsere Seele und unseren Möglichkeiten entspricht.

01:37:57: Wir müssten die Stoppers sein.

01:37:58: Wir müssen dies sein, die wir es anbieten.

01:38:02: Das was bleibt, das was idealerweise zum Nachdenken oder zum Vorfühlen einlädt?

01:38:14: Ich mag diese Kunstpause weil sie nach der Beschreibung eines möglichen Ansatzes und einer möglichen Überwindung der Grundproblematik der AI einfach mal so drei paar Sekunden stehen kann.

01:38:33: Und dass ist halt genau das ich glaube.

01:38:35: Resonanz, Relevanz und die Möglichkeit einen Weg zu finden, ein Dialog zu finden.

01:38:44: Eine Möglichkeit zu kommunizieren auf einer Ebene, dass es halt tatsächlich ankommt.

01:38:51: Was macht den Unterschied?

01:38:53: Was macht der Unterschied aus Zweiundachtzig LinkedIn-Posts?

01:38:56: Was machen den Unterschied aus onehundertzweinachtzig Aussendungen unterschiedlicher Menschen?

01:39:04: Was von Newsletter erwähnt ... Wie viel Newsletter gibt es?

01:39:09: Wie viele Newsletter werden jetzt automatisiert gemacht, wo ist der Unterschied.

01:39:12: Was unterscheidet dein eigenes Newsletter von irgendeinem anderen?

01:39:16: Meiner ist mit KI geschrieben.

01:39:19: Deiner ist

01:39:20: Klaus Intelligenz.

01:39:21: Sorry ich bin Gast nachher aber dann muss da auch mal sein.

01:39:25: Schönen sehr geil!

01:39:26: Das ist vom Grundprinzip genau das also... Ich mag genau dass sehr gerne.

01:39:36: und es gibt ein Beispiel, was ich großartig finde.

01:39:39: Es gibt eine ganz kleine aber feine Werbeagentur in Düsseldorf die heißt Sitzgruppe Und diese Sitz Gruppe schickt jedes Jahr an Kunden und ganz offensichtlich auch einen Dienstleister mit den sie Zimmer zusammengearbeitet haben ist zwar schon eine Weile her Eine Weihnachts-Aussendung

01:40:00: raus!

01:40:01: Und diese Weihnachtsaussendungen Großartig.

01:40:06: Manchmal ist es ein Dreidimension, also irgendwas Gestaltetes, manchmal ist das ein Text, manchmal eine Drucksache, ich weiß nicht, manchmal ist das aus Holz, manchmal aus Papier oder aus Metall... Es passt immer irgendwie in einen Umschlag und es kommt jedes Jahr im Dezember!

01:40:25: Und das ist so dass ich mich jedes Jahr darauf freue dass dieses Paket von denen kommt.

01:40:32: Und ich habe es neulich gehabt, da hab' ich einen Kunden gehabt, die gesagt, ah ja nee wir müssen mal überlegen irgendwie Weihnachten-Aussendung dieses Jahr ist das ja toll, dass man Handgeschöpfte Schokolade verschickt und irgendwie an die Kunden.

01:40:42: aber das ist irgendwie...ja ist zwar nett, ist irgendwie Premium, aber das brauchen wir so..und dann habe ich random drei Sachen aus drei Jahren bei mir aus dem Schrank genommen.

01:40:53: Habt ihr den Kunden in die Hand gedrückten?

01:40:54: Hab gesagt guckt euch mal diese drei Sachen an!

01:40:57: Und wenn ihr auch nur eins davon so gut findet, wie ich die gut finde.

01:41:00: Auf der Rückseite steht die Werbeagentur, meldet euch doch mal bei denen.

01:41:04: Weil vielleicht machen es sonst vielleicht Geschiffsberichte und so aber sie machen auch sowas.

01:41:09: Wenn ihr sowas braucht, die wissen wie's geht fragt die!

01:41:14: Das ist genau das Prinzip.

01:41:20: Ich glaube es geht darum dass man dahintersteht, dass man Dinge tut, die man wirklich will dass man mit Leidenschaft arbeitet, dass man leidenschaft die dinge tut.

01:41:31: und Ja das man eben die Resonanz oder welches?

01:41:35: wenn wenn alle schwingungen gleich sind Und du setzt ein komplett anderen ton ja das dann unterbricht Du Das Dann irritierst.

01:41:45: Du.

01:41:45: und es heißt nicht dass ich irgendwie Wenn Ich Ein theater stück inszeniere dann Irgendwer früher oder später wieder nackt über Die Bühne hüpft um zu zeigen Es ist einfach ein gedistisches Stück Ist.

01:41:56: Aber ja Relevanz und Resonanz.

01:42:01: Und es kommt noch was dazu, wenn die Technologie immer besser wird.

01:42:07: durchsprechend jetzt auch über unsere aktuellen Kameras.

01:42:11: Es gibt keine Kamera mehr, auch keine Semiprofisse an der Kamera, die nicht technische Bildergebnisse liefert, die absolut top sind.

01:42:22: Deswegen ist auch die Frage nehm ich eine Sony Canon Nikon Fuji vollkommen irrelevant.

01:42:29: Ich muss so eine finden, die ich gut bedienen kann, die mir im Bedien Spaß macht.

01:42:33: Die Bildqualität ist bei allen gut genug.

01:42:38: Dann haben wir jetzt Lightroom Photoshop in einer Ausbaustufe Capture One.

01:42:46: alles irre funktioniert also alles möglich mit deep tech und

01:42:54: Jetzt

01:42:56: habe ich einen kleinen Aussetzer.

01:42:59: Die Fake wahrscheinlich auch, dann auf jeden Fall mit AI-Unterstützung.

01:43:07: Technische Brillianz war vor zwanzig Jahren, fünfundzwanzig Jahre als ich noch alles mit Mittelformat und Großformat fotografierte total erstrebenswert.

01:43:17: Meine erste Digitalkamera war ein Leaf Medium Formate Rückteil für meine für meine Szenar und auch mal mir.

01:43:30: Bei damals war das vollkommen irre, so eine Qualität erreichen zu können weil es gab's nicht.

01:43:35: Das musstest du auf achtmal zehn Inschfüllen machen aber damit könntest du dann nichts bewegtes machen.

01:43:39: Und da kam plötzlich die Qualität, also haben wir uns alle drauf gestürzt und haben technisch perfekte Fotografie gemacht.

01:43:45: Das wollte man auch sehen, weil das war die Zeit danach.

01:43:48: Es gab eine Sehnsucht nach dieser Perfektion.

01:43:52: Das ist jetzt aber dreißig Jahre her, bin schon zwanzig Jahre hierher.

01:43:56: Ähm, ich glaube heute in der Zeit wo die AI uns und alle technischen Möglichkeiten uns es erlauben mit dem Fingerschnip Perfektion zu generieren dürfen wir mit fröhlicher Energie hingehen Und den Fehler feiern.

01:44:13: Allerdings ein Fehler den wir... Ja das ist halt

01:44:15: bap-bap-babab.

01:44:16: Der Nummer dürften wir mit Fröhlicher Energien hingehen und den Fehler Feiern.

01:44:19: Ja

01:44:21: genau das.

01:44:21: Ah!

01:44:22: Das ist ja großartig.

01:44:23: Ja, ich finde, wir müssen die Fehler umarmen.

01:44:27: Macht

01:44:28: das Bild weg?

01:44:28: Das ist scharf!

01:44:29: Das kriegt mich nicht...

01:44:31: Was habe ich im Leben ein Bildern gelöscht, weil ich bei hundert Prozent reingezubt hab und gesehen habe, dass die Schafe nicht auf dem Auge sind auf der Nase.

01:44:40: Da habe ich tolle Bilder weggelöscht und Kunden nicht gegeben.

01:44:44: What the fuck wenn in Berlin ja das Glück... wirklich tolle Fotografie, Museen und Galerien zu haben.

01:44:52: Du

01:44:52: würdest denn all denen hängen wenn du die unscharfenden Bilder weitergemacht hättest?

01:44:55: Vermutlich nicht aber ich habe zumindest Freude an all den unscharfen Bildern dort.

01:44:58: und ich muss jetzt nochmal Kamerawerk erwähnen.

01:45:01: da war der mittlerweile leider verstorbene Thomas Höpker ja auch vertreten Und Ich hab für einen BFF mit ihm ein sogenanntes BFF Mastertape gemacht es auf YouTube zu sehen.

01:45:10: ich glaube das macht auch ganz Spaß überhaupt diese ganzen Mastertapes.

01:45:13: wenn ich einmal kurz Werbung machen darf Für die BFF-Mastertapes schaut ihr mal bei YouTube an, da haben wir mit sämtlichen, oder nicht mit Sämtlingen, aber in den meisten der Fotografen, die wir in The Hall of Fame aufgenommen haben, Interviews gemacht.

01:45:26: Und zwar immer Fotograf zu Fotograf also sehr ähnlich wie wir hier heute und ich saß auf jeden Fall mit Tobias Höpker bei CameraWork Somertag und CameraWork war so net einen Raum mit seinen Bildern dafür auszustatten Und da gibt es ein Bild mit Moa, mit Ali Boxer Skyline New York.

01:45:44: Das eine ist total zerkratztes Negativ und die haben die Bilder samt diesen Kratzern großgezogen an die Wand gepatscht.

01:45:52: Mein Gott sieht das gut aus!

01:45:53: Natürlich ist alles körnig und irgendwelche Lichter sind ausgefressen.

01:45:58: Der nehmenden Bild wo hat er mit Ali gerade irgendwie so tut als würde Thomas Höppke anboxen.

01:46:05: Es ist unscharf und verwackelt.

01:46:07: Dann sagt ich so ganz Norscher Lord zu Thomas.

01:46:12: Das ist irgendwie auch nicht ganz scharf, das Bild guckte mich an, lächelt... ...das ist scharf!

01:46:20: Fand ich toll!

01:46:21: Nein was ich sagen will wir waren bei Helmut Newton.

01:46:24: Wir können Peter Lindberg nehmen, wir können auch ein Reportage-Vortograf wie Thomas Schöpker nehmen, Anton Cobain nehmen der jetzt gerade hier in Fotografie Sky hängt.

01:46:34: Derät Bilder sind technisch eigentlich alle Crap.

01:46:36: Das sind vielleicht gut gestaltet, aber es sind alle Crab, weil die haben oft Korn.

01:46:40: Die sind oft verwackelt und nicht richtig scharfgestellt... Die Liebprinz

01:46:43: von Corbin ist ja das Grundprinzip seiner ersten

01:46:47: bekannten

01:46:47: Strecke!

01:46:48: Weil's Resonanz gibt?

01:46:50: Weil das Rest löst was in uns

01:46:52: aus?!

01:46:53: Und ich glaube... Das ist

01:46:54: der einzige Fotograf den ich mal direkt angesprochen habe auf einer Ausstellungseröffnung ob ich bei ihm assistieren darf.

01:47:09: Das war ein Düsseldorf und der hat ja viel mit Herbert Grünemeyer gearbeitet.

01:47:15: Vor zwei Wochen haben die hier einen Talk gemacht, mit

01:47:17: Grünemeier... Genau!

01:47:18: Die sind sehr eng befreundet.

01:47:18: Er hat auch glaube ich allein zwei Bücher über Herbert Grunemeyern gemacht, sind auch ganz tolle Sachen in diesem Liedbereich Und Ausstellungsöffnung war da und dann standen die beiden da und habe ich mir einen Herz genommen mit meinen Ewigkeiten her und bin da hingegangen, habe ihn angesprochen, hab ihn gefragt.

01:47:35: Und er hat gesagt ja ne klar warum nicht?

01:47:37: Und hat mir seine Karte gegeben, hat gesagt da soll sich mein Studio in ich glaube London muss das damals gewesen sein melden.

01:47:45: die haben sich leider nie zurück gemeldet.

01:47:47: wahrscheinlich hatte er zwei Karten Einsatzkarten verläutigt interessiert haben und Einsatzkaten verläupt ihn nicht interessiert aber der weiß wofür es gut war.

01:47:56: stell dir vor ich hätte bei dem assistiert.

01:47:58: Vielleicht hätte ich dann gesagt, oh das ist total geil was der macht.

01:48:01: Das will ich auch machen.

01:48:01: Hätte versucht es zu kopieren und in die Richtung zu gehen.

01:48:04: Und auch bei Corbine ist das eine Sache Der ist von... Der hieß Mad About Music Wie ein Geisteskranker zu allen hingefahren hat, alle fotografiert.

01:48:15: Wer weiß was nicht?

01:48:15: Und dann ist dadurch erst die Verbindung entstanden!

01:48:18: Es ist nicht so dass der losgängige... Oh ja ich konnte jetzt ganz gut fotografieren, oh mein Schlitt-Print.

01:48:22: das ist eine tolle Technik mit der möchte ich arbeiten.

01:48:25: Ich frag doch einfach mal bekannten Musikern.

01:48:27: Nee, nee, nee und da sind wir wieder bei dem Anfang.

01:48:30: Da sind wir bei dir, da sind wer bei mir, also nicht dass wir uns an anderen Anfang stellen.

01:48:34: Aber dann sind wir beim Newton, da haben wir bei einem James Nightway.

01:48:38: jeder dieser Fotografen hat seine Geschichte, die dazu geführt hat dass er irgendwann durch einen Zufall dahin gekommen ist und genau in dem Bereich gelandet ist wo man sagt das ist sein Bereich.

01:48:50: Nur dass es kein Zufalls war sondern ich glaube denn was ein Erzwungen Zufahl weil wenn ich sowas für etwas brenne dann erschaffe ich die Zugänge über die wir vorhin gesprochen haben.

01:49:01: und wenn sie Zugänge habe und dann zufällig noch ein guter Fotograf bin oder ein gut Bildermacher oder Filmemacher oder whatever dann ergeben sich auch die Möglichkeit und die Kontakte.

01:49:13: Ja, es ist Fleiß!

01:49:14: Und

01:49:14: da kommt der Fleisch wieder

01:49:15: mit rein?

01:49:16: In seltenen Fällen, wenn du nach dem Glück suchst gehst du über die Straße hier bei welchem was den Kudamm oder irgendwie vorm Brandenburger Tor... ...und dann liegt ein Sack mit einem Vermögen an Geld und zweiundachtzig Millionen Menschen gerade dran vorbeigegangen.

01:49:31: Du musst einfach einen Weg finden wie du in den Seitenstraßen Deine eigene, dein eigenes System findest und einzelne Münzen aufhebst am Anfang.

01:49:39: Sonst

01:49:39: du jetzt das ein Sack voll Geld Glück wär?

01:49:43: Okay als Beispiel aber ne wenn du jetzt den Weg gehst in alle gehen.

01:49:46: ich meine ja kann funktionieren ist aber unwahrscheinlich.

01:49:50: Lass

01:49:51: doch mal zurück kommen zum Fehler weil Anton Cobain mit seinen Liebrins passt er perfekt dazu.

01:49:56: Wir

01:49:56: ist schon klar dass wir auf die zwei Stunden zugehen.

01:49:58: Ich könnt dir ganz viel Rausruß schneiden hinterher Lass uns den Gedanken gerne noch mit dir durchdiskutieren.

01:50:10: Weil ich finde es wirklich total interessant, wenn man sich mal mit Fehler in der gesamten Kreativwelt auseinandersetzt, dann merkt man dass es eigentlich fast immer der Fehler ist da den Reiz ausgemacht hat und der Fehler muss aber absichtlich passieren das heißt er muss reproduzierbar sein.

01:50:33: Das ist und das ist heute theoretisch viel einfacher möglich, weil ich habe das im Studium gemerkt mit dem Editing.

01:50:43: Dann hast du Leute was dir du siehst dann ja die negative von denen und siehst was die aussuchen?

01:50:49: Und dann guckst du manchmal da drauf und denkst Alter hast du das Bild gesehen?

01:50:52: warum nimmst du nicht dass das Editing ist ein großes Problem Dass Du In den Dingern, die du machst überhaupt dein Bild, also das was du da vielleicht großartiges versehentlich erschaffen hast auch siehst.

01:51:04: Und damals war es noch so Du brauchtest ein Werkbuch und in diesem Werkbuch hast du notiert wann du auf welchem Film welche Bilder wann wie mit welcher Belichtungszeit usw.

01:51:13: gemacht hast.

01:51:14: damit wenn du so einen Traveille, wenn du einen Pfundstück findest Wenn du so'n Fehler findest Alter wie krass ist das denn dass du dann da stehst?

01:51:23: Okay, ich weiß wie das passiert ist.

01:51:24: Ich gucke in mein Werkbuch und habe notiert welchen wir es gemacht haben.

01:51:29: dann kann ich den Fehler zurückleiten.

01:51:30: Und das war unfassbar.

01:51:32: auf wenn dich damals diese Fehler wirklich reproduzieren zu können.

01:51:36: heute hast du ein digital Kamera machst voller gründlichen Scheißbild guckst jetzt aber an längs Wenn du's denn erkennen kannst.

01:51:44: ja dass ist ja.

01:51:45: wow

01:51:46: Wie ist das denn passiert?

01:51:47: Dann gehst du in die Metadaten da und kannst es theoretisch nachlesen.

01:51:50: Das heißt, du kannst viel systematisch nach Fehlern suchen und deinen eigenen Weg finden, deinen eigenen Style finden und das auch positiv vorantreiben.

01:51:58: Aber dafür muss man die Fähigkeit haben, seine eigenen Bilder oder das was in den eigenen Bildern steckt zu sehen!

01:52:08: Und was in einem selber

01:52:09: steckt?!

01:52:10: Ja... Weil den Fehler muss ich ja auch zulassen können.

01:52:12: Ich bin zum Beispiel als Gebührtegewirrtenberger.

01:52:15: Fällt dann auch noch katholische Zogen, fällt es nicht leicht Fehler zuzulassen.

01:52:19: Nee du löscht einfach mal ein scharfes Bild.

01:52:22: Ja also mittlerweile lösche ich mehr scharfe Bilder aber vielleicht zu spät.

01:52:27: Kann man bei euch im Podcast Kommentare hinterlassen?

01:52:32: Pfff ja ich glaube schon!

01:52:35: Also wenn das geht dann will ich jetzt mal sagen was die YouTube immer sagen.

01:52:39: Ich bin jetzt total interessiert, was ist eure Meinung zum Thema Fehlerkultur und Fehlermachende der Fotografie?

01:52:46: Lasst Eure Kommentare unten.

01:52:49: Genau so machen wir das!

01:52:51: Und ich glaube mit genau damit nach einer Stunde fünfzig vierundfünfzig Respekt schließen wir für heute.

01:52:58: Ich habe ja die Vermutung Wir werden es nochmal wiedersehen weil von der Liste wo ich sage da würde ich noch mal Nachfragen sind einige Sachen übergeblieben.

01:53:07: dann macht doch mal so ein zwei Minuten Power-Fragen und ich probiere, so kurz wie möglich zu fragen.

01:53:15: Das ist zu tief!

01:53:18: Dann

01:53:18: bis zum nächsten Mal.

01:53:19: Bis zum nächsten mal.

01:53:20: es geht um Kulturen und Wahrnehmung unterschiedlicher Hierarchie ebenen auf der Grundlage anderer kultureller Hintergründe?

01:53:26: Ich glaube das würde jetzt zu weit führen.

01:53:29: Dann müssten wir das hier rausholen.

01:53:32: Dieses Buch habe ich mitgebracht Ecological Development for a Better Life The Essay Collection of the Fourth International Photography Symposium, da wurden wir eingeladen weltweit Fotografen Essays zu schreiben.

01:53:49: Was glauben wir?

01:53:50: wie kann Fotografie dazu beitragen dass die Welt eine bessere wird und zwar auf ökologischer Seite?

01:53:57: Und wer darüber eine Ausführung haben will der kann sich auch gerne melden.

01:54:02: Wir werden sicherlich einen Weg finden die jemandem zukommen zu lassen.

01:54:07: Vielen herzlichen Dank.

01:54:08: Klaus, danke, dass du so viel Zeit genommen hast!

01:54:10: Es hat sich gar nicht angefühlt wie Arbeit.

01:54:13: Unsere Telefonate, wenn eine von uns beiden auf Autobahn ist...

01:54:16: Ist nicht so lang wie unsere Telefonat, aber es ist ein Anfang.

01:54:19: Vielen herztlichen Dank und hoffentlich bis bald.

01:54:22: Und ich dank dir und auch euch allen die zugehört haben vielleicht zwar nicht sogar zwei Stunden.

01:54:28: ganz toll und ich liebe Austausch.

01:54:32: Tschüss.

01:54:33: Amen.

01:54:33: Ciao Wenn ihr Gästewünsche spannende Fragen und Anregungen habt, wohin mit den Händen gibt es auch auf Instagram.

01:54:42: Da wird übrigens auch jede Ausgabe angekündigt.

01:54:45: Schreiben könnt ihr sonst auch gerne eine Mail an podcastatnielzenrikmüller.de.

01:54:51: Abonnenten, positive Bewertung oder initiative Verbreitung werden natürlich auch gerne genommen.

01:54:57: in diesem Sinne und bis zum nächsten Mal Dankeschön!

01:54:59: Tschüss.

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